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Verlorene Daten wiederherstellen, Dokumente und Office-Installationen reparieren

So beheben Sie Probleme mit Microsoft Office

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Beschädigte Office-Installationen oder -Dateien lassen sich oft mit speziellen Tools oder sogar mit Bordwerkzeugen reparieren.
Beschädigte Office-Installationen oder -Dateien lassen sich oft mit speziellen Tools oder sogar mit Bordwerkzeugen reparieren. (Bild: Joos / Recovery Toolbox)

Netzwerk-Administratoren und Anwender müssen sich häufig auch mit Problemen mit Office-Dateien beschäftigen. In diesem Beitrag zeigen wir einige der häufigen Schwierigkeiten, und wie sich diese beheben lassen.

Probleme tauchen vor allem dann auf, wenn Dateien korrupt sind, sich also nicht mehr öffnen lassen. Die Office-Programme können zwar weitgehend automatisiert Dokumente reparieren, in vielen Fällen reichen die Möglichkeiten der Office-Programme aber nicht aus. In diesem Fall können aber Zusatztools dabei helfen, Dokumente zu reparieren. Viele Tools können neben Office-Dokumenten auch Dateien anderer Programme reparieren, zum Beispiel Corel Draw oder MySQL.

Tools wie Recovery Toolbox können auch im kostenlosen Demo-Modus Dokumente analysieren und testen, ob die Datei überhaupt repariert werden kann. Für die Reparatur muss dann allerdings die Vollversion der entsprechenden Recovery Box gekauft werden.

Office aktualisieren

Teilweise kann es passieren, dass nach der Aktualisierung der Windows-Version eines Rechners die lokale Office-Installation keine Dateien mehr öffnen kann. Auch einzelne Programme oder Dokumente können davon betroffen sein. Teilweise kann es helfen, in Office ab Version 2013 zu überprüfen, ob Updates vorhanden sind und diese zu installieren. Die Suche nach Updates wird über die Registerkarte „Datei“ und der Auswahl „Office-Konto“ oder „Konto“ durchgeführt. Bei „Updateoptionen“ kann nach Updates gesucht und diese auch gleich installiert werden.

Office reparieren – Schnellreparatur und Onlinereparatur

Stehen keine Updates zur Verfügung, oder lassen sich Office-Dokumente anschließend noch immer nicht öffnen, kann die Office-Installation repariert werden. Der Vorgang lässt sich über die Installationsübersicht der Programme aufrufen. Am schnellsten geht das durch Aufrufen von „appwiz.cpl“. Anschließend wird die installierte Office-Version angeklickt und danach „Ändern“ ausgewählt. Anschließend erscheint ein Menü. Hier kann zwischen einer einfachen „Schnellreparatur“ oder eine länger andauernden „Onlinereparatur“ gewählt werden.

Office-Anwendungen im abgesicherten Modus auf einem Windows-PC öffnen

Halten Sie die Taste „STRG“ während dem Start eines Office-Programmes gedrückt, startet das entsprechende Programm im abgesicherten Modus. Alternativ kann das entsprechende Programm mit der Option „/safe“ gestartet werden. So lässt sich herausfinden, ob Add-Ins oder zusätzlich installierte Office-Tools das Problem verursachen. Startet Office im abgesicherten Modus sollten in den Optionen die Add-Ins deaktiviert werden. Diese sind über den Menüpunkt „Optionen\Add-Ins“ auf der Registerkarte „Datei“ zu finden.

Recovery Toolbox und DocRepair nutzen

Die Entwickler der Recovery Toolbox stellen verschiedene Werkzeuge für alle Office-Dateien zur Verfügung. Neben Office-Dateien lassen sich aber auch defekte Photoshop-Dokumente, PDF-Dokumente, Corel-Draw-Dateien und die Files einiger anderer Tools reparieren. Der Ablauft ist dabei generell immer der gleiche. Die Revovery Box für das entsprechende Programm wird installiert, gestartet und danach die Datei geöffnet, die repariert werden soll. Anschließend zeigt das Tool den Inhalt der Datei an. Diese Funktionen sind in der kostenlosen Demo-Version der Tools verfügbar. Das heißt, es kann getestet werden, ob eine korrupte Datei überhaupt repariert werden kann, bevor das Tool gekauft wird.

Eine Alternative zur Recovery Toolbox ist DocRepair. Auch hier kann zunächst überprüft werden, ob das Tool das entsprechende Dokument reparieren kann, bevor der Kauf erfolgt.

Fehlerhafte Office-Dokumente lesend öffnen

Lassen sich Office-Dokumente nicht reparieren oder mit dem entsprechenden Office-Programm öffnen, kann es sinnvoll sein den kostenlosen Online-Word Viewer, Excel Viewer oder PowerPoint Viewer zu nutzen, um die Dokumente zu öffnen. Der Online Word Viewer kann zum Beispiel auch Excel-Dokumente öffnen, wenn Excel dazu nicht mehr in der Lage ist. Natürlich lassen sich auf diesem Weg nicht alle Probleme lösen, aber häufig können so zumindest Teile der Dokumente und der Daten wiederhergestellt werden. Die Webapps von Office stehen kostenlos zur Verfügung und sind teilweise in der Lage Dokumente zumindest rudimentär zu öffnen.

Outlook-Datendateien mit scanpst.exe reparieren

Outlook-Dateiendateien spielen auch noch in Zeiten von Office 365 eine Rolle. Eine Kopie des Postfachs und der zwischengelagerten Daten wird in OST-Dateien auf dem Rechner abgelegt, damit diese schneller zugreifbar sind. Aber auch PST-Dateien werden von vielen Anwendern noch genutzt, wenn Mails und andere Daten lokal gespeichert werden sollen. Microsoft bietet für beschädigte PST- und OST-Dateien das kostenlose Werkzeug „Tool zum Reparieren des Posteingangs“ (scanpst.exe) an. Das Tool befindet sich im Installations-Verzeichnis der entsprechenden Office-Version und ist daher standardmäßig im Verzeichnis „C:\Program Files (x86) \Microsoft Office\Office14“ zu finden, wobei das Verzeichnis natürlich von der Office-Version abhängt. Wer auf Office 2019 setzt findet das Tool in Verzeichnis „C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16“. Das Tool legt auch Protokolldateien an, aus denen ersichtlich ist, wo Probleme verursacht werden.

Word auf Standardeinstellung zurücksetzen

Wenn die Einstellungen eines Office-Programmes nicht mehr korrekt angezeigt werden, oder Anwender die Benutzeroberfläche so verstellt haben, dass sie nicht mehr damit zurechtkommen, lassen sich die Standardeinstellungen wieder aktivieren. Das funktioniert aber nur über die Registry. Wichtig ist hier der Pfad „HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Office“. Als Nächstes wird das Verzeichnis der installierten Version aufgerufen, zum Beispiel „16.0“. Hier lassen sich jetzt die Unterschlüssel für das entsprechende Office-Programm löschen. Zuvor sollte der entsprechende Ordner aber über das Kontextmenü exportiert werden, damit die Einstellungen bei Problemen wiederhergestellt werden können.

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