Cloud-Migration „Technical Debt“ überwinden

Autor / Redakteur: Sean Whalen* / Dr. Jürgen Ehneß

Taucht eine neue Technologie am Markt auf, hat ein Unternehmen zwei Möglichkeiten: sie einzusetzen oder nicht. Der bequemere Weg ist, weiterhin auf Bewährtes zu setzen – und sich damit noch weiter von der neuen Technologie zu entfernen.

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Für Gamer ein Dilemma: schwache Newcomer aufrüsten – oder abwarten? Unternehmen stehen bei neuen Technologien vor einer ähnlichen Grundsatzentscheidung.
Für Gamer ein Dilemma: schwache Newcomer aufrüsten – oder abwarten? Unternehmen stehen bei neuen Technologien vor einer ähnlichen Grundsatzentscheidung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Vor 25 Jahren stand jedes Kind, das Pokémon spielte, vor einem echten Dilemma. Gegen Mitte des Playthroughs erhält der Spieler ein „Water Pokémon“ mit Namen Lapras. Dieses Pokémon ist eine Kombination aus toller Typisierung, aufwendigem Moveset und erstklassigen Statistiken: quasi maßgeschneidert, um die finalen Bosse des Spiels zu vernichten!

Darüber hinaus ist dieses Pokémon allerdings für diesen Zeitpunkt im Spielfluss auch massiv underleveled. Das Dilemma: Erhöht man das Niveau des schwachen Newcomers, obwohl das recht schwierig ist und auch einen Sidetrack beinhaltet, oder konzentriert man sich darauf, was sich in der Spielfolge bislang bewährt hat? Entscheidet man sich für das Bewährte, sieht man zwar unmittelbar insgesamt einfacher zu erreichende Ergebnisse, was aber auch bedeutet, dass man später entweder eine noch komplexere Training-Session einbauen muss oder aber die spielentscheidende Fähigkeit letztlich komplett verpasst.

Double-Down, oder auf das große Ziel im Spiel setzen?

Diese Situation umreißt als Analogie das, was die IT-Branche als „Technical Debt“ bezeichnet. Eine neue Technologie kommt mit einem immensen Potential daher, um die Zukunft von Unternehmen unmittelbar einfacher zu gestalten. Aber ein Mix aus Gründen macht es nötig, diese Technologie hochzuskalieren, was Ressourcen (Zeit, Fortbildung, Geld) bindet.

Die einfache Option ist, die neue Technologie einfach nicht zu nutzen und dabei zu bleiben, was im Moment funktioniert. Aber jedes Mal, wenn dieser Weg eingeschlagen wird, entfernt sich ein Unternehmen doppelt von der neuen Technologie, während die Konkurrenz sich vielleicht bereits in dem neuen Bereich etabliert. Oder, um in der Pokémon-Analogie zu bleiben: beim ersten Playthrough entscheiden sich unerfahrene Spieler oft dafür, Lapras einfach im Computer zu belassen. Erfahrene Spieler hingegen beginnen sofort damit, Lapras zu trainieren, weil sie wissen, dass der langfristige Nutzen die kurzfristigen Kosten bei Weitem ausgleicht.

Cloud ist das Lapras der IT. Sie bietet die Performance und alle Spielzüge, die ein Unternehmen braucht, um sich für die Zukunft zu positionieren. Wenn ein Unternehmen jedoch die Reise in die Cloud noch gar nicht angetreten hat, könnte die Cloud im Vergleich zum bestehenden On-Premises-Set-up relativ unter Niveau erscheinen. Das Angehen dieses Problems vor dem Hintergrund des geringstmöglichen Risikos sowie der schnellsten Time-to-Value Strategie ist eine der wichtigsten Prioritäten auf der To-do-Liste jeder IT-Führungskraft und führt zu einem explosionsartigen Wachstum der Cloud-Migration quer durch alle Branchen.

Schnell in der Cloud einsatzbereit sein

Marktführende Storage-Lösungen unterstützen Kunden dabei, die Herausforderungen der Cloud-Migration zu meistern, indem sie Unternehmen davor bewahren, noch mehr Technical Debt anzuhäufen sowie weiter hinter die Cloud-native Konkurrenz zurückzufallen. Qumulo beispielsweise bietet eine flexible Dateidaten-Management-Plattform, bei welcher der Umfang unstrukturierter Daten frei gewählt werden kann. In einer internen Umfrage bewerteten 70 Prozent der Qumulo-Kunden das Cloud-freundliche Feature-Set als Grund, warum sie sich für diese Lösung entschieden haben, wenn es um unternehmenskritische, unstrukturierte Daten geht. Wenn man die Cloud als die Technologie der Zukunft betrachtet, kann man diesen Wert auch so lesen, dass 70 Prozent der Qumulo-Kunden auf diesem Weg Technical Debt in der Cloud reduzieren.

Technical Debt ist allgegenwärtig und ein Problem, insbesondere wenn es um die Cloud-Migration geht. Unternehmen, die sich in diesem Jahr (und für den Rest des Jahrzehnts) dem Konkurrenzkampf in der Cloud stellen wollen, sollten aus diesem Grund ihre Geheimwaffe nicht in ihrem Poké Ball belassen, sondern vielmehr unmittelbar mit dem Training ihrer Cloud beginnen!

*Der Autor: Sean Whalen, Senior Cloud Product Manager, Qumulo

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