Storage-Produkte für SAN und NAS

Speicher-Lösungen im Fokus

03.07.2007 | Redakteur: Philipp Ilsemann

Das FibreCAT SX ist Teil von FSCs Einsteigerlösung »My very first SAN«.
Das FibreCAT SX ist Teil von FSCs Einsteigerlösung »My very first SAN«.

Egal, ob NAS oder SAN – der Speicherbedarf von Unternehmen wächst stetig. Immer leistungsstärkere Hardware mit hoher Kapazität ist daher gefragt, um den Speicherhunger der Anwender zu stillen.

Brocade hat sich den Komponenten der SAN-Hardware verschrieben. Der Hersteller kündigte an, in den Markt für Host Bus Adapter (HBA) einzusteigen. Den Anfang machen drei Produkte. Der 2110 iSCSI Initiator ist kompatibel mit Enterprise-Servern auf Windows- und Linux-Basis und soll sich besonders energiearm betreiben lassen. Für den Fibre-Channel-Markt bringt Brocade den Bre041 und den Bre042. Die PCI-Express-Karten bieten eine Bandbreite von vier Gigabit pro Sekunde und ermöglichen damit 200 000 IOPS (Inputs/Outputs pro Sekunde). Der Bre041 stellt dabei einen, der Bre042 zwei Kanäle zur Verfügung.

Besonders unkompliziert will Fujitsu Siemens Computers (FSC) Kunden zum Aufbau eines SANs bringen. Mit »My very first SAN« bietet das Unternehmen ein Bundle, das den Einstieg in die vernetzte Speicherwelt erleichtern soll. So bekommt der Kunde ab einem Listenpreis von etwa 10 000 Euro ein Paket mit FibreCAT-SX-Speichersystem, Switches von Brocade und Host-Bus-Adaptern von Emulex. Dabei will der Hersteller eine hohe Skalierbarkeit gewährleisten. Die Installation der Lösung soll in neun Schritten möglich sein.

Gingcom

Die Anfang des Jahres neu gegründete BDT-Tochter Gingcom will mit ihrem Kernprodukt, der Gingcom Appliance, mittelständischen Unternehmen eine Komplettlösung für Storage, Backup und Langzeitarchivierung bieten. Das Produkt ist in einer 19-Zoll-Box untergebracht und mit einem speziellen Ablageverfahren ausgestattet. Mittels »Content Adressable Storage« werden die Daten nach Inhalt und nicht nach Ablage-Ort organisiert. Je nach Alter, Zugriffshäufigkeit, Speicherstand und definierter Aufbewahrungsdauer verlagert die Appliance die Daten auf das jeweils kostengünstigste Speichermedium. Das Gerät ist mit Kapazitäten von 2,2 und 4,4 Terabyte erhältlich. Versionen mit 8,8 und 17,6 Terabyte sollen im Laufe des Jahres folgen. Der empfohlene Einstiegspreis liegt bei 40 000 Euro.

Hewlett-Packard

Deutlich günstiger ist die Mittelstandslösung Storageworks 1200 All-in-one von Hewlett-Packard (HP). Leichte Administrierbarkeit steht bei dem mit SAS- und SATA-Platten ausstattbaren System im Vordergrund. So soll das komplette System laut HP in nur 30 Minuten installiert und im Netz bereitgestellt werden können. Die 1200 wird mit einer Kapazität von drei Terabyte für 6 595 Euro vertrieben. Neun Terabyte sollen 10 495 Euro kosten.

Hitachi Data Systems

Auch Hitachi Data Systems hat den NAS-Markt für sich entdeckt. Der Platzhirsch aus dem SAN-Umfeld kooperiert seit Ende 2006 mit dem US-Unternehmen Bluearc. Die High Performance NAS Platform hat kürzlich einen Geschwindigkeitsschub erhalten und erreicht nun in einer Clusterkonfiguration mit vier Knoten mehr als eine Million Ein- und Ausgabeoperationen pro Sekunde. Dadurch soll auch die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit erhöht werden.

IBM

Eine Ergänzung seiner N-Series hat IBM im Frühjahr auf den Markt gebracht. Der N5300 Enterprise-Class-Speicher soll den Kunden dabei helfen, ihre Speicheranforderungen aus dem iSCSI-, NAS-, File-Serving- und Fibre-Channel-Bereich auf einer Hardwareplattform zusammenzubringen. Mit Hilfe der Deduplizierungs-Funktion Advanced-Single Instance Storage soll die Platzersparnis ohne Leistungseinbußen erreicht werden.

Netgear

Mit der Übernahme der Firma Infrant hat sich Netgear im Mai auch im NAS-Markt breit gemacht. Brandneu ist die ReadyNAS-Produktfamilie, die sich mit ihren vier SATA-Festplatteneinschüben an Heim- und SMB-Umgebungen wendet. Die Daten werden via Gigabit-Ethernet transportiert. Zudem unterstützen die Geräte die RAID-Levels null, eins und fünf. Mit der Funktion X-RAID lässt sich der Level je nach Anzahl der eingebauten Festplatten automatisch wählen und anpassen. Zusätzliche externe Geräte schließt der Nutzer via USB 2.0 an. Je nach Ausstattung kosten die Produkte zwischen 1 200 und 1 900 Euro. Die Rackmount-Versionen für Unternehmen kommen im 19-Zoll-Gehäuse daher und werden für 2 500 bis 3 650 Euro feilgeboten.

Promise

Volle Redundanz verspricht die Firma Promise bei ihren NAS-Systemen V-Trak E-Class. Von den Festplatten über die Kühl-Elemente bis hin zu den Netzteilen sind darin alle wichtigen Komponenten doppelt ausgelegt und können im Schadensfall bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden. Die vollständig redundanten Geräte mit zwei RAID-Controllern kosten 6 100 Euro. Die Ein-Controller-Variante ist schon für 4 200 Euro zu haben – jeweils ohne Festplattenbestückung. Der Vertrieb läuft über den Distributor CPI.

Neben der Hardware wird auch die Software immer wichtiger. Was nützt die schönste und größte Speicher-Hardware, wenn der Administrator den Überblick über die Daten, Rechte und Ressourcen verliert. Die Software-Unternehmen haben sich einiges einfallen lassen, damit dies in Zukunft nicht mehr geschieht.

EMC

Auf richtlinienkonforme Backup- und Recoveryprozesse konzentriert sich EMC mit seinem Produkt Diskxtender. Dieser sorgt dafür, dass inaktive Daten von Produktivsystemen auf Plattenarchive, Bänder und optische Speicher verschoben werden.

Network Appliance

Brandneu ist Netapps Erweiterung seiner Manageability Software Suite. So wurden die Datenmanagementlösungen für Ora-cle, SQL und Exchange um die Unterstützung von SAP und Sharepoint 2007 ergänzt. Mit Hilfe des Tools Snapdrive lässt sich Speicherplatz automatisch zuweisen. So ist es möglich, die Größe der einzelnen LUNs (Logical Units) auf über zwei Terabyte auszuweiten.

Symantec

In der Windows-Version 5.0 HA seiner Veritas Storage Foundation hat sich Symantec vor allem auf die Vereinfachung der Bedienung der Software konzentriert. So verfügt das Release über Installations- und Konfigurationsassistenten für Speicherung, Clustering und Replikation. Disaster-Recovery-Szenarien können mit dem Tool Fire Drill simuliert werden.

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