Spiegellos glücklich mit Systemkamera und Translucent-Mirror-Technologie Sony ergänzt SLT- und NEX-Kamerafamilie

Redakteur: Sylvia Lösel

Sony treibt die Entwicklung in zwei relativ neuen Kamerasegmenten voran. Die NEX-Serie umfasst Kompaktkameras mit Wechselobjektiven, die SLT-Serie steht für teildurchlässige Spiegel, die bereits jetzt schon die ersten SLR-Kameras des Herstellers ablösen.

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Die SLT-A77N mit Translucent-Mirror-Technologie soll die DSLR-A700 ablösen.
Die SLT-A77N mit Translucent-Mirror-Technologie soll die DSLR-A700 ablösen.

Kurz vor der IFA stellt Sony vier neue Kameras vor. Zwei Modelle ergänzen die im vergangenen Jahr eingeführte Klasse der SLT-Kameras, die beiden anderen Modelle gehören der NEX-Familie an.

Nachdem Sony erst im Juni seine SLT-Familie erweitert hatte, steht nun wieder Familienzuwachs an. Mit der SLT-A77V ersetzt Sony das „normale“ Spiegelreflexmodell DSLR-A700. Die neue SLT-A65V ist das etwas kleinere Modell, das ebenfalls mit der Translucent-Mirror-Technologie arbeitet. Diese Bauart hatte Sony erst im vergangenen Jahr auf der Photokina vorgestellt.

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Vorteil: Geschwindigkeit

Bei den SLT-Kameras kommt ein halbdurchlässiger Spiegel zum Einsatz, der zwischen Optik und Sensor aufgehängt ist. Damit umgeht Sony die sonst aufwändige, mechanische Spiegelkonstruktion einer herkömmlichen SLR-Kamera. Da der Spiegel lichtdurchlässig ist, muss er nicht bewegt werden. Ein Teil des Lichts gelangt direkt auf den Bildsensor, der andere Teil steht für den Autofokus zur Verfügung. Der Vorteil: die Serienbildaufnahme wird deutlich beschleunigt. So schafft die neue A77V bis zu zwölf Bilder pro Sekunde, bei der A65V sind es zehn Bilder pro Sekunde. Während die A77V mit einem 19-Punkt-Autofokus ausgestattet ist, verfügt das kleinere Modell über ein 15-Punkt-AF-System.

Verbesserte Videofunktion

Beide Kameras bieten eine Auflösung von maximal 24,3 Megapixel, die ein Exmor APS-C-HD-CMOS-Sensor bietet. Dieser arbeitet mit einem Bionz-Bildprozessor und einem integrierten Bildstabilisator. Die ISO-Einstellungen umfassen den Bereich von 100 bis 16.000. Der Verschluss bietet Belichtungszeiten zwischen 1/8000 und 30 Sekunden. Beide Kameras sind mit einem elektronischen XGA-OLED-Sucher ausgestattet. Alternativ können die Bilder auch auf dem Drei-Zoll-Display betrachtet werden. Bei der A77V ist dieses mit einem Drei-Wege-Schwenkmechanismus versehen, bei der A65V ist ein Zwei-Wege-Schwenkmechanismus vorgesehen. Bei der Videofunktion wurde der Autofokus im Vergleich zu den bereits eingeführten SLT-Modellen verbessert. Auch zeichnet die Kamera mit 50p auf. Zahlreiches Zubehör von Objektiven über einen Handgriff bis zu Taschen oder Blitzgeräten ergänzt die Modellreihe.

Kompakt und ohne Spiegel

Mit der NEX-7 stellt Sony das Top-Modell der NEX-Serie vor. Die Ausstattung ist ähnlich der A77V, nur fällt bei der NEX-Serie der Spiegel komplett weg. So kommt ebenfalls ein Exmor-APS-C-HD-CMOS-Sensor zum Einsatz, die Kamera verfügt über einen OLED-Sucher, filmt mit 50p und hat einen Bionz-Bildprozessor an Bord. Die Lichtempfindlichkeit reicht auch hier von ISO 100 bis 16.000. Die Serienbild-Funktion schafft zehn Bilder pro Sekunde. Dank des Anschlusses für Zubehör, bietet die NEX-Serie viel Verkaufspotenzial für den Fachhandel. Das Zubehör reicht von Blitzgeräten, über Objektiv-Adapter bis zu Taschen und Speicherkarten.

Die NEX-5N ist die Nachfolgerin der NEX-5. Sie schafft eine maximale Auflösung von 16,1 Megapixeln und verfügt über eine maximale Lichtempfindlichkeit von ISO 25.600. Die Auslöseverzögerung ist mit 0,02 Sekunden für eine Systemkamera schnell. In der Serienbildfunktion sind zehn Aufnahmen pro Sekunde möglich. Auch Videos nimmt die NEX-5N mit 50p im AVCHD-Format auf. Auch für die NEX-5N stellt Sony zahlreiches Zubehör zur Verfügung. ?

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