Kostenloser Leitfaden des BVDW So kommt eMail-Werbung an

Redakteur: Katharina Krieg

Nach Informationen des Bundesverbands digitale Wirtschaft (BVDW) werden 40 Prozent aller kursierenden eMails als Spam klassifiziert – oft berechtigt und zum Schutz der Verbraucher, aber häufig auch fälschlicherweise. Online-Shops wird es dadurch erschwert, ihre Zielgruppe zu erreichen. Wie eMail-Werbung trotzdem erfolgreich platziert werden kann, erklärt ein aktueller Leitfaden.

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Die Filtersysteme der Provider drücken Werbe-Mails schnell den Stempel »Spam« auf. Wenn einige Regeln beachtet werden, dringen Online-Händler dennoch zu ihrer Zielgruppe durch.
Die Filtersysteme der Provider drücken Werbe-Mails schnell den Stempel »Spam« auf. Wenn einige Regeln beachtet werden, dringen Online-Händler dennoch zu ihrer Zielgruppe durch.
( Archiv: Vogel Business Media )

Per eMail können Online-Händler unkompliziert und schnell viele ihrer Kunden erreichen – wenn man sie denn lässt. Denn laut BVDW stehen sie zu oft vor dem Problem, dass sie entweder von den Internet Service Providern als Spam ausgesiebt oder, wenn sie bis zu den Empfängern durchdringen, dort als unerwünscht oder unseriös eingestuft werden.

Was hier zählt, ist also das Vertrauen des Kunden, das nicht aufs Spiel gesetzt werden darf – denn hat dieser den Online-Shop einmal als Spammer im Hinterkopf, ist der Zug meist endgültig abgefahren.

Chancen zielgerichtet nutzen

Die Fachgruppe eCommerce des Bundesverbands digitale Wirtschaft (BVDW) hat nun einen Leitfaden entwickelt, der Online-Händlern zeigt, wie sie das sensible Thema eMail-Werbung angehen können. »Mit dem Leitfaden wollen wir Shop-Betreibern den Weg zu einem der wichtigsten Vermarktungskanäle im eCommerce ebnen«, sagt Jean-Marc Noél, Geschäftsführer von Trusted Shops und Leiter des Arbeitskreises Vertrauen und Sicherheit der Fachgruppe eCommerce.

Die Problemlösung beinhaltet zum einen rechtliche Vorgaben, die es einzuhalten gilt, und die zumindest die Gefahr mindern, abgemahnt oder verklagt zu werden. In sieben Kapiteln wird zum Beispiel genau erklärt, auf welche Weise das Einverständnis des Empfängers zur Werbung eingeholt werden muss, wie die Werbung als solche kenntlich gemacht werden muss und welche Nachweispflichten der Online-Händler hat, sollte es tatsächlich zum Prozess kommen.

Technische Kniffe

Zum anderen werden technische Empfehlungen gegeben, die der Werbende beherzigen sollte, wenn er mit seriösen Angeboten nicht im Spam-Ordner seiner Zielgruppe landen will. Der Überblick über die Spam-Kriterien der Provider zeigt beispielsweise auf, welche Betreffwörter und Schreibweisen zur Aussortierung führen können. Zudem erklärt der Leitfaden die gängigsten Verfahren nach denen Provider die eMails als unerwünschte Post einstufen.

Der komplette Leitfaden des BVDW, der auch weiterführende Literaturangaben enthält, kann kostenlos unter folgendem Link abgerufen werden.

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