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Vertrag mit Dedrone

Tech Data widmet sich der Abwehr von Drohnen

| Autor: Michael Hase

Drohnen werden zunehmend für kriminelle Handlungen missbraucht.
Drohnen werden zunehmend für kriminelle Handlungen missbraucht. (Bild: Pixabay)

Der Distributor Tech Data vertreibt die „DroneTracker“-Systeme von Dedrone, mit denen sich Angriffe durch unbemannte Flugobjekte abwehren lassen. Das Kasseler Startup sieht sich in diesem Segment als Technologieführer.

Drohnen sind nützliche Hilfsmittel. Die Flugobjekte lassen sich aber auch für kriminelle Zwecke missbrauchen. Deshalb hat der Münchner Distributor Tech Data Advanced Solutions sein Security-Portfolio um den Hersteller Dedrone erweitert. Das Startup aus Kassel bietet die DroneTracker-Plattform an, mit der Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ihren Luftraum überwachen können, um sich vor Angriffen oder Spionage durch Drohnen zu schützen.

DroneTracker arbeitet mit Sensoren und basiert auf einer selbstlernenden Software, die Drohnen erkennen und klassifizieren kann. Dabei warnt das System in Echtzeit vor verdächtigen Flugobjekten. Außerdem lassen sich Gegenmaßnahmen wie Sirenen, das Schließen von Rollläden oder Störsender automatisch aktivieren. Tech Data vertreibt das System ab sofort an den IT-Fachhandel. In ihrem ersten Dedrone-Projekt werden Partner durch den Distributor bei der Installation begleitet.

Bestandteil der Security

Die Anzahl der Drohnenangriffe auf Großveranstaltungen, Gebäude und Produktionsstätten nehme zu, verweist Ralf Stadler, Director Security & Mobility bei Tech Data AS, auf aktuelle Zahlen. „Daher gehört für mich die frühzeitige Erkennung und Abwehr von Drohnen heute zu einem wichtigen Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur von Unternehmen.“

Die Tech-Data-Manager Barbara Koch und Ralf Stadler(l.) besiegelten den Vertrag mit Jörg Lamprecht (r.) und Bobby Long (beide Dedrone).
Die Tech-Data-Manager Barbara Koch und Ralf Stadler(l.) besiegelten den Vertrag mit Jörg Lamprecht (r.) und Bobby Long (beide Dedrone). (Bild: Tech Data)

Stadler zufolge lässt sich die Dedrone-Plattform einsetzen, um Produktions- und Industrieanlagen, Stadien, Gefängnisse, die Energieversorgung oder den Flugverkehr vor kriminellen Handlungen – sei es Sabotage, Schmuggel, Spionage oder Terrorismus – zu schützen. „Sicherheit ist mittlerweile zu einem dreidimensionalen Problem geworden“, betont Jörg Lamprecht, CEO und Mitgründer von Dedrone. „Kriminelle Drohnen können unentdeckt, über Zäune oder den Wachschutz hinweg, in den Luftraum über sensiblen Gebieten eindringen.“

Tech Data und Dedrone präsentierten sich schon im Oktober gemeinsam auf der Security-Messe It-sa in Nürnberg. Lamprecht bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem Distributor als „wichtigen Schritt“ für sein Unternehmen. Bereits vor einem Jahr entschied sich die Telekom für den nordhessischen Hersteller als Partner, der federführend ihren „Magenta Drohnenschutzschild“ aufbauen soll.

Selbst Drohnen gebaut

Dedrone wurde 2014 in Kassel gegründet. Das Unternehmen bezeichnet sich als Innovations- und Technologieführer, wenn es um den Schutz vor kleinen, zivilen Drohnen geht. Anfang 2016 verlegte der Security-Anbieter seinen Hauptsitz nach San Francisco. Entwicklung und Produktion befinden sich nach wie vor in Nordhessen.

Bevor Lamprecht das Startup gründete, hatte er mit seinem vorherigen Unternehmen Aibotix selbst Drohnen gebaut. Anfang 2014 verkaufte der Entrepreneur den Hersteller an die Hexagon Group, einen schwedischen Technologiekonzern.

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