IT-BUSINESS Aktion:

#ITfightsCorona

Gemeinsam den Weg hin zum Dienstleister gehen

Systemhaus MCM bietet den Einstieg in Managed Security Services

11.09.2007 | Redakteur: Katharina Krieg

MCM zeigt mit seinen Managed Security Services, wie eine lukrative Zusammenarbeit unter Systemhäusern funktionieren kann.
MCM zeigt mit seinen Managed Security Services, wie eine lukrative Zusammenarbeit unter Systemhäusern funktionieren kann.

Managed Security Services sind für Systemhäuser eine ideale Gelegenheit zu zeigen, was an Dienstleister-Qualitäten in ihnen steckt. Das Comteam-Mitglied MCM Microcomputer Managing bietet anderen Systemhäusern die Möglichkeit zum unkomplizierten Einstieg – und die Aussicht auf Margen von bis zu 60 Prozent.

Keinen Gedanken mehr an die Unternehmenssicherheit verschwenden – das klingt nach purem Luxus in den Ohren eines IT-Entscheiders. Für Systemhäuser sollte es sich nach klingelnden Kassen anhören. Mit Managed Security Services (MSS) können sie einen großen Schritt hin zum Dienstleistungsunternehmen machen und das neuerdings ohne eigenes Investitionsrisiko.

Der Systemhaus-Verbund Comteam entwickelte gemeinsam mit dem Hersteller Sonicwall einen ganz eigenen Ansatz, um MSS für möglichst viele Systemhäuser und deren Kunden zugänglich zu machen. Schnell kam man auf das Nürnberger Kooperations-Mitglied MCM Microcomputer Managing. Das Systemhaus führt bereits seit einiger Zeit die Firewall-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen von Sonicwall in seinem Portfolio. Zudem gab es vor Ort ein ausreichend großes Rechenzentrum und die Bereitschaft, eine fünfstellige Eurosumme in diese Dienstleistungs-Idee zu investieren.

Comteam und Sonicwall hatten ihren Partner gefunden – der heute seine Infrastruktur, das so genannte Global Management System, mit anderen Systemhäusern und deren Kunden teilt. Momentan, nach rund zwei Jahren, laufen darüber rund 100 Firewalls für Unternehmen.Etwa die Hälfte davon wird von anderen Systemhäusern betreut. Für die zahlt sich die Zusammenarbeit aus, sagt Jürgen Koch, Geschäftsführer von MCM: »Die Standardmarge liegt bei unseren MSS zwischen 25 und 40 Prozent. 60 Prozent sind aber durchaus auch mal drin.«

Chance noch nicht erkannt

Trotz der guten Verdienstmöglichkeiten halte sich die Begeisterung bisher aber noch in Grenzen – besonders im Norden Deutschlands. »Offenbar ist der Dienstleistungs-Gedanke unter Systemhäusern noch nicht so weit verbreitet«, sagt Koch. Dabei sei der Einsatz, den sie bringen müssen, sehr gering. In der Tat richten Systemhäuser, die MCMs Infrastruktur nutzen, bei ihrem Kunden lediglich die Sonicwall-Appliances ein und stehen beratend zur Seite. Über den Arbeitsaufwand, den ein Systemhaus darüber hinaus aufbringt, entscheidet es selbst. So kann es zum Beispiel das Monitoring des Kunden selbst übernehmen oder dies den Profis von MCM überlassen.

Service-Module

Als Startpaket für Unternehmen gibt es den so genannten Basic Service, der für 24 Monate Firmware-Updates, Support und wöchentliche Reports über Bandbreitennutzung, sicherheitsrelevante Ereignisse und Auslastung der Appliance enthält. Wenn ein Systemhaus den Kunden allein betreut, kostet dieses Paket im Einkauf etwa 25 Euro, hilft MCM mit, rund 30 Euro. Der Endkundenpreis liegt bei etwa 40 Euro. Darauf aufbauend kann beispielsweise Anti-Spyware-Schutz oder Content-Filtering hinzugebucht werden.

In jedem Fall bleibt der Kunde ausschließlich in Kontakt mit dem betreuenden Systemhaus, MCM tritt auch bei der Rechnungslegung nicht in Erscheinung. Die Nutzung der MSS ist nicht nur Comteam-Mitgliedern vorbehalten, auch freie Systemhäuser sind willkommen. Mehr dazu im folgenden Interview mit Jürgen Koch.

ITB: Herr Koch, wie war ihre erste Reaktion, als der Comteam-Systemhaus-Verbund mit dieser MSS-Idee auf Sie zukam?

Koch: Die war ganz einfach: Ja klar, da bin ich dabei.

ITB: Keine Angst vor der Investition?

Koch: Nein. Ich wusste schnell, dass sich das auszahlen wird. Die Bedingungen haben einfach gestimmt, zum Beispiel die gute Anbindung an das Nürnberger Rechenzentrum. Da brauchten wir uns um die Bandbreite schon von vornherein keine Gedanken zu machen. Und durch die Einbindung in Comteam blieb für uns als Systemhaus ohnehin nur noch ein Drittel der Investitionskosten übrig.

ITB: Hat sich diese Investition denn bereits ausgezahlt?

Koch: Das kann man nur getrennt betrachten. Für uns als Systemhaus MCM hat sie sich jetzt schon ganz klar gelohnt. Für den Comteam-Verbund kann man allerdings bisher noch nicht von einem durchschlagenden Erfolg sprechen. Der Break-even-Point wurde hier jedenfalls noch nicht erreicht.

ITB: Wie kommt dieser zweigeteilte Erfolg zustande?

Koch: Etwa die Hälfte der Boxen im System sind unsere eigenen. Andere Systemhäuser sind da noch etwas zurückhaltender. Ich habe den Eindruck, sie erkennen noch nicht die Entwicklungsmöglichkeiten, die sich ihnen dadurch bieten.

ITB: Entwicklung – in welche Richtung?

Koch: Hin zum Dienstleister. Sich als ein solcher zu verstehen, wird für Systemhäuser immer wichtiger. Aber das scheinen noch nicht alle so zu sehen. Selbst wenn ich anderen von unseren Margen mit MSS erzähle – und das können zwischen 25 und 60 Prozent sein – hält sich die Begeisterung noch in Grenzen. Man muss in so eine Dienstleistung langsam hineinwachsen – und dazu bieten wir die Gelegenheit…

ITB:...nur für Comteam-Mitglieder oder auch für freie Systemhäuser?

Koch: Gedacht ist die MSS-Infrastruktur eigentlich für Mitglieder des Verbunds. Wenn aber ein freies Systemhaus auch Interesse hat, gibt es für mich die Möglichkeit, es bei der Comteam-Zentrale vorzuschlagen. Bisher war es aber eher so, dass die Systemhäuser wegen des Interesses an unseren Managed Security Services sogar in den Comteam-Verbund eingetreten sind. Wichtig ist nur, dass sie Sonicwall-Know-how mitbringen, das heißt, dessen Produkte bereits vertreiben und mindestens einen von Sonicwall zertifizierten Techniker haben.

ITB: Und woher bekommen die MSS-Neulinge dann das Know-how für ihr System?

Koch: Das kriegen sie direkt von uns als Management-Zentrale. Die System-Schulungen mache entweder ich oder einer unserer Techniker.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2007082 / Technologien & Lösungen)