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Flexibel, mobil und stationär Thinkpad Yoga P40 & Co.: Workstations von Lenovo

Autor: Klaus Länger

Lenovo erweitert das Workstation-Programm: Neben dem 2-in-1-Gerät Thinkpad P40 Yoga bringen die Chinesen das flache und mobile 15,6-Zoll-Modell Thinkpad P50s. Die Desktop-Workstations der Thinkstation-P310-Familie werden die P300-Modelle ablösen.

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Das Thinkpad P40 Yoga ist eine mobile Workstation mit Nvidia Quadro M500M im 2-in-1-Gewand. Zusätzlich bringt Lenovo noch das P50 im Notebook-Format und die Desktop-Workstations der P310-Familie.
Das Thinkpad P40 Yoga ist eine mobile Workstation mit Nvidia Quadro M500M im 2-in-1-Gewand. Zusätzlich bringt Lenovo noch das P50 im Notebook-Format und die Desktop-Workstations der P310-Familie.
(Bild: Lenovo)

Nun verpasst Lenovo sogar einer Workstation einen Yoga-Kurs: Das Thinkpad P40 Yoga mit Core-i7-Prozessor und Nvidia-Quadro-GPU ist die erste mobile Workstation mit 360-Grad-Scharnieren für das Display und damit 2-in-1-Funktionalität. Genaugenommen ist das P40 Yoga sogar ein 4-in-1-Gerät, da es außer als Notebook oder als Tablet auch noch in einem Stand- und einem Tent-Modus genutzt werden kann. Diese Modi eignen sich vor allem für Präsentationen, Videos und bei beengten Platzverhältnissen. Im Gegensatz zu den Consumer-Yogas fährt beim Thinkpad-Yoga der Keyboard-Rahmen, der die einzelnen Tasten umschließt, nach oben, wenn das Display um mehr als 180 Grad umgeklappt wird. Diese Funktion, die Lenovo schon Ende 2013 beim ursprünglichen 12,5-Zoll-Thinkpad-Yoga eingeführt hat, soll die bei Tablet- und Stand-Modus unten liegende Tastatur schützen.

Eine weitere Besonderheit der Yoga-Workstation ist der im Display integrierte Wacom-Digitizer. Der Wacom-Pen erkennt 2.048 unterschiedliche Druckstufen sowie austauschbare Spitzen und soll so bei Zeichnung, Retusche oder Konstruktion besonders präzise arbeiten, da Lenovo und Wacom einen speziellen Treiber entwickelt hat, der ein „Stift-auf-Papier-Gefühl“ liefern soll. Als Zubehör gibt es noch einen Thinkpad Pen Pro auf Wacom-Basis mit zusätzlicher Batterie, der eine höhere Präzision und mehr Komfort beim Zeichnen bieten soll.

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Leistungsfähige Hardware

Als Prozessor wird in dem flachen 14-Zöller nach Angabe Lenovos ein Intel Core i7 der sechsten Generation zum Einsatz kommen. Ob hier nur Dual- oder auch Quad-Core-Modelle zur Wahl stehen, hat der Hersteller noch nicht verraten. Fest stehen dagegen die maximal 16 GB RAM und die Möglichkeit M.2-SSDs mit NVMe-Schnittstelle zu nutzen. Zur Akkulaufzeit gibt es noch keine Angaben.

Eine zentrale Komponente für eine mobile Workstation ist die Grafikkarte: Beim P40 Yoga ist das eine Nvidia Quadro M500M GPU mit zwei GB Grafikspeicher. Sie füttert ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten.

Das Thinkpad P40 Yoga soll Anfang Februar auf dem Markt kommen, der Preis soll bei 1.470 Euro (UVP) beginnen.

Thinkpad P50s: Flach und mit 3K-Display

Die zweite mobile Workstation, die im Februar auf den Markt kommen soll, ist das Thinkpad P50s. Es ist ein klassisches Notebook ohne Convertible-Funktion. Mit seinem 15,6-Zoll-Display ist es zwar größer als das P40 Yoga, soll für seine Klasse aber laut Lenovo sehr flach sein. Außer der 3K-Auflösung für das IPS-Display und einer Akkulaufzeit von bis zu 17 Stunden durch die Verwendung der Lenovo-Power-Bridge-Technologie hat Lenovo keine Angaben zur Hardware gemacht. Es ist aber davon auszugehen, dass Lenovo eine ähnliche Plattform wie beim P40 verwendet. Das Thinkpad P50s soll ab etwa 1.600 Euro (UVP) kosten.

Thinkstation P310: Nun mit Skylake-Xeon

Für Anwender, die keine Mobilität bei einer Workstation benötigen, bringt Lenovo bereits im Januar die Thinkstation P310 auf den Markt. Die Workstation der Einstiegsklasse löst die P300 ab. Das neue Modell basiert auf dem Intel Xeon E3-1200v5. Im Gegensatz zu den eng verwandten Core-Prozessoren für Desktop-PCs unterstützen die Sockel-1151-Xeons auch ECC-Speicher. Das Mainboard in den Thinkstation-P310-Modellen kann bis zu 64 GB DDR4-Speicher aufnehmen, doppelt so viel wie der Vorgänger. Neu ist auch die Unterstützung von Flex-Laufwerken mir M.2-NVM2-SSDs von Samsung. Lenovo bietet die Thinkstation P310 im Mini-Tower- und SFF-Format an, als Startpreis werden etwa 890 Euro (UVP) aufgerufen.

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