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Iron-Mountain-Umfrage Sicherheitsrisiko Chef

Autor: Heidemarie Schuster

Meist heißt es, dass das größte Sicherheitsrisiko die Mitarbeiter sind. Iron Mountain fand nun in einer Umfrage heraus, dass Chefs im Mittelstand das größte Risiko sind, wenn es um die Vertraulichkeit der Informationen und Unternehmenswissen geht.

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Laut einer Iron-Mountain-Umfrage gefährden Manager in mittelständischen Unternehmen sensible Informationen mehr als jeder andere Mitarbeiter.
Laut einer Iron-Mountain-Umfrage gefährden Manager in mittelständischen Unternehmen sensible Informationen mehr als jeder andere Mitarbeiter.
(Bild: Pixabay)

Offenbar schludern die Geschäftsführer und CxOs in mittelständischen Unternehmen mit hochsensiblen und vertraulichen Informationen. Eine Iron-Mountain-Umfrage zu Informationsmanagement und Sicherheitspraktiken im Mittelstand ergab, dass Manager am fahrlässigsten mit sensiblen Unternehmensinformationen umgehen.

57 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass sie unternehmensbezogene sensible oder vertrauliche Informationen – für alle sichtbar – schon einmal im Drucker liegen gelassen haben. Knapp weniger als die Hälfte (49 Prozent) benutzte einen persönlichen Email-Account zum Senden sensibler Unternehmensinformationen. Darüber hinaus sendeten 40 Prozent Informationen über unsichere drahtlose Netzwerke oder entsorgten Dokumente in einem potenziell unsicheren Behältnis (43 Prozent) und 39 Prozent gaben zu, schon einmal Unternehmensinformationen an öffentlichen Plätzen verloren zu haben.

Im Vergleich zu den Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen stehen Chefs und Manager in all diesen Fällen ganz oben auf der Liste in Sachen Informationsmanagement-Sünden.

Vertrauen ist unangebracht

Laut dem „Edelman Trust Barometer Report 2016“, in dem 33.000 Bürger in 28 Ländern befragt wurden, wuchs das Vertrauen in Unternehmensführer weltweit um acht Prozentpunkte auf 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2015 an. Dieses Vertrauen könnte, wenn es um die Sicherung von Unternehmensinformationen durch CxOs geht, unangebracht sein.

Laut der Iron-Mountain-Studie finden 21 Prozent der Chefs die Prozesse zur Datensicherheit zu komplex und suchen Ausweichlösungen. 14 Prozent sagten, dass sie die Unternehmensrichtlinien für Informationssicherheit nicht beachten, weil diese zu kompliziert seien. Weitere sechs Prozent sagten aus, dass sie keine Ahnung von solchen Richtlinien in diesem Bereich hätten.

Objekt- und Büroleiter sowie Verwaltungspersonal

Die Studie zeigt, dass sich Objekt- und Büroleiter auf dem zweiten Platz hinter den CxOs bei der unsicheren Handhabung von Daten befinden. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) hat bereits sensible oder vertrauliche Daten vom Arbeitsplatz nach außerhalb genommen und 48 Prozent haben solche Informationen schon einmal an den falschen Empfänger geschickt.

Am unteren Ende der Liste findet sich das Verwaltungspersonal, doch obwohl dieses vergleichsweise gut abschneidet, hat dieses ebenfalls Informationen schon falsch gehandhabt. Knapp weniger als ein Drittel (29 Prozent) ließ ebenfalls vertrauliche Informationen im Drucker liegen, weitere 21 Prozent gaben an, Daten bereits verlegt oder an die falsche Person geschickt zu haben. 15 Prozent der Befragten gaben außerdem zu, schon Unternehmensdokumente an öffentlichen Plätzen verloren zu haben.

„Unsere Umfrage zeigt, dass Manager in mittelständischen Unternehmen sensible Informationen mehr gefährden als jeder andere Mitarbeiter. Sie neigen dazu, die Prozesse, die zur Sicherheit von Informationen entwickelt wurden, zu umgehen“, so Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland. „Dabei ist Datenschutz eindeutig Chefsache. Die finanziellen Sanktionen für Unternehmen, die an den Anforderungen bei der Datenhandhabung und Sicherheit scheitern, werden härter. Ein richtiger Umgang mit Daten bedeutet nicht nur, Geldstrafen zu vermeiden: Die Rufschädigung, die mit einer Datenschutzverletzung verbunden ist, kann sich auf die Kundenbindung und auf das Ergebnis auswirken. Unternehmen müssen daher Verhaltensweisen von Mitarbeitern fördern, die sensible Unternehmensinformationen schützen. Für viele wird dies eine kulturelle Veränderung bedeuten, angefangen bei den Chefs. Für alle wird das kontinuierliches Lernen bedeuten, denn die digitale Revolution und einhergehend damit die Wichtigkeit des Datenschutzes wird nicht morgen oder übermorgen vorbei sein.“

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