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Studie von Avast mit der GfK Sicherheit hat oberste Priorität im Smart Home

| Autor: Ann-Marie Struck

Energieeffizienz und Komfort – das zeichnet das vernetze Heim aus. Obwohl der Markt mit dem smarten Zuhause europaweit boomt, haben viele deutsche Verbraucher weiterhin Sicherheitsbedenken gegenüber Smart-Home-Produkten. So das Ergebnis einer GfK-Umfrage von Avast.

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Obwohl Smart-Home-Produkte inzwischen weit verbreitet sind, hemmen Sicherheitsdenken immer noch den Markt damit.
Obwohl Smart-Home-Produkte inzwischen weit verbreitet sind, hemmen Sicherheitsdenken immer noch den Markt damit.
(Bild: © thanmano - stock.adobe.com)

Das lästige Rasenmähen übernimmt ein kleiner Mähroboter und auch der Rasen gießt sich im smarten Zuhause von selbst. Vor allem in Europa nimmt der Markt mit intelligenten Haushaltsgeräten nun Fahrt auf. Laut einer vierteljährlichen Erhebung der International Data Corporation (IDC) umfasste der europäische Markt für Smart-Home-Systeme im letzten Quartal 2019 fast 39,9 Millionen Einheiten, was einem Wachstum von 20,4 Prozent gegenüber den im vierten Quartal des Vorjahres verkauften Geräten entspricht. Davon machten über 50 Prozent Videosysteme und Smart TVs aus, gefolgt von intelligenten Lautsprechern mit über 20 Prozent. Die restlichen 30 Prozent teilten sich auf die Segmente Beleuchtung, Sicherheitskameras und Thermostate auf.

Deutsche haben Bedenken

Jedoch zeigen die deutschen Verbraucher bezüglich Smart-Home-Systemen ein eher verhaltenes Kaufverhalten. So das Resultat einer GfK-Umfrage im Auftrag von Avast. Demnach schaffen sich mehr als ein Fünftel keine smarten Helfer für das Heim an, weil sie Bedenken gegenüber der Sicherheit der Produkte haben. Folglich nutzen 16 Prozent der befragten Deutschen keine Smart-Home-Technik. Nur 8 Prozent der Umfrageteilnehmer planen sich smarte Devices anzuschaffen. Obwohl 18 Prozent angeben, dass smarte Geräte den Alltag komfortabler machen, sehen 25 Prozent darin ein Risiko für ihre Privatsphäre.

Sicherheit im smarten Heim

Um den Markt auch in Deutschland voranzubringen, bleibt laut Avast noch einiges zu tun. Schließlich weiß nur ein Drittel der Nutzer (34 %), welche Geräte im Haushalt mit dem Internet verbunden sind und nur 7 Prozent fühlen sich in der Lage ihr Netzwerk vor Cyberangriffen zu schützen. Dabei bildet jedes Gerät, das mit den Internet verbunden ist, ein potenzielles Einfallstor für Hacker. Nichtsdestotrotz ändern lediglich 14 Prozent der Nutzer das Standardpasswort in ein individuelles Passwort. Folglich behalten 86 Prozent das voreingestellte Passwort. Ähnlich sieht es bei den Sicherheits-Updates der Hersteller aus. Praktisch installieren lediglich 22 Prozent diese sofort. Der Studie zufolge sorgen bloß 7 Prozent für eine ausreichende IT-Security ihrer smarten Haushaltsgeräte. Vielmehr vertrauen 93 Prozent darauf, dass die Hersteller von Smart-Home-Geräten für ausreichend Sicherheit sorgen.

Security by Design

Gleichwohl Nutzer definitiv auch in der Verantwortung für die Sicherheit ihrer Geräte stehen, können Hersteller einen guten Beitrag daran leisten. Laut dem Gründer von Netatmo, Fred Potter, können Unternehmen einige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Nutzerdaten vertraulich bleiben. Netatmon zufolge bietet die Entwicklung von Produkten mit automatischen Software-Updates, verschlüsselten Kommunikationsprotokollen und ohne Standard-Passwortsystem einen besseren Schutz der Nutzerdaten.

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 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin