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Deloitte Smart Home Consumer Survey

Smart-Home-Steuerung via App beliebter als Sprachassistent

| Autor: Sarah Nollau

Am liebsten steuern die Befragten der Deloitte-Studie ihr vernetztes Zuhause über eine Smartphone-App. Der Sprachassistent à la Google oder Amazon muss sich (noch) mit Platz Zwei zufrieden geben.
Am liebsten steuern die Befragten der Deloitte-Studie ihr vernetztes Zuhause über eine Smartphone-App. Der Sprachassistent à la Google oder Amazon muss sich (noch) mit Platz Zwei zufrieden geben. (Bild: Pixabay / CC0)

Das übergreifende Fazit der aktuellen Deloitte „Smart Home Consumer Survey“ zeigt vor allem eines: Das Smart Home wird immer beliebter. Für viele Befragte ist die Anschaffung der Komponenten allerdings noch zu teuer. Spitzenreiter der Anbieter sind zur Zeit Consumer-Electronics-Hersteller.

Die aktuelle Deloitte „Smart Home Consumer Survey“ zeigt nicht nur, dass das Smart Home weiterhin ein Trendthema bleibt und sich etabliert. Zu erkennen ist auch, dass es eine große Diskrepanz zwischen Jüngeren und Älteren gibt. „Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart-Home-Komponenten nimmt zu. Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Smart Home beliebt bei jungen Vielverdienern

Das Smart Home erfreut sich besonders in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen großen Interesses. Hier liegt der Anteil der Smart-Home-Nutzer bei 23 Prozent. Bei den über 65-Jährigen liegt der Anteil bei gerade einmal neun Prozent. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 16 Prozent.

Obwohl die Einstiegskosten für Smart Home und seine Komponenten laut Deloitte gesunken sind, wählen vor allem einkommensstarke Haushalte die intelligente Einrichtung. Liegt das monatliche Netto-Haushaltseinkommen bei unter 1.000 Euro, entscheiden sich gerade einmal acht Prozent für das Smart Home. Mit einem Einkommen zwischen 2.001 und 3.000 Euro liegt der Anteil bereits bei 14 Prozent. Übersteigt das Einkommen 5.000 Euro, findet man in 28 Prozent der Fälle ein smartes Heim vor. Das spricht dafür, dass die Technologie durchaus attraktiv ist, jedoch für viele noch zu teuer.

Die am meisten verbreitet im deutschen Smart Home sind Schalter und Steckdosen (mit 18 Prozent), gefolgt von Lautsprechersystemen (15 Prozent). Auf Platz Drei liegen smarte Leuchten. Auf Zuwachs im nächsten Jahr darf sich die Sparte der Heizungen und Thermostate freuen. 12 Prozent planen eine Anschaffung, dicht gefolgt von mit Alarmsystemen. Schlusslicht im Smart Home bilden der Bereich rund um Jalousien, Türen und Fenster (neun Prozent) sowie Überwachungskameras (acht Prozent) und Elementarschutzsysteme (sechs Prozent).

Lösungen im Smart Home

Betrachtet man die Lösungen rund um das vernetzte Zuhause, stößt man am häufigsten auf Mediaserver (14 Prozent) und smarte Lautsprecher wie Amazon Echo (13 Prozent). Auf dem dritten Platz befinden sich mit deutlichem Abstand smarte Reinigungsgeräte (sechs Prozent). Im Vergleich zu Deloittes Smart Home Consumer Survey aus dem Jahr 2015 sind die Verbreitungszahlen deutlich gestiegen. An der Spitze befinden sich mit einem jeweiligen Plus von 67 Prozent vernetzte Lautsprecher, Alarmsysteme und Heizungen sowie Thermostate.

Die Gründe für die Nutzung der vernetzten Geräte ist nicht nur der zusätzliche Komfort (56 Prozent). Für 49 Prozent der Befragten spielt die zusätzliche Sicherheit eine große Rolle. Auch die Senkung der Heiz- und Stromkosten (38 Prozent) ist ein deutlicher Nutzen für viele. Für 44 Prozent ist die Anschaffung und Installation der Komponenten immer noch zu teuer. Ein Drittel (33 Prozent) beklagt den mangelnden Datenschutz. Für 22 Prozent ist die Technologie noch nicht ausgereift genug.

Was die Anbieter betrifft, kann keiner als deutlich führend bezeichnet werden. Mit wenig Abstand auf der Pole Position liegen Consumer-Electronics-Hersteller (33 Prozent). Telekommunikations-Anbieter folgen mit neun Prozentpunkten weniger, dicht gefolgt von Hauselektrik-Herstellern (23 Prozent) und Smart-Home-Anbietern sowie Stromversorgern (mit je 17 Prozent). Erstaunlich ist der Anteil der Internetunternehmen mit gerade einmal zehn Prozent. Hier zeigt sich die Skepsis gegenüber den Internetriesen.

Deutsche befürchten, von Sprachassistenten belauscht zu werden

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16.04.18 - Die Deutschen haben Angst, dass sie von ihren Sprachassistenten belauscht werden – das zeigt eine aktuelle Studie. Demnach könnte das vor allem daran liegen, dass Lästereien und Beschwerden in deutschen Wohnzimmern Alltag sind. lesen

Bedienung via Smartphone

Die Nutzer des Smart Homes wollen ihrem Smartphone treu bleiben. Für 76 Prozent der 25- bis 34-Jährigen ist eine Smartphone-App für als Fernbedienung sehr wichtig bis wichtig. Der Sprachassistent findet bei der gleichen Frage lediglich 58 Prozent Zuspruch.

Was die Nutzung der Daten betrifft, ist die Bereitschaft im Vergleich zur vorhergehenden Studie etwas gestiegen. 14 Prozent würden ihre Daten grundsätzlich teilen (2015: zwölf Prozent). 34 Prozent würden die Daten nur bestimmten Anbietern zur Verfügung stellen (2015: 31 Prozent). Allerdings ist auch der Anteil der Gegner gestiegen. Waren es 2015 noch 35 Prozent, die das Teilen ablehnten, sind es nun 40 Prozent. Tendenziell lässt sich sagen: je älter, desto höher die Bedenken (25-34 Jahre: 61 Prozent; über 65 Jahre: 34 Prozent).

Das Smart Home im Überblick

Intelligente Steuerung vom Sofa aus

Das Smart Home im Überblick

12.04.18 - Nach Hause kommen, die Füße hochlegen und Alexa das Entertainment-System anschalten lassen – das ist der Inbegriff des Smart Homes. Sprachassistenten können den ein oder anderen Gang in den eigenen vier Wänden ersparen. Die Produktpalette reicht von Assistenten über Steckdosenleisten bis hin zum automatisierten Rasenmäher im Garten. lesen

Fazit

Zusammenfassend ist der Trend rund um das intelligente Zuhause aktueller denn je. Das Interesse ist vorhanden, die Bereitschaft zum Teilen der Nutzungsdaten steigt. Auch die mobile Steuerung ist beliebt. Nutzer tun sich allerdings schwer, wenn es um die Übersicht über die Smart-Home-Anbieter geht. Die Sprachsteuerung kann lediglich als Ergänzung zur Bedienung mit dem Smartphone bezeichnet werden.

Für die Deloitte Smart Home Consumer Survey wurden 2.000 Konsumenten zwischen 19 und 75 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung fand im Feburar 2018 statt. Die komplette Deloitte Smart Home Consumer Survey ist über Deloitte verfügbar.

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