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SolarWinds IT Trends Report 2019

Skills der Technikexperten von morgen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Wer IT-Experte ist und bleiben will, muss einer Studie von SolarWinds zufolge in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Kompetenzen entwickeln.
Wer IT-Experte ist und bleiben will, muss einer Studie von SolarWinds zufolge in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Kompetenzen entwickeln. (Bild: © – Olivier Le Moal – stock.adobe.com)

SolarWinds hat in seinem IT Trends Report 2019 nach dem Know-how der Technikexperten von morgen gefragt und Themen wie Zuversicht, Karriereentwicklung und berufliche Hindernisse unter die Lupe genommen. Dabei wird deutlich: Bis 2024 müssen die Profis zusätzliche Kompetenzen entwickeln.

Der „SolarWinds IT Trends Report 2019: Skills for Tech Pros of Tomorrow“ befasst sich mit dem Kenntnis- und Karriereentwicklungsstand von Technikexperten. Dazu gehören neben IT-Profis, die lokal betriebene oder Public/Private-Cloud-Infrastrukturen, hybride IT-Umgebungen oder SaaS-basierte Anwendungen verwalten, auch Managed Service Provider (MSP) und Managed Security Service Provider (MSSP). Wie aus dem Bericht hervorgeht, sind diese Technikexperten heute einerseits weiterhin in hybriden IT-Umgebungen unterwegs, nehmen jedoch andererseits zunehmend neue Technologien ins Visier.

Innerhalb der letzten zwölf Monate, so die Studie, haben sich deutsche Technikexperten insbesondere auf Systeme und Infrastruktur, das Netzwerkmanagement sowie auf die Entwicklung von Fähigkeiten im Zusammenhang mit hybriden IT-Umgebungen konzentriert. Mit Blick auf die nächsten drei bis fünf Jahre sind sie laut Studie in erster Linie darauf bedacht, Kenntnisse in puncto Sicherheitsmanagement und hybride IT, wie auch Data Science und Analytics sowie Infrastrukturmanagement zu entwickeln. 76 Prozent aller befragten Technikexperten meinen jedoch, künftig nicht in der Lage zu sein, effektiv mit innovativen Entwicklungen Schritt halten zu können, wenn sich Zeit- und Budgetbeschränkungen nicht verbessern. Diese Umstände setzten Unternehmen letztlich dem Risiko aus, Leistungseinbußen zu erleiden und ihren Wettbewerbsvorteil zu verlieren. Aus diesem Grund sind Kompetenz- und Karriereentwicklung für die Experten derzeit von zentraler Bedeutung.

Im Fokus des Reports stehen spezifische Schritte, die Technikexperten und ihre Unternehmen ergreifen können, um besser für die Verwaltung neuer Technologien gewappnet zu sein. Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland sind:

1. Die Mehrheit der Technikexperten ist sich nicht absolut sicher, über alle nötigen Kompetenzen zu verfügen, um ihre Umgebungen in naher Zukunft zu managen, besonders im Hinblick auf neue Technologien.

  • 76 Prozent der befragten Experten sind nicht absolut sicher, alle nötigen Fähigkeiten zu besitzen, um ihre IT-Umgebungen in den nächsten drei bis fünf Jahren erfolgreich zu verwalten – und das, obwohl 98 Prozent der Technikexperten in den letzten zwölf Monaten an der Entwicklung einer Kompetenz gearbeitet haben.
  • Das fehlende Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten ist bei Unternehmen jeder Größe zu beobachten: Unsicher sind 27 Prozent der Technikexperten in kleinen Unternehmen, 34 Prozent in mittelgroßen Unternehmen und 25 Prozent in Großunternehmen.
  • Bei der Implementierung und Verwaltung bestimmter Technologien bereiten neue Themen viel Kopfzerbrechen. Am häufigsten genannt werden Quantencomputer (47 %), Blockchain (44 %) und künstliche Intelligenz (42 %).

2. Technikexperten werden weiterhin ihre Fähigkeiten im täglichen Betrieb ausbauen, aber schon ein Auge auf Bereiche wie Data Science werfen.

