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Fast alles neu in Hannover Startup-Treff auf der Cebit 2018

Autor: Wilfried Platten

Die Idee klingt gut: Die „neue“ Cebit soll zum Schau- und Tummelplatz für junge, aufstrebende Unternehmen werden, die dort ihre Ideen auf Praxistauglichkeit und Erfolgsaussichten hin testen können.

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Hand in Hand mit der Startup-Szene...
Hand in Hand mit der Startup-Szene...
(Bild: Deutsche Messe AG)

Die Cebit, ab diesem Jahr ja nicht mehr die größte IT-Messe der Welt sondern selbsternanntes „Business-Festival für Innovation und Digitalisierung“, präsentiert sich 2018 auch als Plattform für neue Geschäftsideen, Produkt- und Lösungsneuheiten von Startups. Dafür wird in Halle 27 ein eigener Ausstellungsbereich eingerichtet und mit dem Kooperationspartner Bundesverband Deutsche Startups inhaltlich gestaltet. Zu den Informations- und Diskussionsveranstaltungen zählen in erster Linie:

  • themenspezifische Panels mit Vertretern von Startups, Politik und Investoren
  • der Investors Club für vertrauliche Finanz- und Finanzierungsgespräche, der für Investoren kostenpflichtig ist (300 Euro)
  • das tägliche Startup-TV mit einer rund einstündigen Sendung an jedem Messenachmittag und
  • der Founders Fight Club, bei dem sich Gründerköpfe vor einem Experten-Gremium dem „unternehmerischen Wortgefecht“ stellen.

Lockere Sitten in Hannover?

Und damit tauchen wir ab in die sprachlichen Untiefen der Veranstaltung. Neben dem Founders Fight Club gibt es auf dem „interaktiven Event-Space scale11 im Rahmen der d!tec-Plattform“ auch eine „FuckUp Night“ für gescheiterte Startups. Scale11 ist nichts weiter als der besagte Ausstellungsbereich in Halle 27, d!tec (keine Ahnung wie man das Ausrufezeichen ausspricht) ist neben d!conomy (die alte Cebit), dem Diskussions- und Vortragsformat d!talk sowie dem „emotionalen Herzstück“ d!campus (Streetfood und Livemusik unter dem Expo-Dach) eine der vier Konzeptsäulen der neuen Cebit und steht einerseits für „Startups mit disruptiven Geschäftsmodellen“ und andererseits für die Aktivitäten von „Forschungsinstituten mit Technologien von morgen und übermorgen“.

Es bleibt bei sprachlichen Exzessen

Wer sich dafür interessiert, sollte sich also erst einmal mit der kryptischen Nomenklatur vertraut machen, um mitreden zu können. Aber Grenzziehung und Selbstüberhöhung durch quasi-hermetische Sprache ist ja ein altbekanntes Phänomen. Ach ja, auf der FuckUp Night berichten übrigens gescheiterte Startups über die selbst erfahrenen Untiefen der unternehmerischen Praxis – hoffentlich einigermaßen allgemeinverständlich…

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS