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IT-Security

BYOD, Sicherheitsrisiken und die Sorglosigkeit der Anwender

Telefonica: Studie zur Lage der IT-Security

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Andreas Bergler / Dr. Andreas Bergler

Die Lage der IT-Security ist laut Telefonica-Studie geprägt von der Unwissenheit der Anwender.
Die Lage der IT-Security ist laut Telefonica-Studie geprägt von der Unwissenheit der Anwender. (Anatoly Maslennikov - Fotolia)

Jedes fünfte Unternehmen hat bereits sensible Daten verloren. Ebenso viele hatten bereits einen Schaden durch Malware. Fazit einer Studie von Telefonica: Für die IT-Security-Branche gibt es noch viel zu tun.

Zusammen mit der Aris Umfrageforschung hat Telefonica eine Studie zur IT-Security in Unternehmen herausgegeben. Befragt wurden 500 Unternehmen quer durch alle Branchen mit einer Größe ab 100 Mitarbeitern, dem Sitz in Deutschland und mindestens fünf Millionen Euro Umsatz. Demzufolge hatten bereits 20 Prozent aller Unternehmen den Verlust sensibler Daten wie Firmeninterna oder Kundendaten zu beklagen. Der Prozentsatz der Schäden durch Malware ist ebenso hoch.

BYOD

Gründe für den Datenverlust sehen die Autoren in der Beliebtheit des BYOD-Trends (Bring your own Device), im unzureichenden Schutz für die Endgeräte und in der laxen Handhabung der Schutzfunktionen durch die Anwender. Ebenso signifikant wie erschreckend: Etwa ein Drittel der Unternehmen schützt die privaten Endgeräte schlechter oder auch gar nicht im Vergleich zu stationären Rechnern.

Praktisch ebenso viele IT-Verantwortlichen wissen der Studie zufolge auch gar nicht, oder nur kaum, was die Mitarbeiter mit den Business-Handys oder ihren privaten Geräten im Job überhaupt machen. So werde munter gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen – 35 Prozent der Unternehmen gaben das an – obwohl rund 85 der Unternehmen einen Datenschutzbeauftragen haben.

Viren

Der Schlendrian kann aber noch gesteigert werden: 75 Prozent der Befragten nutzen laut Aris keine Virenschutzsoftware mit regelmäßigen Updates. Und 60 Prozent der Mitarbeiter schalten drahtlose Schnittstellen wie Bluetooth, WLAN oder Infrarot nie aus. Marc Irmisch Vice President Small & Medium Enterprises and SoHo bei Telefonica Germany, warnt zudem vor der Nutzung öffentlicher WLANs, die von 80 Prozent der Befragten benutzt werden: „Öffentliche Hotspots mögen bequem sein, stellen aber ein großes Sicherheitsrisiko dar. Ihre Funkverbindung kann abgehört werden, fremde Nutzer können unbefugt und unbemerkt auf das Gerät zugreifen. So können Fremde an vertrauliche Daten, zum Beispiel Kreditkartendaten und Kundendaten, kommen.“

Sie könnten dies nicht, wenn zumindest sensible Daten auf dem mobilen Endgerät verschlüsselt wären. Aber hier besteht wohl noch der größte Aufholbedarf. So nutzen über 80 Prozent der Mitarbeiter die Erfindung der Verschlüsselung einfach nicht. Über die Hälfte weiß laut der Umfrage auch gar nicht, wie man etwa eine E-Mail verschlüsselt. □

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