Das Internet ändert ERP-Gepflogenheiten Softengine bringt mit Webware neue ERP-II-Lösung

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Der ERP-Hersteller Softengine bringt die Ajax-basierte, browsergestützte ERP-II-Lösung »Webware« auf den Markt. Zum Vertrieb, zur Implementierung und Anpassung beim Kunden sowie als Hosting-Partner sucht das Unternehmen versierte Systemhäuser.

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Auf Webware kann mit allen gängigen Browsern zugegriffen werden – TCP/IP sei dank.
Auf Webware kann mit allen gängigen Browsern zugegriffen werden – TCP/IP sei dank.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bisher beschränkten sich die meisten ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning) auf die Grenzen des Unternehmensnetzwerkes. Durch das Internet werden diese Grenzen in zweierlei Hinsicht aufgehoben: Vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen werden einbezogen und dank Browser-Unterstützung kann von jedem Intnernet-Device aus auf die Ressourcen-Planung zugegriffen werden. Das freut Homeoffice-Arbeiter, Außendienst-Mitarbeiter und Administratoren gleichermaßen. Die Marktforscher von Gartner prägten hierfür den Begriff »ERP-II-System«.

Webware setzt auf Ajax

Der Hauensteiner ERP-Hersteller Softengine bringt nun mit Webware ebenfalls eine Browser-basierte ERP-II-Lösung auf den Markt. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Semiramis setzt das Unternehmen dabei nicht auf reine Java-Technologie, sondern auf Ajax-Programmierung, also »Asynchronous Javascript and XML«. Die Krux bei diesem Konzept liegt in der asynchronen Datenübertragung zwischen dem Server, auf dem die ERP-Lösung gehostet wird, und dem Browser, der sie abruft. Ajax ermöglicht es, innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage auszuführen, ohne die Seite komplett neu in den Browser zu laden. Vielmehr werden lediglich relevante Teile einer HTML-Seite oder nur Nutzdaten nachgeladen, was gewisse Geschwindigkeitsvorteile mit sich bringt.

Versierte Partner gesucht

Wird Webware an Unternehmensprozesse angepasst, geschieht dies nicht auf Sourcecode-Ebene, sondern »on-the-fly«, wie es eine Unternehmenssprecherin im Gespräch mit IT-BUSINESS umschreibt – in Echtzeit also. Die Software wird über eine eigene Bedienoberfläche für die Prozesse optimiert. Ein Anzug mit integrierter Änderungsschneiderei, wenn man so will. Für diese Anpassungen sowie für das Hosting der Software im Auftrag ihrer Kunden, sucht Softengine gegenwärtig weitere Webware-Partner.

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