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Bitkom-Studie

Startups auf der Suche nach Fachkräften

| Autor: Sarah Nollau

Ein Fachkräftezuwanderungsgesetz könnte die Lage entspannen und den bürokratischen Aufwand vor allem für Startups reduzieren.
Ein Fachkräftezuwanderungsgesetz könnte die Lage entspannen und den bürokratischen Aufwand vor allem für Startups reduzieren. (Bild: Pixabay / CC0)

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Viele Startups haben freie Positionen, finden aber kein geeignetes Personal. Das ergab eine aktuelle Bitkom-Studie. Ein Fachkräftezuwanderungsgesetz könnte das Suchen und Finden beschleunigen. Ein ähnliches Modell gibt es bereits in Frankreich.

Der Fachkräftemangel macht auch vor Startups nicht Halt. Bitkom Research hat diesbezüglich 302 Startups in Deutschland befragt. Durchschnittlich 16 Mitarbeiter beschäftigt ein Startup. Jedes Fünfte hat sogar 20 oder mehr Beschäftigte. 73 Prozent wollen im laufenden Jahr sogar mehr Mitarbeiter einstellen. Nur ein kleiner Bruchteil von einem Prozent rechnet mit Stellenabbau. Beste Voraussetzungen für Bewerber also – wenn es geeignete gäbe.

Zahlreiche freie Stellen

Startups suchen händeringend nach geeignetem Fachpersonal. Für jedes Zweite gilt, dass ein bis fünf Stellen frei sind. Sechs Prozent der Befragten gaben an, sechs bis zehn freie Positionen zu haben. Vier Prozent haben momentan sogar elf oder mehr Stellen zu vergeben.

56 Prozent der befragten Startups konnte eine Position nicht besetzen, weil es keinen geeigneten Kandidaten gefunden hatte. Der Markt ist hart umkämpft: „In Deutschland fehlen aktuell rund 55.000 IT-Spezialisten. Wer offene Stellen für Informatiker oder Ingenieure hat, der konkurriert mit einer Vielzahl von Unternehmen um dieselben Kandidaten – und Startups können in aller Regel nicht jene Gehälter zahlen, die etablierte Unternehmen anbieten“, erläutert Bitkom-Präsident Achim Berg. „Startups müssen Bewerbern ein attraktives Gesamtpaket anbieten und sich möglichst auch international um geeignete Mitarbeiter bemühen.“

Bürokratischer Aufwand

Gerade die Einstellung von Mitarbeitern außerhalb der Europäischen Union ist mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden, den Startups oft nicht leisten können. Die Forderung nach einem Fachkräftezuwanderungsgesetz ist daher vor allem unter Startups laut. Das Gesetz würde es vereinfachen, qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern einzustellen. 72 Prozent der Befragten würde ein derartiges Gesetz für hilfreich halten.

Eine vergleichbare Gesetzgebung gibt es bereits in Frankreich. Das „French Tech Visa“ ermöglicht es Startup-Gründern, -Mitarbeitern sowie -Investoren aus dem außereuropäischen Ausland eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis für vier Jahre zu beantragen. Berg fordert: „SPD und Union haben im Koalitionsvertrag ein Fachkräftezuwanderungsgesetz versprochen. Es muss die Bedürfnisse und oft eingeschränkten Möglichkeiten von Startups berücksichtigen und so schnell wie möglich entworfen, verabschiedet und umgesetzt werden.“

Fragestellungen der Studie

Im Auftrag des Bitkom befragte Bitkom Research 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland. Die Fragestellungen lauteten:

  • „Wie viele Mitarbeiter sind aktuell in eurem Startup beschäftigt?“
  • „Wie wird sich die Anzahl der Mitarbeiter in eurem Startup im Jahr 2018 voraussichtlich entwickeln?“
  • „Wie viele offene Stellen gibt es aktuell in eurem Startup?“
  • „Ist es bereits vorgekommen, dass eine Stelle in eurem Startup nicht besetzt werden konnte, weil kein geeigneter Kandidat gefunden werden konnte?“
  • „Wie hilfreich werden die jeweiligen Maßnahmen deiner Meinung nach für euer Startup sein?“

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