Mehrheitsbeteiligung an Dienstleister Prometheus erworben Softline steigt ins IT-Consulting ein

Redakteur: Harry Jacob

Mit einer Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an der Münchener Prometheus GmbH hat die Softline AG einen ersten Schritt in Richtung IT-Consulting getan. Damit untermauert sie ihre angekündigte Strategie, eine schlagkräftige Gruppe entlang der Wertschöpfungskette von Software-Herstellung und -Vertrieb zu schaffen.

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Eigentlich ist die Prometheus GmbH ein »kleiner Fisch« im großen Teich der IT-Dienstleister, denn das Unternehmen zählt nur 22 Mitarbeiter. Die bringen es aber auf einen Jahresumsatz von immerhin 7, 5 Millionen Euro, und die Wachstumsperspektiven sind glänzend. Deshalb hat die Softline AG nun zugegriffen und sich eine 60 Prozent-Beteiligung gesichert. Weitere fünf Prozent übernimmt Softline-Vorstand Dr. Lars Schneider, der zusammen mit Prometheus-Gründer Michael Reiserer das Unternehmen führen wird. Reiserer hält die verbliebenen 35 Prozent der Prometheus GmbH.

Das Geschäftsmodell ist ungewöhnlich: Die Expertise holt sich Prometheus projektbezogen aus einem Pool von 2.500 freiberuflichen IT-Experten, und als »Dienstleister der Dienstleister« tritt das Unternehmen selbst namentlich gar nicht beim Kunden in Erscheinung.

Der Bereich Ressource Portfolio Management dient der Bereitstellung von Personal für Spitzenzeiten und befristete Projekte. Nicht nur Großkunden, auch Systemhäuser holen sich über Prometheus kurzfristig benötigtes Personal ins Haus, denen die Münchener nicht Wettbewerber sondern Partner sind.

Ein zweites Standbein sind System Services, die von Consulting-Dienstleistungen über Rollout, After-Sales-Service bis zum End-of-Life-Management reichen. Softline-Vorstand Schneider sieht seinem Unternehmen durch den Einstieg bei Prometheus neue Perspektiven geöffnet: »Wir schaffen uns ein Standbein im lukrativen IT-Consulting und verstärken gleichzeitig unsere Kompetenzen im B2B-Segment«.

Erst im Juni hatte Softline den Software-Distributor Maily hinzugekauft, der zuvor zum IT-Dienstleister Cancom gehört hatte. Zusammen mit der schon vorhandenen Software-Distribution Trade-up, der Prometheus-Beteiligung und weiteren Zukäufen solle Softline im Software-Geschäft ein breites Feld abdecken: »Softline wird zu einer schlagkräftigen Gruppe ausgebaut, die sich entlang der gesamten Wertschöpfung der Softwareherstellung und -vermarktung stark positioniert«, erklärte Softline-Vorstand Dr. Lars Schneider schon anlässlich der Maily-Übernahme.

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