Nvidia Geforce GTX 1080 Ti Ti statt Titan: High-Performance wird günstiger

Autor: Klaus Länger

Wem bisher die Leistung einer Geforce GTX 1080 nicht ausreichte, der musste zur sündteuren Titan X greifen. Mit der neuen Geforce GTX 1080 Ti bekommt man deren Leistung für deutlich weniger Geld.

Firmen zum Thema

Turbo für die Nvidia Geforce 1080: Die Ti-Version der Pascal-Grafikkarte soll noch einmal um 35 Prozent schneller sein.
Turbo für die Nvidia Geforce 1080: Die Ti-Version der Pascal-Grafikkarte soll noch einmal um 35 Prozent schneller sein.
(Bild: Nvidia)

Die schnellste Gaming-Grafikkarte von Nvidia hieß bisher Titan X und kostet satte 1.300 Euro. Nun hat Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang auf der Games Developer Conference (GDC) in San Francisco die Geforce GTX 1080 Ti präsentiert. Die Karte basiert auf demselben GP102-Grafikchip mit 3.584 Cuda-Cores wie die Titan X. Allerdings sind hier statt zwölf nur elf Speichercontroller aktiv. Damit verfügt die Karte auch nur über eine 352-Bit-Speicherschnittstelle mit 11 GB Grafikspeicher statt 384 Bit und 12 GB wie auf der Titan X. Dafür arbeiten die von Micron hergestellten GDDR5X-Chips auf der Ti mit einer höheren Taktfrequenz, die in einer Speicherbandbreite von 11 GBit/s resultieren sollen. Das sind 1 GBit/s mehr als bei der Titan X. Auch der GPU Takt liegt bei der Ti mit maximal 1,6 statt 1,53 GHz bei Turbo-Boost etwas höher. Trotzdem soll die Geforce GTX 1080 Ti als Founders Edition vergleichsweise moderate 819 Euro kosten, etwa 30 Euro mehr als eine GTX 1080, die damit wohl bald im Preis fallen dürfte. Die Titan X ist bereits weitgehend vom Markt verschwunden. Offenbar kann TSMC genügend der in einem 16-Nanometer-FinFET-Prozess hergestellten GP102-Chips herstellen, um eine höhere Nachfrage zu decken. Noch im März sollen neben der Referenzkarte von Nvidia auch die Karten von Partnern wie Asus, Colorful, EVGA, Gainward, Galaxy, Gigabyte, Innovision 3D, MSI, Palit, PNY und Zotac auf den Markt kommen. Sie bringen eigene Cooling-Lösungen und teilweise auch Platinen-Designs oder Übertaktungsoptionen.

Gameworks DX12

Parallel zu der neuen Grafikkarte hat Nvidia auch die Verfügbarkeit von Gameworks DX12 bekanntgegeben. Diese Ressourcensammlung für Spiele-Entwickler soll den Realismusgrad von Spielen, die auf Microsofts DirectX12-API basieren, erhöhen gleichzeitig deren Produktzyklus verkürzen. Zu den Bestandteilen der Sammlung gehört mit VRWorks auch eine eigene Tool-Sammlung für die Virtual-Reality-Programmierung.

Bildergalerie

(ID:44555233)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur