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Intel öffnet Thunderbolt-Protokoll Thunderbolt hilft USB auf die Sprünge

Autor: Klaus Länger

Intel wird die Protokollspezifikation von Thunderbolt 3 an das Standardisierungsgremium USB-IF übergeben. Es kann damit zur Grundlage des kommenden USB-4-Standards werden. Zudem fallen für Thunderbolt 3 kompatible Chips keine Lizenzgebühren an.

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Aus Thunderbolt 3 wird die Grundlage für die kommende USB-Version 4 mit bis zu 40 GBit/s. Als Zwischenschritt kommt aber erst einmal USB 3.2 mit bis zu 20 GBit/s als Weiterentwicklung des bisherigen USB-Protokolls.
Aus Thunderbolt 3 wird die Grundlage für die kommende USB-Version 4 mit bis zu 40 GBit/s. Als Zwischenschritt kommt aber erst einmal USB 3.2 mit bis zu 20 GBit/s als Weiterentwicklung des bisherigen USB-Protokolls.
(Bild: Intel)

Gerade erst hat das USB Implementers Forum (USB-IF) ein neues Namensschema für USB und mit USB 3.2 Gen 2x2 einen neuen Standard angekündigt, der 20 GBit/s über USB-C ermöglichen soll, da folgt schon mit USB 4 die Ankündigung einer noch schnelleren Schnittstelle mit 40 GBit/s. Dieser Sprung wird möglich, da Intel die bisher proprietären Protokollspezifikation von Thunderbolt an das USB-IF übergibt. Sie können als Basis für den USB-4-Standard dienen, der dann kompatibel zu Thunderbolt 3, zu USB 3.2 und zu USB 2.0 sein wird. Passende Controller, sei es als eigene Chips oder als Bestandteil von Chipsätzen oder SoCs, können dann ohne die Zahlung von Lizenzgebühren hergestellt werden. Bei Thunderbolt-3-Chips hält Intel allerdings die Hand auf.

Ein Vorteil von Thunderbolt 3 ist neben der größeren Geschwindigkeit das unkompliziertere Docking.
Ein Vorteil von Thunderbolt 3 ist neben der größeren Geschwindigkeit das unkompliziertere Docking.
(Bild: Intel)

Veröffentlichung Mitte 2019

Laut einer Mitteilung der USB Promoter Group in der USB-IF – sie besteht aus Apple, HP, Intel, Microsoft, Renesas, ST Microelectronics und Texas Instruments – sind mehr als 50 Unternehmen an der Finalisierung des Entwurfs der USB-4-Spezifikation beteiligt. Sie soll Mitte des Jahres veröffentlicht werden. Parallel dazu wird es Ergänzungen der Spezifikationen für USB-C geben. Intel will bei den kommenden 10-Nanometer-Prozessoren der Ice-Lake-Serie Thunderbolt 3 im Chipsatz integrieren.

Der kommende USB-4-Standard wird auch die Möglichkeit bieten, potenzielle Angriffe auf den Arbeitsspeicher über DMA zu unterbinden, die laut Sicherheitsforschern bei Rechnern mit Thunderbolt-Schnittstelle möglich sein sollen. Dabei werden präparierte USB-C-Peripheriegeräte verwendet. Betroffen seien Geräte mit Windows, MacOS und Linux.

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