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Good-Morning-Editorial vom 03.07.2017 Tierische Realsatire

| Autor: Wilfried Platten

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Ob Katzen rein oder raus wollen, wissen sie manchmal selbst nicht.
Ob Katzen rein oder raus wollen, wissen sie manchmal selbst nicht.
(Bild: © Astrid Gast - stock.adobe.com)

Hanns-Dieter Hüsch hat einmal gesagt: „Sie müssen nicht ins Kabarett gehen, Sie können direkt ins Foyer gehen.“ Er meinte damit: Nichts ist so satirisch wir die Wirklichkeit. Und er hatte ja sooo Recht. Da schneit mir beispielsweise folgende Pressemitteilung ins volle Postfach: „Die weltweit erste App-gesteuerte Haustierklappe“. Darin jubelt ein gewisser Jon Bowen, Tierarzt und Verhaltensspezialist am Londoner Royal Veterinary College: „Die Mikrochip Haustierklappe Connect stellt einen Wendepunkt in der traditionellen Tierhaltung dar und wird sich als grundlegender Bestandteil der Pflege eines glücklichen, gesunden Haustiers etablieren.“

Da fragt man sich doch sofort, wie es über Jahrtausende hinweg überhaupt zur erfolgreichen Entwicklung einer innigen Beziehung von Mensch und Tier kommen konnte: Glück, Zufall, göttliche Fügung? Aber Gott sei Dank haben wir jetzt die App. Die alles entscheidende Frage aber bleibt: „Ist das nicht Diskriminierung?“ Wann kommt endlich die Hunde-App? Und was ist mit Stallhasen, Schlangen oder Kanarienvögeln? Manche sollen sogar Hausschweine im Badezimmer halten. Auch die brauchen ja mal Auslauf. Ich fordere gleiches Recht für alle, oder?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS