Mobiles Surfen unter idealen Bedingungen mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde Telekom startet erstes LTE-Netz in einer Großstadt

Redakteur: Sarah Gandorfer

Köln kann als erste Großstadt mit Long Term Evolution (LTE) in Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Hundert weitere Großstädte sollen laut Deutscher Telekom demnächst folgen. LTE-Handys gibt es allerdings keine.

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Rund ein Jahr nach der Versteigerung nimmt die Deutsche Telekom das erste LTE-Hochgeschwindigkeitsnetz in einer deutschen Großstadt in Betrieb. Nach Köln sollen über 100 weitere deutsche Städte mit dem Mobilfunk der nächsten Generation versorgt werden.

Parallel zum Ausbau in Köln startet bereits diesen Monat eine umfassende LTE-Testphase mit ausgewählten Geschäftskunden in München, Frankfurt und Münster. Ab Herbst 2011 sollen weitere Großstädte gänzlich angeschlossen werden.

In Köln haben rund 80 Telekom-Mitarbeiter in rund 5.000 Arbeitsstunden die Technik installiert. Neben 100 LTE-Stationen hat der TK-Anbieter in den vergangenen Monaten rund 120 Kilometer Glasfaserkabel im Kölner Stadtgebiet verlegt, um die Basisstationen mit der Übertragungstechnik zu verbinden. Das Investitionsvolumen betrug knapp fünf Millionen Euro und macht Köln nun beim mobilen Surfen mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur schnellsten Stadt der Bundesrepublik.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wann die ersten LTE-fähigen Mobilfunktelefone auf den Markt kommen sollen.

Keine LTE-Handys auf dem Markt

Um das Angebot der Telekom zu nutzen, brauchen die User einen so genannten „Speedstick LTE“. Das ist ein Endgerät, welches speziell für die mobile Nutzung ausgelegt ist. Der Stick unterstützt neben der LTE-Technologie auch die bestehenden Netze und kann somit bundesweit auch in GSM/EDGE (2G) sowie UMTS/HSPA (3G) genutzt werden.

Derzeit sind außer USB-Sticks nur LTE-Router auf dem Markt. LTE-fähige Mobilfunktelefone gibt es noch nicht. Experten erwarten jedoch, dass entsprechende Geräte im September auf der IFA vorgestellt werden. Der Verkaufsstart wäre dann das erste Quartal 2012.

LTE im ländlichen Gebieten

Mit dem Kauf der LTE-Lizenzen haben sich die Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefónica verpflichtet, den Ausbau in den ländlichen, mit Breitband-Internet unterversorgten Regionen, auszubauen. Damit lassen sich die ausgegebenen vier Milliarden Euro für die Frequenzpakete allerdings nicht zurückverdienen. Der Schritt in die Ballungsräume ist deshalb wichtig, denn dort können die Provider die Datentarife an einen großen Kundenkreis verkaufen.

Während die Telekom in Köln LTE anbietet, macht Vodafone bereits in Berlin erste Versuche mit dieser Technik und will dort ebenfalls dieses Jahr entsprechende Tarife anbieten.

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