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Verivox Geldverschwendungsreport 2018

Teure Verträge kosten 48 Milliarden Euro

| Redakteur: Margrit Lingner

48 Milliarden Euro versickern laut Verivox in deutschen Haushalten in zu teuren Verträgen.
48 Milliarden Euro versickern laut Verivox in deutschen Haushalten in zu teuren Verträgen. (Bild: Pixabay / CC0)

48 Milliarden Euro versickern in deutschen Haushalten in zu teuren Verträgen. Das zeigt der Geldverschwendungsreport 2018 von Verivox. Die Tarifexperten haben auf Basis eigener und externer Marktdaten für acht verschiedene Verträge rund um den Haushalt nachgerechnet, wie hoch das theoretische Sparpotenzial der Verbraucher in Deutschland ist.

In ihrem jüngsten Geldverschwendungsreport zeigen die Tarifexperten von Verivox auf, dass durch alte, zu teure Verträge in deutschen Privathaushalten 48 Milliarden Euro verschwendet werden. Laut Verivox ist das mehr als der Staat 2017 durch die Energiesteuer auf Benzin, Diesel, Heizöl, Kohle und Gas eingenommen hat.

Durch zu teure Verträge verlieren deutsche Haushalte 48 Milliarden Euro.
Durch zu teure Verträge verlieren deutsche Haushalte 48 Milliarden Euro. (Bild: Verivox)

Einsparpotenzial gibt es demnach bei Handyverträgen und bei Strom und Gas. Sparen lässt sich laut Verivox aber auch etwa bei Kfz-Versicherungen und Krediten.

18 Milliarden Euro sparen mit Handyverträgen

Laut Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) haben knapp zwei Drittel der Mobilfunkkunden ihren Vertrag bei einem der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone oder Telefonica O2. Würden sie zu günstigeren Discount-Anbietern wechseln, könnten sie im Schnitt über 220 Euro pro Jahr sparen. Die gesamte rechnerische Ersparnis beträgt damit laut Verivox über 18 Milliarden Euro.

Die Tarifexperten machen aber auch darauf aufmerksam, dass selbst dort, wo sich Verbraucher kümmern und neue Verträge abschließen, Fallen lauern. So schließen viele Kunden Verträge mit Smartphone ab und lassen den Vertrag nach der Mindestlaufzeit weiterlaufen. Sie zahlen dann bis zu 15 Euro im Monat zusätzlich für ein Gerät, das längst abbezahlt ist – ein Fass ohne Boden.

Strom und Gas: 12,1 Milliarden Euro zu viel

Laut Bundesnetzagentur werden noch gut zwei Drittel aller Haushalte in Deutschland von ihrem lokalen Grundversorger mit Strom und Gas beliefert. Dieser ist in der Regel aber teurer als alternative Anbieter. Würden alle Haushalte in Deutschland zu einem günstigen Anbieter wechseln, summiert sich die mögliche Ersparnis bei Strom- und Gasverträgen auf insgesamt 12,1 Milliarden Euro im Jahr.

6 Milliarden Euro Sparpotenzial liegen auf der Straße

Günstige Kfz-Versicherungen kosten rund ein Drittel weniger als Tarife aus dem mittleren Preissegment. Das zeigt der Kfz-Versicherungsindex, den Verivox zusammen mit Professor Wolfgang Bischof von der Hochschule Rosenheim erstellt. Würden alle Autofahrer wechseln, dann könnten sie 6 Milliarden Euro sparen.

Kreditnehmer verschwenden 5,5 Milliarden

Wie aus den Zahlen der Bundesbank hervorgeht, haben Verbraucher 2017 Ratenkredite für 103 Milliarden Euro aufgenommen. 5,5 Milliarden Euro Zinsen zahlen sie dafür zu viel, denn der Zinsunterschied zwischen günstigen Banken und dem Marktdurchschnitt beträgt stattliche 35 Prozent.

Wer spart, muss nicht verzichten

Die Tarifexperten von Verivox weisen darauf hin, dass wer Geld spart, nicht auf gute Leistungen verzichten muss. Sie machen darauf aufmerksam, dass es in vielen Bereichen Tarife gibt, die sowohl günstige Preise als auch alle wichtigen Leistungsstandards bieten.

So sei zum Beispiel ein Anbieterwechsel beim Handy problemlos möglich. Unter anderem ist die Übertragung der Rufnummer auf einen neuen Telekommunikationsanbieter gesetzlich geregelt. Und bei neuen Stromversorgern muss niemand befürchten, plötzlich ohne Strom zu bleiben. Im Notfall springt immer der Grundversorger ein.

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