IT-Trends 2017 Sicherheit massiv vernachlässigt

Autor: Dr. Andreas Bergler

Neue Mechanismen zur Gefahrenabwehr lösen die alten nicht ab, warnt Martin Ninnemann von Trend Micro. Denn sicher geglaubte Systeme rücken wieder ins Visier der Angreifer.

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Martin Ninnemann, Director Channel und Midsize Sales bei Trend Micro
Martin Ninnemann, Director Channel und Midsize Sales bei Trend Micro
(Bild: Trend Micro)

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht das IT-Jahr 2017 entscheidend prägen?

Ninnemann: Der Endpunkt ist seit den Ransomware-Vorfällen 2016 wieder im Fokus. Sie haben gezeigt, dass die Sicherheit hier massiv vernachlässigt wurde. Um Vorfälle analysieren und daraus lernen zu können, brauchen Unternehmen ein Gesamtkonzept, in das auch Smartphones, Tablets und Cloud-Dienste einbezogen werden müssen. Hierbei verschiebt sich der Fokus von der Geräte- zur Nutzersicherheit. Die technische Lösung ist das eine, die organisatorische das andere. Partner können beides liefern – und so für mehr Sicherheit sorgen.

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht im IT-Jahr 2017 scheitern?

Ninnemann: Wer allerdings manchen Marketing-Aussagen glaubt, wird enttäuscht sein. Denn am Endpunkt gibt es selten eine wirkliche Revolution. Das gilt – bei allen Vorteilen – auch für maschinelles Lernen, das neueste Buzzword der Branche. Alle so genannten „Next-Generation-Technologien“ sind bis heute relevant und tragen ihren Teil zur Erkennung bei, sie haben aber eben auch ihre Nachteile. Es wäre daher falsch, sich ausschließlich auf eine Technik zu konzentrieren – und fahrlässig zu behaupten, dass eine Methode alle anderen überflüssig machen könnte.

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