Der Fachhändler als Ping-Pong-Ball

Stimme aus dem Handel: Bei wem kann ich noch Rechner kaufen?

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Bei Standardsystemen ist alles in Ordnung

Sie sehen, Fragen über Fragen, nicht alle an einen Hersteller, aber in verschiedener Ausprägung in den vergangenen Jahren bei allen erlebt. Und um die Komplexität der Entscheidung zu erhöhen, ist für den kleinen Fachhändler ja auch noch die Distribution dazwischengeschaltet. Auch hier tragen die Großen der Branche nicht unbedingt zu Vereinfachung bei. Es ist alles in Ordnung, solange man Standardsysteme, die ab Lager verfügbar sind, bestellt. Kurze Lieferzeit, im Allgemeinen gute Qualität der Rechner sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Projekts beim Kunden.

Hersteller-Distributions-Ping-Pong

Das Bild ändert sich radikal, wenn zusätzliche Komponenten ins Spiel kommen oder Teile nicht auf Lager sind. Haben Sie auch schon einmal das lustige Hersteller-Distributions-Ping-Pong gespielt?

Das Spiel wird eröffnet, indem Sie so dreist sind, etwas zu bestellen, was nicht auf Lager ist – am besten in der Kombination Zubehör, auftragsbezogene Bestellung. Dann lassen Sie die Bestellung ein paar Wochen bei Ihrem Distributor reifen, ohne sich zu wundern, dass das Lieferdatum immer mit dem Zeitablauf nach hinten wandert. Nachdem sie dann diesen leichten Druck im Rücken spüren, meist hervorgerufen durch den Endkunden, fragen Sie doch einmal vorsichtig nach.

Bei dem Distributor Ihres Vertrauens erfahren Sie dann, dass es am Hersteller liegt, der mit der Produktion nicht nachkommt. Nachdem der Schuldige nun ausgemacht ist, wird dies dem leidigen Endkunden kommuniziert und weitere Wochen gehen ins Land. Da aber immer noch nichts passiert ist, wenden wir uns mal direkt an den Hersteller. Dort wird uns überrascht mitgeteilt, dass es überhaupt keinen Lieferengpass gebe und genügend Produkte im Markt seien. Das hat der Endkunde mittlerweile auch festgestellt und die Ware schon bei Amazon oder einem eTailer bestellt und geliefert bekommen, was er mir bei der Stornierung seiner Bestellung mitteilt.

Bei einer auftragsbezogenen Bestellung wird das Spiel aber jetzt erst richtig lustig für uns. Denn wir haben ja in den Spielregeln gelesen, dass auftragsbezogene Bestellungen nie, nie, nie und nochmals nie zurückgegeben oder storniert werden können. Somit erhalte ich Wochen oder Monate später ein Teil, welches ich voll bezahlen, aber nicht mehr gebrauchen kann. Aber wie sagte ein Distributionsvertreter zu meinem Kollegen: »Sie sind ja selber schuld wenn sie mit Endkunden Geschäfte machen.«

Warum sich Achim Heisler als Spielball von Distributoren, Herstellern und Kunden fühlt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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