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Top-Themen auf der HPE Discover: Composable, KI und Edge

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Die Roboter-Bühnenshow auf der HPE Discover hatte künstlerischen Anspruch.
Die Roboter-Bühnenshow auf der HPE Discover hatte künstlerischen Anspruch. (Bild: HPE)

Zur HPE Discover in Madrid kamen rund 8.000 Teilnehmer. Auf einem Partner CEO-Summit mit Q&A-Teil konnten sich 50 Geschäftsführer von Partnern aus ganz Europa genau über die Strategie informieren. Eigentlich stand aber die Technologie im Mittelpunkt.

In Madrid drehte sich auf der HPE Discover die Welt um HPE und technologische Innovationen. Vor allem Composable Infrastructure, KI und Edge Computing standen im Vordergrund, berichtet Ulrich Seibold, VP Channel, Service Providers, Alliance Partner, OEM & IoT bei Hewlett Packard Enterprise. Composable Infrastructure ist – wenn man so will – eine neue Infrastruktur-Kategorie und in den Augen von Seibold so etwas wie die nächste Entwicklungs-Stufe nach den hyperkonvergenten Systemen. Hierbei geht es darum, Infrastruktur-Ressourcen im eigenen oder Partner-Rechenzentrum zusammenzustellen und passgenau für einzelne Anwendungen – beispielsweise SAP – zur Verfügung zu stellen.

Composable Infrastructure

Künstliche und angereicherte Realitäten waren auf der HPE-Partnerveranstaltung kein theoretisches Thema, sondern Praxis.
Künstliche und angereicherte Realitäten waren auf der HPE-Partnerveranstaltung kein theoretisches Thema, sondern Praxis. (Bild: HPE)

„Während der Hyperkonvergenz-Ansatz mit virtualisierten Ressourcen ­arbeitet, können bei Composable Infrastructure auch Bare-Metal-Ressourcen, Container-Technologien und virtualisierte Anteile als einzelne oder frei kombinierbare Komponenten zur Verfügung gestellt werden. In der Praxis birgt das viele Vorteile, unter anderem in Bezug auf Schnelligkeit, Flexibilität und Kapazitätsauslastung“, erläutert der HPE-Manager. Anfang 2017 kam mit „HPE Synergy“ die erste Composable Infrastructure auf den Markt. HPE OneView ist in dem Zusammenhang die Steuerungskonsole zur Orchestrierung und ­Automatisierung. IDC hat im August 2018 den ersten Marketforecast zu „Composable Infrastructure“ veröffentlicht.

Ressourcen-Pool

Composable Infrastructure kann als Ressourcen-Pool verstanden werden, die physisch entweder beim HPE-Partner oder beim Endkunden steht. Der Vorteil laut Seibold: „Damit kann eine IT-Umgebung in Cloud-Manier abgebildet werden, um flexibel und automatisiert passgenaue ­Infrastruktur-Ressourcen für einzelne ­Anwendungen wie SAP, Analyse-Software, das Unternehmens-CRM oder was auch immer bereitzustellen“

ProLiant und Simplivity

Auch das Thema Raumfahrt kam auf der HPE Discover in Spanien nicht zu kurz.
Auch das Thema Raumfahrt kam auf der HPE Discover in Spanien nicht zu kurz. (Bild: HPE)

Zu den Ankündigungen auf der HPE Discover zählt, dass es „composability“ im Sinne dieser Infrastruktur künftig auch für ProLiant-Server-Umgebungen und für die ­hyperkonvergente Infrastruktur Simplivity geben wird, blickt der HPE-Manager ­zurück. Hier spielt auch das zweite zentrale Thema der Discover, Künstliche Intelligenz, rein: „Nach dem Zukauf von Nimble mit dem Produkt Infosight spielt das Thema KI bei HPE auch in diesem Zusammenhang [Ergänzung der Redaktion: Composable Infrastructure] eine zentrale Rolle.“ KI soll mit Auslastungsprognosen, der ­Vorausschau zu erwartender Leistungsengpässe und optimierter Wartung einen wichtigen Schritt in Richtung „autonomes Rechenzentrum“ gehen. HPE-Partner können mittels KI-Funktionen auf Erkenntnisse aus dem maschinellen Lernen aus allen anderen Installationen aus diesem Umfeld zugreifen, was die angesprochenen Prognosen mittel- und langfristig immer besser machen wird.

Technologie-Trend Edge Computing

Futuristische Gestalten waren als Eye-Catcher auf der HPE Discover unterwegs.
Futuristische Gestalten waren als Eye-Catcher auf der HPE Discover unterwegs. (Bild: HPE)

Die dritte wichtige Ankündigung betrifft das Segment „Intelligent Edge“: „Gegenwärtig entstehen rund 10 Prozent der Daten ­außerhalb der Rechenzentrums-Welt und zwar über Sensorik etwa in Fahrzeugen, in der Fertigung, auf Ölbohrplattformen et cetera.“ Bei HPE geht man davon aus, dass jene Marktforscher Recht haben, die postulieren, dass in rund drei Jahren bereits 75 ­Prozent der Daten „am Edge“ anfallen und auch direkt vor Ort verarbeitet werden, ­erläutert Seibold, der auch für IoT-Themen zuständig ist. Auch im Lichte dieser antizipierten Entwicklung spielt das Thema KI wieder eine wichtige Rolle, nämlich in Hinblick auf predictive Maintenance oder ­autonome Maschinensteuerung. Industrie 4.0 wird eine sensorenlastige Produktion sein, in der software-gesteuerte Vorhersagen und KI-Unterstützung mehr Effizienz „herauskitzeln“ wird.

OT und IT vereinen

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung entsteht ein wichtiger Markt, bei dem es darum geht, so genannte Operational Technology (OT) und herkömmliche IT zu verschmelzen. Informationstechnologie und industrielle Technologie versteht sich mitunter nicht gut. Die technologische Herausforderung liegt darin, mit Maschinendaten auf Edge-Infrastrukturen umzugehen – beispielsweise werden nach der (IT-)­Datenverarbeitung (OT-)Steuerungsimpulse an die Maschine zurückzugeben, an Industrieroboter, Förderbänder oder Fräsen. Die Krux hierbei liegt unter anderem darin, dass in der industriellen Fertigung mit anderen Übertragungsprotokollen und Bussystemen gearbeitet wird, etwa CAN-Bus, Modbus oder Profinet. „Unsere Edgeline-OT-Link-Plattform umfasst unter ­anderem Adapter für solche Bussysteme, die als physikalische Schnittstelle zwischen Industrie- und IT-Systemen dienen“, so ­Seibold.

Channel-Geschäft

Alle Lösungen in diesem Bereich sind auch im Rahmen von HPE Greenlake als Service mit verbrauchsabhängiger ­Abrechnung verfügbar; auch über den Channel. Dessen durchschnittlicher Anteil an den Umsätzen liegt weltweit bei ungefähr 70 Prozent, während er hierzulande höher liegt, was auf den hohen Anteil an Cloud-nahen Systemhäusern sowie MSPs zurückzuführen ist, die auf Nachfrageseite auf Mittelständler treffen.

Ulrich Seibold, VP Channel, Service Providers, Alliance Partner, OEM & IoT, Hewlett Packard Enterprise
Ulrich Seibold, VP Channel, Service Providers, Alliance Partner, OEM & IoT, Hewlett Packard Enterprise (Bild: Foto-Grafikatelier Gudrun de Maddalena0176-20658538)

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