Cyber-shot-Kameras RX100M4 und RX10M2 sowie Flaggschiff α7RII Sony startet mit neuen Kameras in den Sommer

Autor: Heidemarie Schuster

Sony bringt im Sommer neue Kameras auf den Markt. Das Flaggschiff ist die α7RII (ILCE-7RM2) mit 42,4 Megapixel. Zudem wird die RX-Serie mit den Modellen RX100M4 und die RX10M2 ausgebaut.

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Die DSC-RX100M4 von Sony kostet 1.150 Euro (UVP).
Die DSC-RX100M4 von Sony kostet 1.150 Euro (UVP).
(Bild: Sony)

Im Sony-Kamera-Portfolio tut sich wieder etwas: Die RX100M4 und die RX10M2 gehören laut Hersteller schon jetzt zu den vielseitigsten Kameras der Cyber-shot-Familie. Beiden Kameras haben den neuen ein Zoll großen Sensor „stacked“ Exmor RS CMOS. Dieser verfügt über aktuelle Signalverarbeitung und einen neuen DRAM-Speicher-Chip. Letzterer trägt dem Hersteller zufolge maßgeblich dazu bei, dass unter anderem Daten vom Sensor rund fünfmal schneller ausgelesen werden können als zuvor. Aber auch bei anderen Profi-Video-Funktionen spielt er eine wesentliche Rolle, zum Beispiel: die 40-fache Super-Zeitlupe mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde, der schnelle „Anti-Distortion“-Verschluss für Belichtungszeiten von nur 1/32.000 Sekunde oder die interne 4K-Aufnahme, mit deren Hilfe ultra-hochauflösende Videos aufgezeichnet werden können.

Bis zu 40-fache Super-Zeitlupe

Die beiden Cyber-shot-Kameras zeichnen Videos auf Wunsch 40-fach langsamer auf. Vor der Aufnahme können 250 Bilder, 500 Bilder oder 1.000 Bilder pro Sekunde gewählt werden. Zudem besteht noch die Qual der Wahl beim Wiedergabe-Format: 25p und 50p sind möglich. Entscheiden muss man sich zudem, wenn es um die Nutzung der Aufnahme-Taste geht. Sie kann entweder verwendet werden, um mit dem Finger die Aufnahme zu starten oder um das Ende der Aufnahme festzulegen. Bei letzterer Variante speichert die Kamera die zwei bis vier Sekunden vor dem Drücken der Taste auf die Speicherkarte. Zwei Sekunden mit 1.000 Bildern pro Sekunde in 25p ergeben ungefähr 80 Sekunden Film bei normaler Wiedergabe.

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Schneller Verschluss

Der DRAM-Chip ermöglicht der RX100M4 und der RX10M2, in Verbindung mit dem Sensor schnelle Motive einzufangen. Mit 16 Bildern pro Sekunde kann die RX100M4 aufwarten. Auch der RX10M2 entgeht mit 14 Bildern pro Sekunde nichts. Gerade weil der Sensor im Expresstempo ausgelesen werden kann, sind Verschlusszeiten von 1/32.000 Sekunde möglich.

4K-Videos

Beide Kameras sind die ersten Cyber-shot Modelle von Sony, die in der Lage sind, 4K-Signale (3.840 x 2.160) intern aufzuzeichnen. In 4K sind so Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Bei Full HD sind es 50 Megabit. Einzig in der Aufzeichnungsdauer unterscheiden sich die beiden neuen Kameras. Die RX10M2 kann bis zu 29 Minuten in 4K-Qualität aufnehmen. Die RX100M4 ermöglicht immerhin rund fünf Minuten am Stück in höchster Qualität. Beide Kameras bieten zudem die Möglichkeit, während der 4K-Video-Aufnahme Fotos mit 16,8 Megapixeln zu machen.

Design und Autofokus

Die RX100M4 bleibt dem Design der RX100-Familie treu. Zur Ausstattung gehören das Zeiss-Objektiv Vario-Sonnar T* 24-70 Millimeter mit einer Anfangsblende von 1.8.

Die RX10M2 setzt auf das Zeiss-Objektiv Vario-Sonnar T* 24-200 Millimeter mit einer durchgehenden Blende von 2.8.

Beide Kameras sind mit einem fein auflösenden XGA-OLED-Sucher ausgestattet, der eine Auflösung von 2,35 Millionen Pixel bietet. Erneut setzt auch die RX100M4 auf den Pop-Up-Sucher der RX100M3 mit Zeiss-T*-Beschichtung, der auf Wunsch im Inneren der Kamera verschwindet.

Beide Kameras verfügen über einen weiterentwickelten „Fast Intelligent“-Autofokus, der innerhalb von 0,09 Sekunden via Kontrastmessung selbst schnelle Motive einfängt. Auch die Schärfenachführung gelingt dank neuer Autofokus-Algorithmen.

