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Schleichende Ernüchterung: Internet-Telefonie verliert Anhänger – und bekommt neue

Steria-Mummert diagnostiziert Lustlosigkeit bei VoIP-Adapation

29.09.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Steria Mummert contra NEC: Aus für VoIP – oder zündet der Funke an ganz anderer Stelle?
Steria Mummert contra NEC: Aus für VoIP – oder zündet der Funke an ganz anderer Stelle?

Während in deutschen Privathaushalten Voice over IP (VoIP) weiter auf dem Vormarsch ist, gerät der Boom bei Unternehmen ins Stocken. 40 Prozent der Betriebe planen in diesem Jahr keine Einführung von Internet-Telefonie mehr. Trotzdem: Die Integration von PC und Telefon gilt als Schlüssel zur Verbesserung von Enterprise Business Communications.

Das Geschäft wird durch einen Mangel an Kommunikationsfähigkeiten und -mitteln behindert. Das besagt eine Untersuchung von Redshift Research, die im Auftrag von NEC in sieben europäischen Ländern (Belgien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande und Großbritannien) durchgeführt wurde.

Als große Störung wird angesehen, wenn Anrufe oder Nachrichten ignoriert oder nicht beantwortet werden. Auch Kunden während eines Anrufs in einem Unternehmen mehrmals zu verbinden wirkt sich negativ auf die Geschäftstätigkeit aus.

Die größte Frustration mit derzeitigen etablierten Telefonsystemen ist jedoch, keine Details über verpasste Anrufe zu haben, während der Mangel von Vernetzung von Telefon und IT-Systemen ein anderes Problem darstellt.

So empfinden in allen Ländern 41 Prozent der Befragten, dass eine bessere Vernetzung zwischen PC und Telefon die Kommunikation innerhalb ihres Unternehmens verbessern würde.

Steria Mummert sieht Anstieg der VoIP-Skeptiker

Als Voraussetzung dafür gilt gemeinhin Voice over IP. Doch eine andere Studie, die von Steria Mummert Consulting in Deutschland erstellt wurde, geht davon aus, dass die Zahl der VoIP-Skeptiker seit 2006 um rund 18 Prozent gestiegen ist.

Der Anteil der Firmen, die bereits über das Internet telefonieren, stieg dagegen im selben Zeitraum gerade einmal um 0,6 Prozent auf 33,5 Prozent. Vor allem die mit dem Umstieg verbundenen Investitionen und Sicherheitsbedenken sorgen für Zurückhaltung.

Die von Redshift Research Befragten gaben indes an, dass es immer schwieriger sei, die Information in zunehmendem Maße mittels verschiedener Kanäle wie Mobiltelefone, eMails und Instant Messaging (IM) auszutauschen, also die verschiedenen Kommunikationsmethoden effizient zu bearbeiten und zu nutzen.

Rund die Hälfte gab an, dass ein Anruferkennungssystem sowie ein Signal für verpasste Anrufe (44 Prozent) die Kommunikation in ihrem Unternehmen verbessern würden.

Laut Steria Mummert Consulting rechneten die Unternehmen bislang vor allem damit, dass mit der IP-Telefonie Aufwand und Kosten erheblich sänken, insbesondere dadurch, dass firmeninterne Telefon- und Datennetze zusammengelegt werden. Allerdings entstehen nach der Umstellung auf die Internet-Telefonie neue Kosten, die in der ersten Euphorie von vielen übersehen wurden.

Dazu zählt beispielsweise der Schulungsaufwand für das Personal in den IT-Abteilungen oder die Anpassung der Netzlast. Zudem fordert die steigende Zahl von Angriffen auf VoIP-Netze von den IT-Abteilungen, das Unternehmensnetz ganzheitlich abzusichern.

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