Spezialisten für die Netzwerk-Sicherheit gesucht Sourcefire: Expansionspläne für den Channel

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr.Andreas Bergler / Dr. Andreas Bergler

Mit viel Selbstvertrauen und einer vergrößerten Channel-Mannschaft will Sourcefire jetzt den deutschen Security-Markt aufrollen. Mit im Gepäck hat der Intrusion-Prevention-Spezialist auch neue Gefahren-Abwehrtechnologien.

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Die „Advanced Malware Protection“ von Sourcefire durchleuchtet das Verhalten und die Bewegung der Daten im Unternehmensnetz.
Die „Advanced Malware Protection“ von Sourcefire durchleuchtet das Verhalten und die Bewegung der Daten im Unternehmensnetz.
(Sebastian Kaulitzki - Fotolia)

Dieses Jahr legt Sourcefire kräftig zu: „In Europa tätigen wir derzeit die größte Investition in unserer Firmengeschichte“, erklärt John Negron, Senior Vice President Worldwide Sales bei Sourcefire. Vor allem in der DACH-Region sei man mit dem Thema Network-Security derzeit besonders aktiv. „Nach den großen Übernahmen von Security-Anbietern in der jüngsten Vergangenheit, ist Sourcefire jetzt einer der wenigen eigenständigen Network-Security-Player am Markt“, beschreibt Negron im Gespräch mit IT-BUSINESS die Situation.

Während andere große Anbieter, wie beispielsweise HP und IBM, durch ihre Security-Zukäufe nun langsam aber sicher ihren Kompetenz-Fokus verlören, gälte es nun, die Gunst der Stunde zu nutzen. Mit NG-Technologien (Next-Generation) wie dem Intrusion-Prevention System (IPS) mit integrierter Applikations-Kontrolle und einem veränderten Anti-Malware-Schutz sowie einem aufgewerteten Incentive-Programm soll Resellern der Ein- und Aufstieg in den Network-Security-Markt schmackhaft gemacht werden.

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Firewall und Anti-Malware

Gefragt sind dabei vor allem Spezialisten mit Fokus auf mittlere bis große Unternehmen. So basiert die Next-Generation-Firewall, die Ende vergangenen Jahres gelauncht wurde, auf der universellen Netzwerk-Security Plattform Firepower. Diese kann je nach Kundenwunsch als eine reine NGIPS, eine NGIPS mit Applikations-Kontrolle oder eine NG-Firewall konfiguriert werden und adressiert damit einen breiten Kreis anspruchsvoller Anwender-Unternehmen. Die Firewall kombiniert Erkennungs-Funktionen, granulare Kontrolle von über 1.000 Applikationen mit automatisierter Threat Prevention. Sie korreliert dabei Anwendungen, Nutzer, Inhalte, Hosts, Attacken, Schwachstellen, Verhalten und Veränderungen in der Nutzerumgebung. Für automatisierte Policy-Empfehlungen werden die Warnhinweise und Ereignisse reduziert und gefiltert.

Eine ähnliche vernetzte Struktur liegt der Anti-Malware-Lösung Fireamp zugrunde, die Ende Januar auf den Markt kam. Speziell auf die Abwehr von Advanced Persistent Threats, also individuell erstellten, gezielten Attacken, die lange Zeit unter der Wahrnehmungsschwelle von herkömmlichen Abwehrsystemen agieren, zielt die Lösungsarchitektur hier ab. Fireamp wurde für große Unternehmen konzipiert und soll auch Bedrohungen in sehr großen Datenmengen identifizieren können. Hierzu gehört die Verfolgung der Datenströme innerhalb des Unternehmens und eine kontinuierliche Analyse in der Cloud, die die Historie sämtlicher Datei-Aktivitäten untersucht.

Wie die Partnerlandschaft aufgebaut werden soll, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Neue Partner für neue Lösungen

Die Nachfrage nach effizienten Lösungen zum Schutz vor Advanced Persistent Threats ist laut Hersteller besonders hoch. „Die derzeit verfügbaren Endpoint-Protection-Plattformen sind nicht in der Lage, Endpoints gegen sich massenhaft vermehrende Bedrohungen zu schützen – und ihre Leistungen sind noch desolater, wenn es sich um manuell erstellte, gezielte Attacken handelt“, kommentiert Neil MacDonald, Vice President von Sourcefire.

Zeit also, zu handeln: „In Europa werden wir unseren Stab von neun Mitarbeitern für Vertrieb und Channel bis Ende dieses Jahres verdoppeln“, beschreibt Sylke Baumann, Channel Manager Central & Eastern Europe bei Sourcefire, die Ziele. Die Managerin, die erst um die Jahreswende vom Security-Anbieter McAfee zu Sourcefire gewechselt ist, will noch viel bewegen. Neben Westcon sollen noch weitere Valued-Added-Distributoren und größere Systemintegratoren mit ins Boot geholt werden. □

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