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Management von Kunden- und Lieferantenverträgen

Streit über vertragliche Klauseln im Keim ersticken

27.01.2010 | Autor / Redakteur: Rechtsanwalt Jürgen Beckers / Katrin Hofmann

Ein vernünftiges Vertragsmanagement bedarf Zeit und Muße.
Ein vernünftiges Vertragsmanagement bedarf Zeit und Muße.

Während große Systemhäuser mit starker Marktposition bei Kunden und Lieferanten eigene Vertragsbedingungen oft durchsetzen können, haben es kleinere Systemhäuser deutlich schwerer.

Besonders kleinere Systemhäuser schaffen es häufig nicht, vertragliche Bedingungen durchzusetzen, selbst wenn darin sinnvolle, gerechte Regeln zur Risikoverteilung verankert sind. Auch gegen marktmächtigere Lieferanten können sie oft nur schwer ausgewogene Vertragsregelungen etablieren.

Um letztlich nicht durch eine Übernahme von Risiken der Lieferanten- und Kundenseite die Nachhaltigkeit des Firmenwerts zu risikieren, lohnt es sich aber dennoch, gewisse Minimum-Standards für den Ein- und Verkaufsprozess zu definieren. Diese können bei den Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten integriert werden.

Wenn mehr nicht machbar ist

Im Vergleich zu größeren Systemhäusern müssen die Kleineren dabei noch stärker die Standards mit realistischem Blick auf das Machbare definieren. Lassen sich spezielle vertragliche Risiken nicht eliminieren, sollten Qualitätssicherungs-Maßnahmen an den kritischen Punkten der zu erbringenden Leistung implementiert werden, als Frühwarnsystem für gefährdende Situationen.

Wichtig ist ferner, dass beim Einkauf beispielsweise von Nutzungsrechten an Standard-Software darauf geachtet wird, dass die Rechte mit dem geplanten Einsatz des Kunden übereinstimmen. Gleiches gilt auch für den Ein- und Verkauf von Entwicklungsleistungen. Risiken, die sich weder wegverhandeln, noch durch Frühwarnsysteme vermeiden lassen, sollten in jedem Fall durch entsprechende Versicherungen abgedeckt werden, besonders wenn sie unternehmenskritisch werden könnten.

Welche Konsequenzen eine unklare Rechtssituation in den Verträgen haben kann, verdeutlicht ein Beispiel aus der Praxis auf der nächsten Seite.

 

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