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Das Internet of Things gewinnbringend einsetzen

So baut man IoT-Brücken: 7 Tipps für Systemintegratoren

| Autor / Redakteur: Boris Kraft / Sylvia Lösel

Mit Beacons (dt. Leuchtfeuer) das IoT gewinnbringend nutzen.
Mit Beacons (dt. Leuchtfeuer) das IoT gewinnbringend nutzen. (somchaij_Fotolia.com)

Technologie-Anbieter müssen im Umgang mit dem Internet of Things (IoT) Mut zeigen. Diejenigen, die Technologie umsetzen, also Systemintegratoren, müssen dabei eine Vorbildfunktion einnehmen – von der Investition in Forschung bis hin zum Initiieren von Pilotprojekten. Auch schlagen sie die Brücke vom Anbieter zum Kunden.

Der Bedarf an guten „Brücken“ ist vorhanden, denn der weltweite IoT-Markt soll, laut den Marktforschern von IDC, von 1,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 auf 3,04 Milliarden im Jahr 2020 anwachsen. Um auf diese riesige Nachfrage vorbereitet zu sein, müssen Systemintegratoren nicht nur mit Kunden zusammenarbeiten, die vorausdenkend sind, sondern auch mit Anbietern, die diesen Wechsel bereits in den Unternehmens-Bauplan und ihre Software mit eingebaut haben. Indem Integratoren sich IoT-Strategien schon jetzt aneignen, können sie ihre führende Rolle für die Zukunft festigen.

Schnell reagieren

Genauso schnell wie sich die IoT-Landschaft verändert, so schnell müssen sich Implementoren anpassen und verändern können. Die Anzahl an IoT-verbundenen Endgeräten wächst exponentiell schnell. Oft aber adaptiert sich die für eine Integration notwendige Software eher langsam, weil die involvierten Akteure zu lange über die verschiedenen IoT-Anwendungsfällen nachdenken. „Wir befinden uns auf dem Weg in eine post-digitale Welt, in der das digitale Sein Standard ist,“ erklärt Iskander Smit, Strategy Director von info.nl. “Wir nennen dies darum das Internet of Daily Life.”

Mehrwert statt Schnickschnack

Laut Adriano Bezerra-Delaunay, Account Director von Aperto Move, sollte es Implementoren beim IoT darum gehen, die Bedürfnisse von Kunden aus der Branding- und Dienstleistungssicht adressieren zu können. Mit anderen Worten: Das IoT muss für Kunden und Konsumentinnen einen Mehrwert bieten. Beacons (siehe Infokasten) sind ein Gebiet, das dafür viele Möglichkeiten bietet. Christian Koop, Managing Director von t8y.com, weist darauf hin, dass die Beacon-Technologie preiswerter geworden und einfacher verwendbar ist. Das Unternehmen bietet seinen Kunden derzeit eine Beacon-Management-App an.

Ein Beispiel für den Einsatz von Beacons: Eine Beacon-App für ein Museum bietet Multimedia-Inhalte in mehreren Sprachen an. Dafür wird ein CMS als Backend genutzt. Zusätzlich werden Daten über Besucher und deren Gewohnheiten gesammelt. Damit kann das Museum dann seine Austellungen verbessern und Echtzeit-Informationen anbieten.

Aber dennoch kann das noch nicht alles sein. Als weiterer Schritt könnte die Museums-App mit dem CRM und E-Commerce-System verbunden werden, um die App schließlich zu Geld zu machen. Wenn Implementoren nur darauf schauen, wie sie lokalisierte Inhalte anbieten können, dann verfehlen sie den Wert, den sie wirklich schaffen könnten. Denn wenn die Beacon-Technologie mit der richtigen digitalen Plattform kombiniert wird, kann sie das Customer Relationship Management eines Unternehmens verändern.

Ergänzendes zum Thema
 
Beacons

7 Tipps, mit denen man die Nase vorne hat:

1. Überprüfen Sie alle Plattformen, mit denen Sie arbeiten, sowie was diese können (oder auch nicht). Stellen Sie sicher, dass Sie mit Plattformen arbeiten, die eine schnelle Umsetzung von Innovationen erlauben und leicht mit anderen Systemen integriert werden können.

2. Sprechen Sie mit Ihren Kunden über deren IoT-Strategie. Da Sie exklusive Einblicke in das Unternehmen Ihres Kunden haben, können Sie Vorschläge dazu machen, wie dieser IoT sinnvoll einsetzen kann, um selbst neue Kunden zu gewinnen und neue Services anbieten zu können.

3. Denken Sie über den „Bildschirm“ hinaus. Beim IoT geht es um viel mehr. Eine natürliche Interaktion ist für alle zukünftigen Applikationen von der User-Experience-Perspektive aus ganz wichtig.”

4. Fangen Sie sofort mit Pilotprojekten an. So können Sie die Technologie im kleinen Rahmen testen und dadurch die Easy Wins, die damit erreicht werden können, identifizieren.

5. Arbeiten Sie aktiv an Forschungsprojekten mit. Das Unternehmen Info.nl hat dies ebenfalls getan: „Wir haben Partnerschaften mit den Universitäten für angewandte Naturwissenschaften in Amsterdam und Rotterdam initiiert, sowie Forschungsprojekte zum Thema Intelligent Environment und Pervasive Technology in Auftrag gegeben,“ erklärt Iskander Smit, Strategy Director.

6. Investieren Sie in neue Gebiete. Aperto geht davon aus, dass IoT-Produkte Investitionen in Produkt-Design und Hardware-Entwicklung bedürfen, die digitale Agenturen normalerweise nicht besitzen.

7. Schauen Sie auch aufs Gesamtbild. Wenn Sie nur darauf achten, wie man Beacons oder Endgeräte in die Marketing-Strategie einbinden kann, dann ist das etwas kurzsichtig. Sie sollten gleichzeitig an die Integration Ihrer Digital-Business-Plattform denken. Echter Mehrwert liegt darin, Ihre bestehenden Systeme mit dem Internet der Dinge zu integrieren, um bessere Kundenerlebnisse aufzubauen.

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