Weitere Funktionen

Mit WiFi, NFC und dem direkten Zugang zum PlayMemories Camera Apps bleiben keine Online-Wünsche offen.

Mit einigen frei konfigurierbaren Tasten passen sich beide Kameras den individuellen Wünschen ihrer Besitzer an. Die RX10M2 ist zudem wegen ihrer robusten Bauweise gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt.

Preise und Verfügbarkeit

Die Kamera DSC-RX100M4 von Sony kostet 1.150 Euro (UVP), die DSC-RX10M2 schlägt mit 1.600 Euro zu Buche. Beide Geräte sind ab dem Sommer 2015 erhältlich.

Details zum neuen Sony-Kamera-Flaggschiff α7RII finden Sie auf der nächsten Seite.

Die neue Nummer eins von Sony

Das neue Flaggschiff von Sony α7RII (ILCE-7RM2) zeigt laut Hersteller, was in punkto Kameratechnik heute möglich ist. So hat die Kamera Sony zufolge den weltweit ersten rückwärtig beleuchteten Exmor-R-CMOS-Vollformat-Sensor. Dieser bietet 42,4 Millionen Pixel, eine Empfindlichkeit von bis zu ISO 102.400 und einen schnellen Autofokus mit 399 Phasen-Fokuspunkten.

Zur weiteren Ausstattung der α7RII gehört ein Fünf-Achsen-Bildstabilisator. Bei 4K-Aufnahmen beherrscht die Kamera verschiedene Formate – Super 35mm (ohne Pixel binning) und Vollformat inklusive. Der neu entwickelte XGA OLED-Sucher mit 0,78-facher Vergrößerung ist ein weiteres Highlight.

Hohe Auflösung, hohe Empfindlichkeit

Der vollständig neu entwickelte Sensor glänzt mit 42,4 Megapixel sowie lückenlos platzierten On-Chip-Linsen, die nahtlos auf dem Sensor angeordnet sind, um das auftreffende Licht mit jedem Pixel so effektiv wie möglich zu bündeln. Eine spezielle Antireflexionsschicht auf der Oberfläche der Glasversiegelung des Sensors soll die Fähigkeit des Chips verbessern, Licht aufzunehmen. Das führt letztlich zu hoch auflösenden Bildern mit unerreichtem Dynamik-Umfang und nur geringem Rauschen – auch bei hohen ISO Stufen. Die ISO Stufen bewegen sich zwischen ISO 50 und ISO 102.400.

Der BIONZ-X-Prozessor wurde runderneuert und kann nun Sony zufolge spielend mit den Datenmengen umgehen und sorgt für Fotos sowie Videos mit geringem Rauschen.

Damit der Autofokus jedes Objekt im Sucher erkennen und verfolgen kann, ist die Sensoroberfläche mit 399 Phasen-Autofokuspunkten gepflastert. 25 Kontrast-Autofokuspunkte helfen zudem, die Geschwindigkeit beim Scharfstellen im Vergleich zur α7R um 40 Prozent zu verbessern.

Fünf-Achsen-Bildstabilisator

Genau wie in der α7II schützt ein Fünf-Achsen-Bildstabilisator den Sensor vor unnötigen Vibrationen. Optimiert für den extrem hoch auflösenden Sensor, gleicht er Schwankungen in alle Himmelsrichtungen aus. Und auch rotierende Bewegungen bereiten laut Hersteller keine Probleme. Bis zu 4,5 Blendenstufen lassen sich so gewinnen.

4K-Funktion

Unabhängig von ihren Foto-Qualitäten kann die α7RII auch mit ihren Video-Vorzügen überzeugen. Sie kann Videos in 4K (QFHD 3.840 x 2.160) entweder im Super-35mm-Crop-Modus oder Vollformat-Modus aufzeichnen. Im Super-35mm-Modus sammelt die Kamera durch das vollständige Auslesen des Sensors ohne Pixel Binning rund 1,8-mal mehr Bildinformationen für 4K Videos. Durch „Oversampling“ wird das Auftreten von Moire und sogenannten Treppeneffekten verhindert.

Auf die Speicherkarte schreibt die Kamera die 4K Daten im XAVC-S Format. Das ermöglicht ihr eine Bitrate von 100 Megabit pro Sekunde in 4K und 50 Megabit bei Full HD.

Verschiedene Bildprofile, S-Log2, Gamma und S-Gamut, sowie Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde in HD (720p) sind kein Problem. Wer mag, kann Time Codes setzen und das Signal via HDMI direkt ausgeben.

Preis und Verfügbarkeit

Die ILCE-7RM2 (α7RII Body) bietet Sony ab dem Sommer 2015 für 3.500 Euro (UVP) an.

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