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Pure Storage Cloud Data Services

Storage-Brücke in die Cloud

| Autor: Klaus Länger

Mit den Storage Cloud Data Services baut Pure Storage eine Brücke zwischen lokalen Standorten und der Cloud.
Mit den Storage Cloud Data Services baut Pure Storage eine Brücke zwischen lokalen Standorten und der Cloud. (Bild: gemeinfrei - Pixabay/wangchaoach / CC0)

Bisher war Pure Storage als All-Flash-Storage-Anbieter bekannt. Mit den Storage Cloud Data Services erweitert der Hersteller nun seine Storage-Plattform mit mehreren Angeboten in die AWS-Cloud. Später sollen noch weitere Cloud-Dienste wie Microsoft Azure und die Google Cloud Platform folgen.

Eine wachsende Zahl von Unternehmen lagert zumindest einen Teil ihrer Daten und Anwendungen in die Cloud aus. Mit den Cloud Data Services geht Pure Storage diesen Weg nun mit. Neben den FlashArrays, der FlashBlade für Datei- und Object-Storage sowie der mit Cisco entwickelten Converged-Infrastructure-Lösung FlashStack, bringt der Hersteller nun eine Reihe von Storage-Angeboten für AWS auf den Markt. Sie sollen zusammen mit den On-Premises-Produkten eine einheitliche Hybrid-Cloud-Architektur bilden. Bisher bestand die Cloud-Strategie von Pure Storage aus der Unterstützung von Flash-Arrays bei Colocation-Anbietern, die dann von Applikationen auf AWS oder Azure als Storage-Plattform genutzt werden.

Charles Giancarlo, Chairman und CEO von Pure Storage, sieht in den neuen Cloud-Angeboten seiner Firma ein Mittel, die bisherigen Bruchlinien zwischen lokalen Rechenzentren und Cloud-Diensten zu schließen: „Heute gibt es eine Art Cloud-Kluft: Die Cloud ist nicht speziell für Unternehmensanwendungen konzipiert, und die Unternehmensinfrastruktur ist nicht so benutzerfreundlich wie die Cloud. Kunden sollten in der Lage sein, Infrastrukturentscheidungen auf der Grundlage dessen zu treffen, was für ihre Umgebung am besten ist, und nicht danach, was die Technologie leisten kann oder wo sie residiert.“

Einheitliche Daten-Services für On Premises und Cloud

Die Cloud Data Services von Pure Storage werden zunächst auf AWS verfügbar sein. Später will das Unternehmen die Dienste auch auf Microsoft Azure und der Google Cloud Platform anbieten, so Markus Grau, Principal Systems Engineer bei Pure Storage. Verfügbar sind die Services nur für Kunden, die ein Flash Array des Herstellers physisch in ihrem Unternehmen betreiben.

Als erste Komponente der Cloud Data Services ist CloudSnap for AWS ab sofort verfügbar. Der Dienst wird direkt in die Software der FlashArrays integriert und ermöglicht es den Kunden, FlashArray-Snapshots ohne Umwege an den Amazon Simple Storage Service (S3) zu senden. Das ermöglicht laut Hersteller eine kostengünstige Sicherung in der Amazon-Cloud sowie eine flexibles Restore der Daten vor Ort oder in der Cloud. Laut Grau ist CloudSnap eine der nächste Schritt nach der 2017 vorgestellten Snap-to-NFS-Technik. Für Evergreen-Kunden wird CloudSnap for AWS automatisch auf deren Flash-Arrays ausgerollt. Den für die Snapshots benötigten Speicherplatz buchen die Anwender direkt bei AWS.

Der zweite Service, Cloud Block Store for AWS, läuft derzeit als limitierte, öffentliche Beta-Version. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Mitte 2019 geplant. Der Cloud Block Store ist ein hochverfügbarer Blockspeicher, der nativ auf AWS läuft. Der Dienst nutzt die selben APIs wie die lokalen Flash-Arrays, das Management wird in die cloudbasierte und mit Machine Learning arbeitende Pure1-Lösung integriert. Cloud Block Store soll Kunden eine problemlose Migration von Anwendungen in die Cloud, das einfache Aufsetzen einer Disaster-Recovery-Lösung, oder die Entwicklung hybrider Applikationen erleichtern. Der Enterprise-Blockspeicher-Service wird von Pure Storage als eigenständiges Produkt über Partner und über den AWS Store vertrieben.

StorReduce, der dritte Baustein der Hybrid-Cloud-Lösung, geht derzeit in den öffentlichen, limitierten Beta-Test. Die Verfügbarkeit peilt Pure Storage für das erste Halbjahr 2019 an. StorReduce ist eine Cloud-native Deduplizierungstechnologie für unstrukturierten Objektdaten, die der Storage-Hersteller Mitte des Jahres mit der Übernahme der gleichnamigen Software-Firma erworben hat. Zunächst wurde die Software im Zusammenspiel mit FlashBlade-Arrays eingesetzt, um diese als über deren S3-Schnittstelle als Backup-Target einzusetzen. Laut Grau bietet sich diese Lösung durch das sehr schnelle Restore vor allem für unternehmenskritische Anwendungen an. Als nächsten Schritt bringt Pure Storage wieder zurück in die Cloud. Es wird ein eigenständiges Angebot für eine kostengünstiges Cloud-Replikation auf AWS S3 Storage. Als Restore-Ziel soll der On-Premises-Flash-Speicher von Pure Storage für eine schnelle Wiederherstellung der Daten sorgen. Die StorReduce-Kunden sollen letztlich die Wahl haben, ob sie lokale FlashBlade-Geräte in einem zweiten Datacenter, bei einem Dienstleister oder den S3-Speicher bei AWS nutzen. Im letzteren sieht der Hersteller vor allem eine Alternative zur Bandarchivierung im Rahmen einer Flash-to-Flash-to-Cloud-Strategie für die Datensicherung.

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