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Stordis zu den Trends bei Storage So tickt der Storage-Markt

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Die Flut in Thailand, die Cloud oder virtuelle Umgebungen – all das beeinflusst den Speichermarkt. Alexander Jeffries, Geschäftsführer von Stordis, erklärt im Gespräch, wo der Trend bei Storage hingeht.

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Stordis nennt die Trends bei Storage. (mnovelo - Fotolia)
Stordis nennt die Trends bei Storage. (mnovelo - Fotolia)

ITB: Wo positioniert sich Stordis als Distributor im Markt und wie differenzieren Sie sich von Ihren Wettbewerbern?

Jeffries: Stordis ist auf vertikale Märkte und deren gesonderte Anforderungen fokussiert. Häufig benötigen diese spezielle Lösungen mit hoher Bandbreite, geringer Latenz oder auch gewaltigem Datendurchsatz. Außerdem unterscheidet uns unser Know-how von den Wettbewerbern. Wir sind schon lange im Markt und können für unsere Kunden daher je nach Bedarf maßgeschneiderte Gesamtlösungen konzipieren und auch bei der Umsetzung helfen.

ITB: Wohin geht der Trend beim Thema Storage momentan?

Jeffries: Wir sehen einen Trend hin zu SSDs sowie Flash Devices. Dieser hängt vermutlich auch mit der Thailand-Krise zusammen. Denn seither sind normale Festplatten sehr schwer verfügbar. Darum steigen die Preise für Festplatten, während die Preise für SSDs sinken. Das wiederum erhöht die Nachfrage nach SSDs.

ITB: Wie lange werden die Harddisk-Produktionsengpässe und die damit erhöhten Preise Ihrer Meinung nach noch andauern?

Jeffries: Wir gehen davon aus, dass die Lage bis Mitte oder gar Ende des Jahres anhält. Mitte des Jahres wird sich die Situation langsam erholen aber um die Zahlen von vorher wiederherzustellen wird es bestimmt bis Ende des Jahres dauern.

ITB: Wie sehen Sie Ihre Reseller? Sind sie mittlerweile eher Cloud-getrieben oder wird doch lieber auf traditionelle Lösungen gesetzt?

Jeffries: Infrastruktur in die Cloud zu verlegen wird immer wichtiger und spart natürlich auch Kosten. Unserer Meinung nach wird es in Zukunft einzelne Services, wie beispielsweise E-Mail nur noch in der Cloud geben. Wir sehen diesen Trend schon seit längerem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Was jedoch wichtig anzumerken ist, ist dass bei Großunternehmen trotz allem noch immer eine starke Mischung aus traditionellen Konzepten mit Server- oder Tape-Struktur und Server mit Cloud-Struktur besteht. Unseren Wiederverkäufern ist es natürlich sehr wichtig mit der Zeit und dem Trend zu gehen. Einige haben sich bereits dazu entschlossen, das eigene Datacenter zu vergrößern, um entsprechende Cloud-Services anbieten zu können. Darüber hinaus ist es für unsere VARs natürlich sehr interessant, Cloud-Anbieter bei der Auswahl und Installation der richtigen Hard- und Software behilflich zu sein.

ITB: Ist Backup in der Cloud ein Thema für Sie und Ihre Händler?

Jeffries: Backup in der Cloud, à la Amazon S3, ist momentan noch kein allzu großes Thema bei uns sowie unseren Resellern. Die Konzeption ist natürlich interessant und bietet einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Backup-Strategien. Allerdings müssen unserer Meinung nach immer die rechtlichen Bedingungen geprüft werden. Was bedeutet es für ein Unternehmen, wenn die Daten nicht im eigenen Land oder der EU liegen? Welche rechtlichen Bestimmungen gibt es in diesen Ländern? Wie sicher sind die Daten dann überhaupt? Das sind alles Fragen die man nicht außer Acht lassen sollte bevor man sich entscheidet diesen Weg einzuschlagen.

ITB: Welche Verkaufs-Chancen sehen oder erwarten Sie beim Backup virtueller Maschinen?

Jeffries: Durch das stetige Wachstum der Virtualisierungsumgebungen gibt es natürlich eine immer höher werdende Nachfrage nach Backup-Lösungen sowie Erweiterungen von bestehenden Konzepten. Das ist natürlich ein sehr interessantes und wachsendes Business.

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