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Interview mit Microsoft-Chef Christian Illek Sukzessiver Kanalausbau beim Microsoft Surface

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Peripherie wie Mäuse, Tastaturen und Webcams machten aus Microsoft zwar schon einen Hardware-Hersteller. Aber erst mit dem Surface brachten die Redmonder ein vollwertiges Endgerät auf den Markt. Hinsichtlich der Vertriebskanäle gibt es Unstimmigkeiten. Microsoft-Manager Dr. Christian Illek stand Rede und Antwort.

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Wann können auch kleinere Fachhändler vom Surface-Erfolg profitieren?
Wann können auch kleinere Fachhändler vom Surface-Erfolg profitieren?
(Bild: Microsoft)

ITB: Die Marktforscher von Gartner haben keinen nennenswerten Effekt im vierten Quartal 2012 auf die PC-Absatzzahlen durch die Einführung von Windows 8 erkennen können. Deren Kollegen von Forrester lobten zwar Windows 8 als mutiges Konzept, rechnen aber auch erst in den nächsten Jahren mit größeren Bewegungen im Migrationsgeschäft rund um das Betriebssystem. Hat man sich bei ­Microsoft mehr erhofft?

Dr. Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Area Vice President International
Dr. Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Area Vice President International
(Bild: Microsoft)

Illek: Wir haben in den ersten zwei Monaten nach dem Verkaufsstart immerhin 60 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft. Der Launch von Windows 7 war so gesehen nicht so erfolgreich wie der von Windows 8. Aber abseits der reinen Zahlen muss man auch das große Bild sehen: Wir haben Windows 8 als übergreifendes Betriebssystem für PCs, Tablets und in Zusammenhang mit Windows Phone 8 auch für Smartphones auf den Weg gebracht. Das Ziel war es, ein übergreifendes User-Interface zu schaffen, das insbesondere die Möglichkeiten von Tab­lets über neue Touch-Funktionen ausreizt. Dieses Ziel haben wir erreicht, und mit dem Verkaufsstart sind wir auch sehr zufrieden.

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Zur Person

Dr. Christian Illek ist seit Herbst vergangenen Jahres Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Zuvor ­verantwortetet der 48-Jährige als Geschäftsführer Marketing bei Telekom Deutschland die Marketing-Aktivitäten des deutschen Telko-Riesens.

web | www.microsoft.de

ITB: Samsung will keine Tablets mit Windows RT verkaufen – wegen möglicher Konsumentenverwirrung. Ich kann deren Argument nachvollziehen – außerhalb der IT-Branche weiß doch kaum jemand, dass unter RT keine x86er-Programme laufen, sondern lediglich Metro-Apps. Hätte sich Microsoft hier vielleicht klarer positionieren sollen?

Illek: Sicherlich hätte man den Unterschied an der einen oder anderen Stelle präziser herausarbeiten können, aber ich sehe da kein grundsätzliches Problem. Mit Surface RT kommen erstmals Devices mit ARM-Prozessoren in die Windows-Welt. Konsumenten profitieren vom günstigen Preis, höheren Akkulaufzeiten und einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Wer einen Ersatz für einen x86-er Rechner benötigt, braucht ein entsprechendes Tablet mit Windows 8, beispielsweise das Surface Pro, das in den USA bereits auf den Markt kam und hierzulande im zweiten Quartal eingeführt wird. Es kommt also auf das Nutzungsszenario an. Entscheidend ist hier, dass der Kunde beim Kauf gut beraten wird. Damit das gewährleistet ist, haben wir im Vorfeld unsere Vertriebspartner intensiv geschult.

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