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Software-defined Storage – Mehr als ein Buzzword?

| Autor / Redakteur: Mark Schulte / Katrin Hofmann

Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Wie lässt sich Software-defined Storage definieren und was sollten Unternehmen beim Aufbau solcher Umgebungen beachten? Hier die Antworten darauf.

Während das Management von Servern durch die Verwendung von Hypervisorn zunehmend Service-orientiert geworden ist, kommen Virtualisierungstechniken im Speicher-Umfeld noch seltener zum Einsatz. Eine Untersuchung unter deutschen Unternehmen aus dem Mai 2013 hat gezeigt, dass 82 Prozent der befragten Unternehmen ihre Server virtualisieren, jedoch bislang nur 56 Prozent ihre Speichersysteme. Somit muss das Speicher-Management häufig noch auf Array-Ebene (LUN oder Volume Level) und kann nicht auf Service-Ebene erfolgen. IDC geht davon aus, dass Software-basierter Speicher letztendlich eine wichtige Rolle in jedem Data Center spielen wird – entweder als Bestandteil des Software-defined Data Centers oder einfach als ein Mittel, um Daten effizienter und kostengünstiger im Vergleich zu traditionellem Storage zu speichern.

IDC hat die folgende Definition für Software-defined Storage entwickelt: „Software-defined Storage ist ein Stack an Storage-Software, der auf einer gängigen Ressource (x86 Hardware, Hypervisors oder Cloud) installiert werden kann. Dieser Storage-Software-Stack bietet eine vollumfängliche Suite an Storage-Services (z.B. Orchestration Layer, Skalierbarkeit, Attribut-Management, Datenschnittstellen) und vereinigt zugrundeliegende Speicherressourcen, um Datenmobilität zwischen diesen Ressourcen zu ermöglichen.“ Die wichtige Frage ist natürlich: Handelt es sich dabei nur um ein weiteres Buzzword oder können IT-Abteilungen wirklich von diesem innovativen Speicheransatz profitieren?

Vor diesem Hintergrund sind insbesondere folgende Punkte wichtig:

  • 1. Seien Sie bereit, Silos aufzubrechen. Auf dem Weg zu einer Software-defined Data Center-Architektur vermischen sich die Linien zwischen den traditionellen Silos von Rechenleistung, Speicher und Netzwerk. Daher erfordert die Transformation organisatorische Veränderungen, um erfolgreich sein. Vorteile entstehen durch ein effizientes Management über alle IT-Ressourcen hinweg, durch den Einsatz kostengünstiger x86 Komponenten und durch die Skalierbarkeit des Speichers.
  • 2. Bauen Sie eine Service-basierte Infrastruktur auf. Software-defined Storage ist eine Schlüsselkomponente einer Service-basierten Infrastruktur. Wie in der Server-Welt sollte es auch beim Storage möglich sein, eine Abstraktionsschicht und eine einheitliche Präsentationsschicht über mehrere Ressourcen unterschiedlicher Hersteller zu legen. Dies ermöglicht es wiederum, Komponenten in Abhängigkeit vom Bedarf zu beschaffen, hinzuzufügen, bereitzustellen und deren Nutzung zu messen. Nur wenn auch Storage- und Netzwerk-Ressourcen Software-definiert werden, können Sie eine Service-basierte Infrastruktur aufbauen.
  • 3. Führen Sie Ihre Storage-Ressourcen zusammen. Viele Unternehmen verwalten im Speicherumfeld ihre Speichersysteme getrennt nach Herstellern und Produkten. Der größte Vorteil der Umstellung auf eine Software-defined Storage-Architektur ist die Fähigkeit, unterschiedliche Speicherressourcen zu vereinigen. Somit können Daten auf jeder physischen oder logischen Ressource gespeichert und zwischen Ressourcen automatisch und unterbrechungsfrei bewegt werden. Dies ermöglicht, dass Speicherressourcen für Applikations- und Projektverantwortliche anhand eines Self-Service Portals verfügbar werden, was zu Einsparungen beim Betrieb der Storage-Infrastruktur führen kann.

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