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Tech Data blickt in die Zukunft der IT

| Redakteur: Michael Hase

Tech Data blickt mit fünf Managern in die Zukunft der IT.
Tech Data blickt mit fünf Managern in die Zukunft der IT. (Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Tech Data hat nochmal richtig Fleißpunkte gesammelt: Gleich fünf Manager haben auf unsere Fragerunde zum Jahresende reagiert. Die spannenden und verschiedenartigen Antworten wollen wir Ihnen hier nicht vorenthalten.

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Oliver Kaiser, Director Marketing & Chief Digital Officer Germany & Austria, Tech Data
Oliver Kaiser, Director Marketing & Chief Digital Officer Germany & Austria, Tech Data (Bild: Tech Data)

Kaiser: Bei aller technologischen Weiterentwicklung der IT-Branche muss ich feststellen, dass es kaum wesentliche Änderungen im Marketing oder im Kommunikationsverhalten in den letzten 25 Jahren gab. Es wird nach wie vor sehr traditionell kommuniziert –Telefon, E-Mails und neuerdings auch Social Media spielen wie gewohnt die einzige Rolle. Der IT-Handel schätzt – bis auf wenige Ausnahmen – heute noch eine eher konservative Vorgehensweise und zwischenmenschliche Beziehungen. Das liegt sicherlich stark darin begründet, dass der Hauptumsatz im B2B-Bereich gemacht wird. Aber selbst im B2C-Bereich, in dem anderen Branchen weit innovativer vorgehen, verspüre ich nur geringfügig eine Kommunikationsveränderung.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Kaiser: Ich denke, dass die Digitale Transformation der Prozesse, des Marketings & Sales aber auch des Nutzerverhaltens sich weiter verändern werden. Ich wünsche, dass wir hier – ähnlich wie in der Technologie – mehr disruptive Veränderungen spüren, die weit über Always-On, Real-Time und On-Demand hinausgehen.

Ralf Stadler, Business Unit Director Security Solutions, Mobility & IoT, Tech Data Advanced Solutions
Ralf Stadler, Business Unit Director Security Solutions, Mobility & IoT, Tech Data Advanced Solutions (Bild: Frommel Fotodesign, Tech Data)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Stadler: Das Big Picture der IT, das immer noch besteht und das nach wie vor größer wird. Nur die, die es lesen, verstehen und richtig deuten konnten und können, sind heute noch mit dabei. Die Synergien zu verstehen und auf die richtigen Trends zu setzen – bei der Vielfalt der Hersteller und sowohl alt bewährten als auch neuen Innovationen –, bestimmt den perfekten Mix. Ich würde sagen, im Next Gen-Bereich spielen wir dies mittlerweile sehr gut.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Stadler: Bei aller technologischen Entwicklung spielt der Mensch dabei für mich eine essenzielle Rolle! Die heutige Branche erfordert die Forderung und gleichzeitige Förderung der unterschiedlichen Generationen an Mitarbeitern. Der Mix aus Seniorität und jungem Potenzial wird angesichts des Fachkräftemangels noch wichtiger werden. Es gilt, das Zusammenspiel zu perfektionieren und einander mit Respekt, Expertise und auch frischen Ideen zu begegnen.

Jörg Lauer, Director Datech Solutions & Maverick AV Solutions D/A/CH, Tech Data
Jörg Lauer, Director Datech Solutions & Maverick AV Solutions D/A/CH, Tech Data (Bild: Tech Data)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Lauer: In meinem „ersten IT-Leben“ – damals hieß es noch EDV (ist jetzt 35 Jahre her) – hatte ich einen stark von Visionen geprägten Kundentermin. Der Kunde, ein großer Steuerberater-Dienstleister sagte mir damals, als wir über Computer-Arbeitsplätze sprachen: „In der Zukunft werden wir nicht mehr über eine Tastatur die Daten eingeben, sondern wir werden auf Touchscreen-Bildschirmen die Daten eingeben, verschieben usw. Damals konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Zu dieser Zeit war eine Festplatte mit 20 MB eine Sensation! Dieser Termin ist mir immer im Kopf geblieben – und damit auch alle die Entwicklungen, die ich in den vergangenen 35 Jahren miterlebt habe. Wichtig war dabei immer, keinen der wildesten Gedanken eines Gesprächspartners zu belächeln oder gar abzutun. Es war immer nur eine Frage der Zeit…

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Lauer: Ich hoffe, dass dann die Ära der „Sanduhren“ oder „Kreiseln“ am Bildschirm zu Ende ist und die Ausführung der gestarteten Transaktion in Blitzschnelle realisiert ist.

Michael Görner, Business Unit Director IBM & Dell EMC, Tech Data Advanced Solutions
Michael Görner, Business Unit Director IBM & Dell EMC, Tech Data Advanced Solutions (Bild: Tech Data)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Görner: Die „junge Branche“ kommt langsam in die Jahre… (lacht). Sie hat sich vom Verteilen zum Verkaufen verändert, vom Faxvertrieb zum IT-Beratungsverkauf, von der einfachen IT zur komplexen Digitalisierungsumgebung. Dies zu beobachten und Teil davon bei der Gestaltung gewesen zu sein, war eine tolle Erfahrung. Darauf können nicht alle Branchen zurückblicken. Es gab Firmen, die Geschichte geschrieben haben und andere, die die Zukunft gestalten. Viele alte bekannte Marken sind Geschichte (wie z.B. Sun oder Compaq), sind teils in neuen Firmen aufgegangen oder einfach verschwunden. Dafür sind heute neue Player am Start, wie AWS oder Google, die vor 25 Jahren noch keiner kannte.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Görner: In den nächsten zehn Jahren sehe ich das verstärkte Zusammenwachsen von verschiedenen Branchen – zum Beispiel der Mobiltätsbranche (Automotive) oder Fertigungsbranche mit der IT. Auch hier werden sich neue Konzepte, Unternehmen und aber auch Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Die IT wird dabei und prinzipiell eine Hauptrolle spielen, wie wir die Zukunft dieses Planeten gestalten.

Jörg Richter, Business Unit Director Cisco, Tech Data Advanced Solutions
Jörg Richter, Business Unit Director Cisco, Tech Data Advanced Solutions (Bild: Tech Data)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Richter: Es war eine sehr spannende und innovative Zeit, in der viele Basistechnologien entwickelt wurden, ohne die das heutige Leben durchaus anders wäre. Viele Unternehmen wie zum Beispiel Google und Amazon sind entstanden und gleichzeitig sind große Namen wie 3Com, Novell und Compaq verschwunden. Gerne erinnere ich mich noch an legendäre CeBIT-Auftritte der namhaften Hersteller, die den Erfolg in der damaligen Zeit widerspiegelten. Die Geschwindigkeit der Veränderung in der IT war immer rasant und hat mich jung gehalten (lacht).

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Richter: In den nächsten Jahren werden Technologien wie AI und Machine Learning im Vordergrund der Entwicklung stehen, um Themen wie zum Beispiel Mobilität, Gesundheit und die demografische Entwicklung zu unterstützen. Grundlegende Sicherheit in den Netzen und Anwendungen wird ein zentrales Thema bleiben. Ich freue mich auch weiterhin auf eine innovative Reise und Entwicklungen, die das Leben im positiven Sinn beeinflussen.

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