Eine Studie der Initiative D21 und Fiducia, durchgeführt von TNS Infratest

Sicheres Online-Banking: Die Deutschen haben Angst

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mobileTAN und Sm@rt-TAN plus

mobileTAN und Sm@rt-TAN plus sind aktuell in Deutschland die Sicherheitstechniken mit der höchsten Bekanntheit und Nutzung. Im Vergleich zum Vorjahr hat iTAN sowohl an Bekanntheit wie auch bei der Nutzung Einbußen erlitten. Dies liegt unter anderem daran, dass iTAN von einigen Bankengruppen nicht mehr angeboten oder in absehbarer Zeit nicht mehr eingesetzt wird. Wahrscheinlich resultiert ein Teil der Wachstumsraten bei Sm@rt-TAN plus auch aus diesen Wechslern.

Bei näherer Betrachtung der verschiedenen Angebote zeigt sich, dass mobileTAN mit kostenloser Bereitstellung durch die Hausbank die bekannteste und beliebteste Sicherheitstechnik ist (Kenntnis: 50 Prozent; Nutzung: acht Prozent). Auf Platz zwei folgt Sm@rt-TAN plus mit manueller Eingabe (Kenntnis: 42 Prozent; Nutzung: 18 Prozent). Sm@rt-TAN plus mit optischer Übertragung kennen aktuell 23 Prozent, 14 Prozent nutzen dieses Verfahren.

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Mobiles Banking

In Deutschland ist das Smartphone für viele inzwischen ein gängiger Begleiter. Nach Schätzungen wurden 2012 rund 23 Millionen Geräte verkauft. Wie bereits gezeigt, nutzt über 40 Prozent der Besitzer das Smartphone für ihre Bankgeschäfte. Doch welche Bedeutung wird dieses mobile Endgerät in Zukunft haben?

47 Prozent der Smartphone - Nutzer geben an, dass ihr Endgerät zukünftig eine große Rolle für Bankgeschäfte spielen wird. Gleichzeitig sind aber ein Viertel der Besitzer aktuell der Meinung, dass die Geräte in diesem Umfeld keine Bedeutung haben werden. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Nutzungsplanern ab.

Dagegen sind 62 Prozent der Personen, die noch kein Smartphone besitzen und die Anschaffung auch nicht planen, davon überzeugt, dass diese Endgeräte zukünftig keine Rolle für das Online - Banking spielen werden. Lediglich 13 Prozent sehen eine größere Bedeutung dieser Geräte.

Zwei Drittel der Tablet-Besitzer (65 Prozent) gehen davon aus, dass sie zukünftig mit diesem Gerät ihre Bankgeschäfte erledigen werden. Wenn man diese Zahlen mit der aktuellen Nutzung vergleicht, zeigt sich, dass heute bereits 57 Prozent ihr Tablet für Bankgeschäfte nutzen. Die Nichtnutzer sind davon überzeugt, dass die Geräte zukünftig keinen vermehrten Einsatz in Bankgeschäften haben werden (keine Bedeutung: 59 Prozent; weniger große Bedeutung: 13 Prozent).

Auch die Nutzungsplaner sehen großes Potenzial in Tablets. Aktuell gehen 53 Prozent davon aus, dass Tablets zukünftig eine große Rolle beim Erledigen der Bankgeschäfte spielen werden. Dennoch ist jeder Vierte dieser Gruppe davon überzeugt, dass Tablets in Zukunft keine große Bedeutung haben werden

Kein Bedarf für Social - Media

Onliner in Deutschland haben bei Social-Media-Diensten ihrer Bank nur geringe Anforderungen: 73 Prozent der Befragten erwarten nicht, dass ihre Bank in diesem Umfeld aktiv ist. Gründe hierfür können etwa sein, dass die Kommunikation mit Banken mit sensiblen Daten verbunden ist oder Soziale Medien mit der Seriosität von Banken nicht in Einklang gebracht werden können. Dennoch rechnet heute jeder Zehnte damit, dass seine Bank bei Facebook zu finden ist, weitere sechs Prozent fordern Chat- oder Forumsangebote.

Bei der Nutzung von konkreten Angeboten spiegelt sich die sehr geringe Erwartungshaltung wider. Lediglich neun Prozent haben bisher Kontakt über Facebook zu ihrer Bank aufgenommen, drei Prozent haben bereits einmal mit ihrer Bank gechattet.

Gründe für die Zurückhaltung können neben den Vorbehalten der Nutzer auch die Angebote der Banken sein. Denn viele Banken schöpfen die Potenziale des Web 2.0 noch nicht wirklich aus. Aktuell werden über diese Instrumente vor allem einfache Marketing-Aktivitäten abgebildet, anstatt Social-Media-Elemente auch als Bestandteil des Kundenbeziehungs-Management zu verstehen

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