Kühlung, Steuerung und Virtualisierung Tipps zur Effizienzsteigerung des Serverraums

Redakteur: Wilfried Platten

Die Hersteller tun einiges, um die Effizienz ihrer Server-Modelle zu steigern: sparsame Prozessoren, intelligente Lüfter, optimierte Luftzirkulation, verbessertes Energiemanagement. Aber auch die Umgebung, in der sie Dienst tun, kann viel zur Senkung des Stromverbrauchs beitragen.

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Arktische Temperaturen sind im Serverraum nicht notwendig.
Arktische Temperaturen sind im Serverraum nicht notwendig.
(Bild: Wladimir Wetzel - Fotolia.com)

Die Planung, Gestaltung und Pflege des Serverraums bieten eine Menge Sparoptionen. Drei Tipps dazu von Paul Stennett, Product Specialist bei CableOrganizer.

1. Effiziente Kühlung

Die Art der Kühlung ist für die Höhe der Energiekosten des Serverraums extrem wichtig. Eine der am weitesten verbreiteten Ursachen für Überhitzung, Ausfallzeiten, verringerte Lebensdauer der Komponenten und Steigerung der Arbeitszeiten und -kosten ist eine schlechte Kabelführung. Die sachgemäße Installation der Kabel hält die Luftströmung frei, erhöht die Sichtbarkeit, bietet Zugentlastung und macht das Austauschen von Geräten zum Kinderspiel. Dieser häufig ignorierte Aspekt der Netzwerk-Installation kann über das Gelingen oder Scheitern der Installation entscheiden.

Viele Installateure machen den Fehler, Schränke mit wärmeintensiven Servern voll zu packen, während andere Schränke mit passiven Komponenten gefüllt werden. Das ist keine gute Idee! Ohne sinnvollen Wärmeausgleich kann es zu Hotspots im Serverraum kommen, wodurch ein Teil des Kühlsystems extrem hart beansprucht wird. Dies verursacht natürlich einen stark erhöhten Energieverbrauch zur Kühlung dieses Bereichs (ganz zu schweigen von einer kürzeren Lebensdauer aller mitwirkenden Komponenten!).

Serverschränke sind die große Staubmagneten. Die dadurch entstehenden Ablagerungen können die Lüfter verstopfen, die Belüftung der Geräte blockieren und eine Überhitzung zur Folge haben. Eine gründliche Reinigung des Serverraums in regelmäßigen Abständen erspart die unangenehmen Konsequenzen. Zudem sollte sichergestellt sein, dass die Türen zum Serverraum abgedichtet sind, um das Eindringen von Staub zu verhindern und die allgemeine Kühlleistung zu verbessern.

2. Intelligente Steuerung

Da Wärme nur von laufenden Geräten erzeugt wird, kann man viel Geld sparen, wenn man sie ausschaltet, wenn sie nicht mehr aktiv sind. Das kann sehr schwierig sein, wenn man nicht im Gebäude ist. Für Unternehmen, die keinen 24/7-Betrieb benötigen, bieten Power Distribution Units (PDU) die Möglichkeit zum sicheren Herunterfahren definierter Maschinen zu bestimmten Zeiten. Die modernsten Modelle bieten volle Programmierbarkeit über jede einzelne Steckdose. Diese PDUs können für die einfache und vollständige Kontrolle über der Energieverhältnisse vollständig softwaregesteuert im System integriert sein. Durch die so eingesparte Energie amortisiert sich eine PDU in wenigen Jahren.

3. Kostengünstige Alternativen

Viele IT-Installateure entscheiden sich bei der Auswahl der Ausstattung für Spitzenmarken, sogenannte A-Brands. Obwohl diese Strategie sehr wahrscheinlich die benötigte Leistung bietet, kann die gleiche Leistung und Zuverlässigkeit in vielen Fällen auch durch kostengünstigere B-Brands erreicht werden.

Ein häufig gemachter Fehler ist die Überdimensionierung. Ein Kleinbetrieb mit einer Handvoll Mitarbeiter benötigt keinen großen Serverraum voller hochwertigster Server. Obwohl es durchaus vorteilhaft ist, für Wachstum gerüstet zu sein, reicht es, eine geringe Reserve „für alle Fälle“ vorzuhalten. Zu viel des Guten kann auch schlecht sein!

Ein idealer Weg die Ressourcen optimal zu nutzen, ist die Virtualisierung der Server. Moderne Mehrkern-Prozessoren sind dafür bestens geeignet. Aus einem physischen Server mit Dual-Core-Prozessor werden so zwei oder mehr virtuelle Server, die für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung stehen. Der Kauf zusätzlicher Server wird damit überflüssig.

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