Studie von Eleven Spamfilter als Risikofaktor

Redakteur: Katharina Krieg

Eine aktuelle Studie des eMail-Sicherheitsexperten Eleven zeigt, dass die Spamfilter von Unternehmen ihre Aufgabe teilweise zu genau nehmen. 55 Prozent der Umfrageteilnehmer meinen, das Spam-Aufkommen habe sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Dabei werden für Geschäftsabschlüsse wichtige Nachrichten häufig als ungewollt aussortiert und können so dem Unternehmen eher schaden als nützen.

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Spamfilter, die ihrer Bestimmung nicht nachkommen, können dazu führen, dass Unternehmen bares Geld durch die Lappen geht.
Spamfilter, die ihrer Bestimmung nicht nachkommen, können dazu führen, dass Unternehmen bares Geld durch die Lappen geht.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter deutscher Unternehmen stufen das Übersehen geschäftsrelevanter eMails als größte Gefahr von Spam ein. Erst dahinter folgen mit ungefähr 45 Prozent Sicherheitsbedrohungen wie Viren oder Spyware. Das fand eMail-Security-Anbieter Eleven durch eine Umfrage unter rund 320 Messebesuchern auf der CeBIT heraus.

»Es ist weit geschäftsschädigender, wenn wichtige Nachrichten ihren Empfänger nicht oder nur verzögert erreichen, als wenn unter Umständen wenige Spam-Mails im Posteingang auftauchen«, ist sich auch Eleven-Geschäftsführer Robert Rothe sicher. Die Erfahrung, vom Spamfilter bedeutende Nachrichten vorenthalten zu bekommen, haben bereits 56 Prozent der Mitarbeiter deutscher Unternehmen machen müssen. Sie gaben an, dass sie durch die Aussortierung geschäftsrelevante eMails entweder übersehen oder gar nicht erst bekommen haben.

Den umgekehrten Fall, dass geschäftskritische Nachrichten nicht beim Gegenüber angekommen sind, hat bereits die Hälfte der Befragten erlebt. Weitere 38 Prozent gehen fest davon aus, dass im Tagesgeschäft mit diesen Ausfällen zu rechnen ist. Sicher, dass ihre Nachrichten noch nie als Spam eingestuft wurden, sind lediglich 20 Prozent der Mitarbeiter. Aufgrund der hauptsächlich negativen Erfahrungen ist laut Umfrageergebnis die so genannte False-Positive-Rate für rund 35 Prozent der Teilnehmer das wichtigste Kriterium bei der Anschaffung eines Spamfilters.

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