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Analyse von Kamerabildern

Sony bringt künstliche Intelligenz auf den Markt

| Autor / Redakteur: dpa-AFX / Heidemarie Schuster

Die Künstliche Intelligenz von Sony kann ein Gesicht in einem Bild lokalisieren.
Die Künstliche Intelligenz von Sony kann ein Gesicht in einem Bild lokalisieren. (Bild: © R.-Andreas / Patrick P. Palej - adobe.stock.com_24560982 - [M] J Rath)

Sony hat die weltweit ersten Bildsensoren vorgestellt, bei denen Künstliche Intelligenz zur Bildanalyse und Bildverarbeitung direkt in den Logikchip integriert ist. Dies ermögliche eine KI-Analyse von Kamerabildern, ohne dass sensible Inhalte in die Cloud übertragen werden müssten.

Die neuartigen Bildsensoren von Sony sollen beispielsweise im Einzelhandel eingesetzt werden, um Kundenbewegungen in einem Geschäft analysieren zu können. Werde die Kamera im Eingangsbereich installiert, könnten damit Kunden gezählt werden. Werde sie an einem Regal angebracht, könne erkannt werden, wo Waren fehlen. Sei die Kamera an der Decke installiert, könne sie zur Erstellung von Wärmebildern genutzt werden, um Bereiche mit vielen Ladenbesuchern zu erkennen.

Sony betont, mit dem System könne man zwar ein Gesicht in einem Bild lokalisieren („face detection“), nicht aber spezifische Gesichter wiedererkennen („face recognition“). Daher handele es sich um ein sehr datenschutzfreundliches Konzept.

Sony wurde als Hersteller von Fernsehern und anderer Unterhaltungselektronik hart getroffen. Die neue Entwicklung soll zumindest mittel- und langfristig das Geschäft ankurbeln. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen erwarte von den neuartigen Bildsensoren erhebliches Neu-Geschäft.

Mit den neuartigen Sensoren könne man in der Logistik auch Barcodes erkennen oder in Arbeitsbereichen kontrollieren, ob Beschäftigte wie vorgeschrieben Schutzhelme oder Atemmasken tragen. Denkbar sei auch ein Anwendungsszenario, in dem der Bildsensor eigenständig eine Gefahrensituation feststellt.

Die Sensoren bestehen aus einem Pixelchip und einem Logikchip. Das Signal, das der Pixelchip erfasst, wird durch die Künstliche Intelligenz auf dem Sensor verarbeitet, so dass keine Hochleistungsprozessoren oder externen Speicher benötigt würden, verspricht Sony.

Dies ermögliche die Entwicklung von sogenannten Edge-KI-Systemen, wo die Rechenleistung am Außenrand des Netzwerks (Edge) bereitgestellt wird und Daten nicht erst in ein Rechenzentrum oder die Cloud übertragen werden müssen. Dadurch werde auch die Reaktionszeit (Latenz) geringer. Außerdem sei der Verzicht auf Datenübertragungen quer durch das Netz datenschutzfreundlich.

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