Eine Studie der Initiative D21 und Fiducia, durchgeführt von TNS Infratest

Sicheres Online-Banking: Die Deutschen haben Angst

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Die Angst vor Betrug beim Online-Banking

Deutsche haben weiterhin Angst vor Betrug beim Online-Banking auf konstant hohem Niveau (2012 und 2011: 26 Prozent). Im Vergleich sind die bis 34-Jährigen mit 29 Prozent am ängstlichsten. Der hohe Anteil aus dem Vorjahr (28 Prozent) ist konstant geblieben. In der Gruppe der ab 55- Jährigen ist der Anteil derer leicht angestiegen, die Angst haben (2012: 26 Prozent; 2011: 22 Prozent).

Vergleicht man Online - Banking - Nutzer mit Nichtnutzern, so haben 80 Prozent der Nutzer keinerlei Bedenken. Dagegen meiden 72 Prozent der Menschen ohne Online-Banking-Erfahrung diesen Weg. Anscheinend haben Unternehmen es auch 2012 geschafft, dass sich Nutzer von Online-Banking sicher fühlen. Bei den Nichtnutzern konnten die Bedenken dagegen noch nicht überwunden werden.

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Geringerer finanzieller Schaden

Obgleich viele Onliner in Deutschland Angst vor Betrug beim Online-Banking haben, gehen viele mit der Sicherheit relativ sorglos um.

Ein Grund dafür könnte sein, dass zwar 16 Prozent bereits Schadprogramme auf ihren Endgeräten hatten, jedoch noch keine finanziellen Einbußen hinnehmen mussten. Lediglich zwei Prozent der Onliner geben an, aufgrund von Schadsoftware auf ihrem Computer auch einen finanziellen Schaden erlitten zu haben. Dass Vorsicht geboten ist, zeigt dieses Ergebnis: Bereits jeder Fünfte kennt Personen aus seinem Umfeld, die durch Trojaner oder ähnliche Schadsoftware einen finanziellen Schaden erlitten haben.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einbußen der Opfer zurückgegangen. Während im letzten Jahr 29 Prozent der Betrugsopfer über 1.000 Euro verloren hatten, ist dieser Anteil 2012 auf sechs Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Verluste kleinerer Beträge deutlich angestiegen. 2012 geben rund 60 Prozent der Opfer an, weniger als 200 Euro verloren zu haben, 2011 lag dieser Anteil noch bei 36 Prozent. Ein Grund für diesen Anstieg: Häufig buchen Betrüger kleinere Beträge von den Online-Konten ab, in der Hoffnung, dass der Kontoinhaber die unberechtigte Buchung nicht bemerkt.

Obwohl die Verluste für den Einzelnen 2012 zurückgegangen sind, sollte jeder bemüht sein, finanzielle Schäden jeglicher Höhe durch die eigene Sorgfalt im Internet zu vermeiden

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