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Vertrauensprobleme schaden der Beziehung

So lösen Admins ihre Unstimmigkeiten mit dem Netzwerk

| Autor / Redakteur: Leon Adato / Andreas Donner

Damit Admins die „Beziehung“ zu ihrem Netzwerk verbessern können, brauchen sie umfassenden Einblick in das System.
Damit Admins die „Beziehung“ zu ihrem Netzwerk verbessern können, brauchen sie umfassenden Einblick in das System. (Bild: © sean824 - stock.adobe.com)

Nur wenig kann einer Beziehung so sehr schaden wie ein Mangel an Vertrauen. Manchmal sind Unstimmigkeiten aber gesund und stärken die Beziehung. Und, was für den zwischenmenschlichen Bereich gilt, hat auch bei der Beziehung Administrator-Netzwerk seine Gültigkeit.

Fehlendes Vertrauen kann nicht wiedergutzumachenden Schaden anrichten und nichts zerstört Vertrauen schneller als eine glatte Lüge. Jede Lüge ist ein weiterer Nagel im Sarg einer ehemals glücklichen und gesunden Beziehung. Leider sind viele IT-Experten mit genau diesem Problem in der Beziehung zu ihren Netzwerken konfrontiert – vor allem diejenigen, die auf die Möglichkeiten einer durchgängigen Transparenz verzichten müssen.

In vielen Fällen ist der Internetanbieter (ISP) die Ursache für dieses Misstrauen, und das mit gutem Grund: ISPs sind unter IT-Fachleuten bekannt dafür, regelmäßig zu schwindeln – zum Beispiel, wenn ISP-Techniker am Telefon erzählen, sie hätten die Schaltung überprüft und alles sehe gut aus, während der IT-Experte im selben Moment einen nicht eingesteckten T1-Stecker in der Hand hält.

Es kam auch schon vor, dass ein Techniker sagte, eine Fehlkonfiguration durch die IT-Experten sei schuld daran, dass ein Dienst langsam war. Nach ein paar Nachforschungen stellte der ISP dann fest, dass die Bandbreite auf die Hälfte der bestellten Geschwindigkeit eingestellt war.

Es geht hier also keinesfalls um kleine Notlügen, sondern um massive Hirngespinste, die genauso ärgerlich wie schädlich sind. IT-Experten werden beim Lesen dieser Beispiele vermutlich wissend nicken und sich an die nervigen Geschichten erinnern, die sie selbst schon erlebt haben, weil ihnen durchgängige Transparenz fehlte.

Aber wozu jetzt ein Fass aufmachen, wenn diese Probleme IT-Experten immer schon begleitet haben? Der Grund dafür ist die Einführung der hybriden IT.

Der Einzug der hybriden IT

Der Einzug der hybriden IT – der Mischung aus lokalen und cloudbasierten Deployments – wird schon so lange breit diskutiert, dass man schnell übersieht, dass er längst stattgefunden hat. Laut dem SolarWinds IT Trends Report 2017: Portrait of a Hybrid Organisation geben 92 Prozent der befragten IT-Experten an, dass ihr Unternehmen innerhalb des letzten Jahres kritische Anwendungen und Infrastruktur in die Cloud migriert habe.

Die hybride IT ist bereits Realität. Das bedeutet, dass sehr viele IT-Experten nun vor derselben Herausforderung stehen: Wie erlangt man eine durchgängige Transparenz in einer hybriden IT-Umgebung und wie kann man etwas überprüfen, das in der Cloud bereitgestellt wurde?

Unternehmen, die Teile ihrer Umgebungen in die Cloud übertragen, gehen das Risiko ein, Verfügbarkeit, Leistung und Sicherheit zu beeinträchtigen. Studien von SolarWinds fanden sogar heraus, dass die Sicherheit der Hauptgrund dafür war, wenn Umfrageteilnehmer Anwendungen oder Infrastrukturelemente zunächst in die Cloud migrierten und dann letztendlich doch wieder lokal bereitstellten.

Wenn man sich vom unternehmenseigenen Rechenzentrum entfernt, kommen neue Herausforderungen auf einen zu: Leistung und Verfügbarkeit hängen nun unmittelbar mit einem Bereich zusammen, der üblicherweise vollständig im Bereich von ISPs liegt. Wie bereits angedeutet, sind ISPs aber häufig aalglatt und geben selten Einblick in die wahren Ursachen für Probleme in Sachen Leistung und Verfügbarkeit.

Wie können IT-Experten in dieser Situation nun die zugrundeliegende Ursache eines Problems ermitteln? Man stelle sich vor, man könnte keine Verbindung zu einem Dienst herstellen und der ISP gebe wie üblich nur ausweichende Antworten auf die Frage nach der Ursache. Wie erkennt man, ob dieses Problem auf der eigenen Seite oder aufseiten des Anbieters besteht – oder in der Verbindung zwischen diesen beiden Endpunkten?

Verantwortung, Rechtschaffenheit und Autorität

Eine erfolgreiche Karriere als IT-Experte hängt vor allem von drei Dingen ab: Verantwortung, Rechtschaffenheit und Autorität. Um genau diese Autorität müssen IT-Experten oft kämpfen, während einem Rechenschaftspflicht und Verantwortung aufgezwungen werden, ob man möchte oder nicht.

Die hybride IT stellt IT-Experten vor ein Problem: Sie tragen die Verantwortung für die Leistung und Verfügbarkeit des gesamten Anwendungsstapels, doch ihnen fehlt die Autorität, um Probleme innerhalb der Netzwerk-Cloud zu beheben.

An dieser Stelle kommt ein vierter Faktor ins Spiel: Transparenz. Umfassende Transparenz ermöglicht es, sich dem Mangel an Autorität anzupassen und die Systeme, für die man verantwortlich ist, dennoch ordnungsgemäß zu verwalten. Diese Methode bezeichnet man als „managing up“: Man kann die Instanz, die über Autorität verfügt, beeinflussen, indem man mithilfe von Daten und Fakten zweifelsfrei beweist, dass das Problem im eigenen System begründet liegt und behoben werden muss.

Auf der anderen Seite des Spiegels

Vor langer Zeit, als Netzwerke noch ein im Entstehen begriffener Teilbereich der „Datenverarbeitung“ waren, haben IT-Experten gelernt, dass mangelnde Transparenz langfristig nicht funktionieren kann – und nun, in den Zeiten der hybriden IT, lernt man es erneut.

IT-Experten können nur dann eine zuverlässige und effiziente Umgebung schaffen, wenn sie über eine zentrale Übersicht ihrer Infrastruktur verfügen, ob lokal oder in der Cloud. Diese Übersicht muss die unterschiedlichsten Gerätetypen umfassen, von Routern und Servern über Firewalls und Lastausgleichsmodule bis hin zu Containern und Microservices, und auf verschiedene Hersteller anwendbar sein.

Leon Adato.
Leon Adato. (Bild: SolarWinds)

Genau das kann ein wirksames Netzwerküberwachungstool bieten: Es ermöglicht einen umfassenden Einblick in die Cloud sowie in die lokalen Umgebungen. Die Netzwerküberwachung sorgt für einen transparenten Überblick über Geräte, Anwendungen und Anbieter, nimmt der Umgebung den Schleier der Ungewissheit und gibt den IT-Experten ihre Autorität zurück.

Und nicht nur das: Jetzt können IT-Experte endlich diese lästigen Vertrauensprobleme aus dem Weg schaffen und ihre Beziehung zum Netzwerk wieder ins Lot bringen!

Über den Autor

Leon Adato ist Head Geek bei SolarWinds.

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