Studie zum IT-Fachkräftemangel Steigende Auslagerung der IT-Administration an externe Dienstleister

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Marina Renz / Heidemarie Schuster

Der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland ist groß und wird voraussichtlich auch in Zukunft nicht kleiner werden. Als Gegenmaßnahme beauftragen laut der von HP in Auftrag gegebenen und von Techconsult durchgeführten Studie „IT-Fachkräftesituation“ zahlreiche Firmen externe Dienstleister.

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Besonders in der IT-Administration ist der Mangel zu spüren.
Besonders in der IT-Administration ist der Mangel zu spüren.
(Bild: HP Deutschland)

Wie die Studie von Techconsult herausfand, sind acht Prozent der befragten IT-Abteilungen in Deutschland durchgehend unterbesetzt, zwei Drittel leiden mindestens zeitweise an einem IT-Fachkräftemangel und ein Viertel gab an, dass es für anspruchsvolle Aufgaben an Personal fehle. Besonders in der IT-Administration ist der Mangel zu spüren. Daraus folgt, dass drei Viertel der befragten IT-Abteilungen Projekte verschieben oder komplett streichen, Überstunden gemacht werden müssen und eine höhere Fehlerquote resultiert.

Dieser Fachkräftemangel ist jedoch damit zu begründen, dass 63 Prozent der betroffenen Firmen Stellen der IT-Abteilung nicht genehmigt oder gestrichen und damit den Mangel selbst hervorgerufen haben. Das betrifft mit 88 Prozent besonders den öffentlichen Dienst und mit 78 Prozent den Handel. Es sind eher kleinere Unternehmen, die IT-Stellen intern besetzen wollen. Während 38 Prozent der Firmen mit unter 5.000 Mitarbeitern nach IT-Spezialisten suchen, sind es bei den Firmen mit über 5.000 Mitarbeitern schon nur noch 14 Prozent.

Laut Peter Steensma, Business Development Manager für HPs Support-Dienstleistungen und Initiator der Studie, werden die Aufgaben der IT „zunehmend strategisch, weniger operativ. Das wirkt sich auf die Personalpolitik aus. IT-Basisaufgaben werden intern eher runtergefahren und verstärkt nach außen gegeben.“ Von diesem Managementwechsel im Bereich der IT-Infrastruktur dürften vor allem Anbieter von Support-Dienstleistungen profitieren. Wie die Studie zeigt, ist in deren Auftragslage noch Potential. Ein Drittel der befragten Firmen nutzt noch überhaupt keine externen Dienstleister für Wartung und Betrieb ihrer IT-Infrastruktur. Lediglich 13 Prozent der Firmen nehmen für die Maximierung der IT-Verfügbarkeit einen Supportvertrag in Anspruch.

Hintergründe der Studie

HP gab die Studie „IT-Fachkräftesituation“ in Auftrag, das Analystenhaus Techconsult erstellte sie.

Es wurden dafür IT-Leiter und -Mitarbeiter aus 300 Unternehmen mit Mitarbeiterzahlen zwischen 200 und mehr als 5.000 befragt. Jeweils 30 Prozent der Befragten stammen aus Unternehmen mit 500 bis 999 sowie 1.000 bis 5.000 Mitarbeitern, 26 Prozent aus Unternehmen mit 200 bis 499 Mitarbeitern und 14 Prozent aus Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern. □

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