Insolvenzverfahren ist eröffnet TDMI AG will weitermachen

Redakteur: Regina Böckle

Gestern wurde das Insolvenzverfahren für den angeschlagenen IT-Dienstleister TDMI eröffnet. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, wie der Insolvenzverwalter erklärte. Möglicherweise will sich der Investor, der bereits Ex-TDMI-Tochter Arxes mit einer Finanzspritze unter die Arme griff, bei TDMI selbst beteiligen.

Firmen zum Thema

Sucht nach einem Neuanfang: die TDMI AG.
Sucht nach einem Neuanfang: die TDMI AG.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Amtsgericht Köln hat gestern das Insolvenzverfahren für die TDMI AG eröffnet (Aktenzeichen: 75 IN 359/09). Das Systemhaus musste wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Juli Insolvenzantrag stellen.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Dr. Andreas Ringstmeier von der Kanzlei Dr. Ringstmeier & Kollegen GbR berufen. Unter seiner Federführung versucht die angeschlagene TDMI nun, den Geschäftsbetrieb fortzusetzen.

Zur TDMI-Gruppe gehörten bislang neben der TMDI AG auch die Dienstleister Arxes, Becom und Comparex. Im Zuge der Insolvenz wurde die Gruppe zerschlagen. Daraufhin ergriffen Arxes und Becom unterschiedliche Maßnahmen, um ihre Zukunft unabhängig von der bisherigen Holding abzusichern. So angelte sich Arxes einen Investor, der dem Unternehmen mit einer Finanzspritze unter die Arme greifen soll. Dieser Investor will möglicherweise auch bei TDMI aktiv werden. Sicher ist das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Becom wiederum kaufte sich per Management-Buyout aus der insolventen TDMI-Gruppe heraus.

Rechenzentrums-Anbieter Comparex dagegen musste kurz nach der TDMI AG ebenfalls Insolvenzantrag stellen. An ihm zeigt sich die Allgeier Holding interessiert und hat bereits ein Angebot vorgelegt.

(ID:2041446)