Anbieter von Software-defined Networking im Überblick (Teil 2)

Strategien zur Verzahnung von Software und Netzwerk

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Juniper Networks

Mike Bushong, Senior Director für Product Management & Marketing bei Juniper, sieht in der technischen Umwälzung, die SDN bedeute, eine Chance, "größere Marktanteile von Anbietern wie Cisco zu erkämpfen". Juniper machte 2011 einen Jahresumsatz von rund 1,1 Mrd. US-Dollar. Der große Unterschied zu Ciscos Ansatz, so Bob Muglia, Executive Vice President, Software Solutions Division, sei der holistische Ansatz, mit dem Juniper SDN betrachte und umsetze.

Nach Muglias Darstellung basiert Junipers SDN-Strategie auf sechs Leitsätzen, mit denen das Unternehmen den größten Herausforderungen der Branche begegnen will:

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  • 1. Netzwerksoftware bestehend aus vier klar getrennten Komponenten: Management, Services, Steuerung und Transport. Die Software bildet die Basis der Netzwerkarchitektur und garantiert so die Optimierung der einzelnen Elemente innerhalb des Netzwerks.
  • 2. Zentralisierung der relevanten Funktionen für Management, Services und der Steuerungssoftware, um die Netzwerkkonzeption zu vereinfachen und Betriebskosten zu senken.
  • 3. Einbindung in die Cloud für elastische Skalierbarkeit und flexible Bereitstellung. Dies ermöglicht nutzungsbasierte Preismodelle, um die Einführungszeit neuer Services zu verkürzen sowie die Anschaffungskosten mit dem Nutzwert abzugleichen.
  • 4. Aufbau einer Plattform für Netzwerkanwendungen, Services und die Einbindung in bestehende Managementsysteme, um neue Unternehmensanwendungen zu schaffen.
  • 5. Die Standardisierung der Protokolle soll eine kompatible Unterstützung unterschiedlicher Hersteller ermöglichen und dadurch eine größere Auswahl sowie eine Reduzierung der Kosten bieten.
  • 6. Anwendung der SDN-Leitsätze in allen Netzwerken und Netzwerkservices, einschließlich Security – von Datacentern, dem Campusnetzwerk, bis hin zu mobilen und kabelgebundenen Netzwerken, die von Service Providern genutzt werden.

Junipers SDN-Toolbox Junos bzw. ''Protocol Suite'' unterstützt nach Angaben von Mike Bushong neben OpenFlow auch Protokolle wie das Border Gateway Protocol – Traffic Engineering (BGP-TE), das einem SDN-Controller Informationen über die Topologie liefert. Das Path Computation Element (PCE) erlaube die dynamische Erstellung von Netzwerkpfaden mit Hilfe eines zentralen Controllers, der über eine holistische Gesamtsicht des Netzwerks verfügt. Die Juniper SDN Architektur werde zudem Overlay-Netzwerkprotokolle wie VXLAN von VMware unterstützen.

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