  • In den letzten zwölf Monaten legten Experten die Priorität auf Fähigkeiten in den Bereichen System- und Infrastrukturmanagement (57 %), Netzwerkmanagement (47 %) und Bereitstellung/Management hybrider IT (41 %).
  • Zu den wichtigsten Fähigkeiten, die sie in den nächsten drei bis fünf Jahren ausbauen wollen, gehören Sicherheitsmanagement (54 %) sowie Bereitstellung, Überwachung und Management hybrider IT (47 %).
  • Data Science und Analytics sowie System- und Infrastrukturmanagement runden die drei wichtigsten Fähigkeiten ab, die Technikexperten in den nächsten drei bis fünf Jahren entwickeln möchten. Der Wunsch nach zusätzlichen Fähigkeiten im Bereich Data Science weist auch darauf hin, dass sich Technikexperten auf neue Technologien wie künstliche Intelligenz vorbereiten.

3. Technikexperten nennen die Cloud und/oder hybride IT, das Internet der Dinge (IoT) und die Automatisierung und/oder Orchestrierung als wichtigste Technologien für die Karriereentwicklung, die beim Erreichen von höheren Zielen wie Innovation helfen werden.

  • Die Experten geben an, dass die wichtigsten Technologien für ihre Karriereentwicklung (nach Gewichtung) auf einer Linie mit den wichtigsten drei Technologien für die Transformation von Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren sind: Cloud und/oder hybride IT (71 %), Automatisierung und/oder Orchestrierung (51 %), IoT (44 %). Die Nummer vier und fünf in dieser Liste sind KI und Software-Defined Networking, Speicher und/oder Rechenzentrum. Das lässt vermuten, dass Techniker sich Gedanken darüber machen, welche Auswirkung neue Technologien auf ihre Karriere haben.
  • Als Karriereentwicklungsziele in den nächsten drei bis fünf Jahren priorisieren sie folgende Punkte (nach Gewichtung): technologische Innovation (56 %), strategische Planung (55 %), IT-Sicherheitsprotokolle und/oder -prozesse (38 %). Auch Management-/Führungskompetenzen (People Management) und Projektmanagement gehören zu den fünf wichtigsten Karriereentwicklungszielen für die nächsten drei bis fünf Jahre.

4. Technikexperten haben den Wunsch, die Karriereentwicklung wöchentlich voranzutreiben, aber Faktoren wie Zeit und Kosten hindern sie daran.

  • 78 Prozent der Technikexperten geben an, dass sich ihre IT-Aufgaben in die Zeit ausdehnen, die für die Karriereentwicklung angedacht war. 17 Prozent sagen, dies sei immer der Fall.
  • Diese Feststellung ist alarmierend, zumal die Experten die Weiterbildungen sehr schätzen: 67 Prozent finden sie informativ, 43 Prozent beschreiben sie als motivierend und interaktiv und 15 Prozent finden sie nicht lang genug.
  • Derzeit nehmen Technikexperten an IT-Schulungen und/oder Karriereentwicklungsprogrammen teil, die ein paar Mal pro Jahr (40 %), vierteljährlich (21 %), jährlich (12 %) oder monatlich (12 %) stattfinden. Wenn es allerdings keine Einschränkungen aufgrund des Zeitplans oder des Arbeitspensums gäbe, würden die meisten Befragten (32 %) vierteljährliche Schulungen bevorzugen.
  • Zeit und Verfügbarkeit (59 %) sowie Kosten (21 %) werden von den Experten als die größten Hindernisse dafür genannt, so häufig wie gewünscht an IT-Schulungen und Karriereprogrammen teilzunehmen.
  • Die Schulungen beziehen sie vorrangig aus folgenden Quellen: Anbieterschulungen (28 %), Branchenveranstaltungen/Messen (21 %), Online-Communities/Foren (19 %).
  • Das ideale IT-Schulungsformat wäre den IT-Experten zufolge jedoch (nach Gewichtung): Präsenz-Workshop/Benutzerkonferenz (ganztägig), Webinar, Onlinekurs im Selbststudium.

Sämtliche Ergebnisse des diesjährigen Berichts in interaktiver Form sind auf der Website SolarWinds IT Trends Index verfügbar. Interessierte können dort die Erkenntnisse aus dem Jahr 2019 nach Region einsehen und auf zusätzliche Details, Grafiken, Diagramme und via Social Media teilbare Inhalte zugreifen.

Über die Studie

Die Ergebnisse des diesjährigen Berichts für Deutschland beruhen auf einer im Dezember 2018 durchgeführten Umfrage, an der 156 Technikexperten, Manager und Führungskräfte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor in Deutschland teilgenommen haben. Die 2019 untersuchten und im SolarWinds IT Trends Index genannten Regionen sind Deutschland, Nordamerika, Australien, Hongkong, Singapur und das Vereinigte Königreich, mit insgesamt 966 Umfrageteilnehmern aus allen Regionen.

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