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Multimediale-Netze aus der Box Streaming-Lösungen für Musik und Video

Redakteur: Christian Träger

Seitdem WLAN zur Grundausstattung von Notebooks und vielen PCs gehört, sind immer mehr private Anwender bei den Heimnetzwerken auf den Geschmack gekommen. Dabei werden die Netze vor allem für das Streaming von Multimedia-Files genutzt.

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Mit Streaming-Lösungen gelangen Musik, Filme und Bilder in jeden Raum.
Mit Streaming-Lösungen gelangen Musik, Filme und Bilder in jeden Raum.
( Archiv: Vogel Business Media )

Heimnetzwerke werden nicht nur genutzt, um Daten von einem Rechner zum anderen zu übertragen. Vielmehr lässt die wachsende Zahl der auf den Festplatten gespeicherten digitalen Bilder, Musikfiles und Filme den Wunsch nach einer komfortablen Nutzung im gesamten Haus laut werden. Hierfür bieten die Hersteller eine ganze Reihe an Lösungen.

Der PC im Mittelpunkt

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In der Regel wird der PC mit der Verbindung zum Internet im Arbeitszimmer stehen und dort gleichzeitig die Rolle des Medienservers spielen. In diesem Fall wird auf dem Rechner ein Programm installiert, das die Rolle des Servers übernimmt und mit dem oder den Empfängern kommuniziert. Besonders beliebt sind dabei die kabellosen Lösungen, bei denen die Daten per WLAN übertragen werden. Hier kommt in der Regel der Standard 802.11g zum Einsatz, der eine maximale Übertragungsrate von 54 Megabit pro Sekunde bietet. In der Praxis liegt der Wert jedoch aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der Distanz zwischen den Geräten deutlich darunter – 15 bis 20 Megabit pro Sekunde sind schon sehr gute Werte.

Daher eignen sich solche Lösungen vor allem für das Streamen von komprimierter Musik und Bildern, die für eine Diashow auf den Fernseher geleitet werden. Gerade für die Nutzung von Musik-Streams bietet der Markt zahlreiche Lösungen, wie sie zum Beispiel Logitech zeigt. Allerdings haben Hersteller wie Pinnacle, Hauppauge oder Netgear auch Produkte, um Videoinhalte über das drahtlose Netzwerk zu transportieren – selbst in HD-Qualität.

Einfache Handhabung

In der Praxis scheitern viele Kunden an der Aufgabe, ein sicheres drahtloses Netzwerk zu konfigurieren, weshalb Hersteller einfach zu installierende Produkte anbieten müssen. Sonos etwa bietet eine Kombination aus einem Sender und einer erweiterbaren Zahl an Empfängern. Organisiert in unterschiedliche Zonen lassen sich damit verschiedene Musikstücke gleichzeitig im Netz wiedergeben. Bei der Installation muss sich der Anwender keine Gedanken über die Konfiguration des drahtlosen Netzwerks machen.

Dank der günstigen Kosten für Breitbandverbindungen entscheiden sich viele Kunden immer häufiger für Lösungen, die auch Internet-Radios als Musikquelle nutzen können. Hierzu zählt zum Beispiel die Noxon-Serie von Terratec oder das Internetradio 1 von Technisat. In diesem Fall werden die Empfänger direkt mit einem Router verbunden, der die Verbindung zum Internet ohne einen Computer herstellen kann, so dass die Rolle des PCs in den Hintergrund tritt.

Den Streaming-Markt haben auch die Hersteller mit Erfahrung im CE-Bereich entdeckt. So haben zum Beispiel JVC mit der Sophisti- oder Philips mit der Streamium-Reihe entsprechende Lösungen im Sortiment, die nicht nur einfach zu bedienen sind, sondern vor allem durch ihr Design die Konsumenten ansprechen.

Ohne Speicher kein Programm

Fällt der PC als Quelle für digitale Medien-Files weg, werden alternative Speicher benötigt. Hierfür gibt es eine Fülle an Netzwerkspeichern, die inzwischen auch für den privaten Bereich erschwinglich sind. Linksys, Netgear oder Buffalo – um nur einige Beispiele zu nennen – bieten die entsprechenden Chassis, in denen ein oder zwei Festplatten untergebracht sind. Diese können in der Regel über einen Ethernetanschluss oder über WLAN mit dem Netzwerk verbunden werden, so dass sich darauf Musik, Bilder oder Videos auch ohne PC speichern und abrufen lassen. Je nach Ausstattung unterstützten diese Netzwerkspeicher verschiedene RAID-Level, um beim Einsatz von mehreren Festplatten entweder mehr Speicherplatz oder mehr Sicherheit durch die Spiegelung der Daten zu erreichen.

Eine Alternative für spezielle Streaming-Lösungen könnte auch ein Media-Center-PC sein. Hier hat HP gerade den All-in-one-PC »Touch Smart PC« vorgestellt, der nicht nur den Rechner, sondern auch einen Bildschirm enthält. Im Wohnzimmer platziert, kann dieser direkt oder über einen Router mit anderen PCs zuhause oder mit dem Internet verbunden werden.

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