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Kinder-Medien-Studie 2018

Tipps zur Handynutzung in der Familie

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Smartphones üben auf viele Kinder den gleichen magischen Reiz aus wie auf Erwachsene; umso wichtiger sind Regeln für den richtigen Umgang.
Smartphones üben auf viele Kinder den gleichen magischen Reiz aus wie auf Erwachsene; umso wichtiger sind Regeln für den richtigen Umgang. (Bild: Pixabay / CC0)

Smartphones üben auf viele Kinder den gleichen magischen Reiz aus wie auf Erwachsene. Umso wichtiger, dass Eltern Regeln für die Nutzung in der Familie finden. Das Handy einzukassieren, ist aber keine Lösung.

Ist das noch süß, wenn sich der Dreijährige versiert durchs Smartphone-Menü wischt und tippt - oder ist es eher beängstigend? Tatsache ist: Das Handy steht bei Kindern oft ganz oben auf der Wunschliste. 41 Prozent der 4- bis 13-Jährigen möchten ein solches Gerät besitzen, wie die repräsentative Kinder-Medienstudie zeigt. Dafür wurden mehr als 3.000 Interviews sowohl mit Eltern als auch mit Kindern geführt. In Auftrag gegeben wurde die Studie von sechs Verlagen, unter anderem vom Egmont Ehapa Verlag. Doch wie können Familien am besten den Umgang mit dem Smartphone regeln? Drei Tipps dazu von Buchautor Thomas Feibel:

  • Kindern die Nutzungsdauer bewusst machen: Auch Eltern kennen es gut, wie es ist, nur mal schnell die neuesten Bilder bei Instagram ansehen oder die letzten Facebook-Posts lesen zu wollen - und zack, ist eine Stunde rum. Da Kinder permanent online sind, sobald sie ein Smartphone haben, lohnt sich folgendes Experiment: einfach mal die Zeit stoppen, die Kinder fürs Lernen brauchen. Einmal mit und einmal ohne Smartphone, rät Feibel. Ohne Handy wird es vermutlich schneller gehen. Da die meisten Kinder nicht freiwillig mehr Zeit mit dem Lernen verbringen wollen, haben Eltern damit ein gutes Argument an der Hand: Das Smartphone kann ein ganz schöner Zeitfresser sein.
  • Signale ausschalten: Eltern können zusammen mit den Kindern überlegen, welche Benachrichtigungen sich auf dem Smartphone deaktivieren lassen. Auch entlastet es, wenn im Sperrbildschirm keine Nachrichten angezeigt werden. Jedes „Pling“ weckt das Aufmerksamkeitssystem, gleichzeitig wird die Erwartung geschürt, dass etwas Lustiges oder Tolles passiert. Daran gewöhnt sich das Gehirn und führt in eine Suchtschleife.
  • Handyverbot vermeiden: Das Handy zu verbieten erscheint verlockend, sollte aber die letzte mögliche Lösung sein. Denn das Smartphone einfach einzukassieren zeigt Kindern: „Ich habe Macht und du bist machtlos“. Einen konstruktiven Austausch ermöglicht das nicht. Besser sind Abmachungen, zu welchen Zeiten alle das Handy in der Familie weglegen sollten - zum Beispiel beim Essen, beim Schlafen oder an einem festgelegten Tag des Wochenendes. Erst, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden, kann das Telefon auch mal für einen Tag weg sein.

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