2.900 Arbeitsplätze fallen in Deutschland weg Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Nun steht fest, wie die weltweite Umstrukturierung bei Nokia Siemens Networks in Deutschland aussehen wird: 2.900 Stellen werden gestrichen, die Anzahl der Standorte reduziert und 1.600 Arbeitsplätze verlagert.

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Bei Nokia Siemens Networks regiert derzeit der Rotstift.
Bei Nokia Siemens Networks regiert derzeit der Rotstift.

Ein weltweites Kostenreduzierungsprogramm soll Nokia Siemens Networks langfristig wieder wettbewerbsfähig machen. Bereits im November vergangenen Jahres wurden die Eckdaten dazu bekannt gegeben. Ein zentrales Element dabei ist der Abbau von weltweit rund 17.000 Arbeitsplätzen. Nun hat das Unternehmen bekannt gegeben, was auf die rund 9.100 Mitarbeiter in Deutschland zukommt: 2.900 Stellen fallen hierzulande weg. Der Großteil des Abbaus ist bis Ende 2012 geplant. Auch der Verkauf von Geschäftsteilen kommt in Frage. Dann könnten noch mehr Stellen dem Rotstift anheimfallen.

Das Unternehmen plant, seine zukünftigen Aktivitäten in Deutschland auf fünf Standorte zu konzentrieren: Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm.

Im Zuge des Konzernumbaus werden rund 1.600 Stellen verlagert, hin zu diesen fünf Standorten, die restlichen werden geschlossen. Das gilt auch für den großen NSN-Ableger in München, an dem „ein großer Anteil an administrativen Funktionen und Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, angesiedelt sind“, teilt das Unternehmen mit. In Deutschland werden damit hauptsächlich Forschungs- und Entwicklungs-Standorte verbleiben.

Nokia Siemens Networks hat eigenen Angaben zufolge bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen, darunter deutsche und europäische Betriebsräte.

„Wir müssen in Deutschland diesen schwierigen Schritt machen, um sicherzustellen, dass Nokia Siemens Networks ein wirtschaftlich nachhaltiges Unternehmen ist“, sagte Hermann Rodler, Country Director von Nokia Siemens Networks in Deutschland. In Deutschland konzentriert man sich künftig auf die starken Kundenbeziehungen (Bonn, Düsseldorf) sowie auf Forschung und Entwicklung und auf optische Netze (Berlin). Der Bereich mobiles Breitband, insbesondere der LTE-Bereich (Long-Term-Evolution) ist in Ulm angesiedelt. Bruchsal wird als Produktionsstandort etabliert, der vor allem für die Einführung von Neuprodukten zuständig ist. ?

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