Studie von Gartner zu Server-Absatz, und -Umsatz im vierten Quartal 2009 Server-Verkäufe von Sun brechen in EMEA ein

Redakteur: Katrin Hofmann

Während die weltweiten Verkaufszahlen von Servern im Jahresvergleich angestiegen sind, kann die Wirtschaftsregion EMEA mit dieser positiven Entwicklung noch nicht mithalten – trotz mittlerweile geringerer Verluste. Vor allem Sun musste Einbußen hinnehmen, sowohl nach Absatz als auch nach Umsatz. Lediglich IBM verzeichnet in EMEA zumindest nach Stückzahlen ein leichtes Plus.

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Das Geschäft mit Servern erholt sich nur langsam.
Das Geschäft mit Servern erholt sich nur langsam.
( Archiv: Vogel Business Media )

Den Marktforschern von Gartner zufolge sind die weltweiten Server-Verkäufe im vierten Quartal 2009 um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Allerdings ist der Preisdruck auf den Markt nach wie vor offenbar groß, denn der Umsatz fiel um 3,2 Prozent. „Die Erholung, die im dritten Quartal 2009 unter den x86-Servern begonnen hat, hat sich im vierten Quartal fortgesetzt,“ kommentiert Jeffrey Hewitt, Research Vice President bei Gartner, die höheren Verkaufszahlen. „Jedoch ist es wichtig, dies im Zusammenhang zu sehen. Das vierte Quartal 2008 war sehr schwach, daher waren keine sehr hohen Ergebnisse bei den x86-Servern notwendig, um einen Anstieg zu erwirken. Gleichzeitig blieben andere Bereiche wie RISC/Itanium Unix und Mainframes angespannt und das übte negativen Druck auf den Gesamtumsatz aus.“

Kunden nach wie vor vorsichtig

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sanken sowohl die Einnahmen (minus 9,8 Prozent) als auch die Anzahl der verkauften Geräte (minus vier Prozent). Allerdings fiel damit der Absatz-Rückgang geringer aus als im dritten Quartal 2009, als er zweistellig absackte. Dieses Ergebnis, so Erol Rasit, Senior Analyst bei Gartner, deute darauf hin, dass sich die Nachfrage langsam beginnt zu erholen – trotz nach wie vor vorsichtiger Kunden. So gab in EMEA auch das x86-Server-Segment nach, von Oktober bis Dezember 2009 allerdings nur noch um 2,6 Prozent, nach 22 Prozent im dritten Quartal. Von der langsamen Verbesserung in diesem Bereich profitierte vor allem IBM mit einem Wachstum von sechs Prozent nach Stückzahlen.

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Dadurch konnte der Hersteller auch im gesamten Server-Markt in EMEA als einziger der Top-5-Anbieter bei der Anzahl der verkauften Hardware Wachstum verbuchen: plus 4,1 Prozent. Damit landete IBM auf dem dritten Rang. Der Erstplatzierte HP verlor 1,6 Prozent. Auf dem zweiten Rang folgt Dell mit einem Absatz-Minus im Jahresvergleich um 6,5 Prozent. Die größten Einbußen musste Sun Microsystems hinnehmen, dessen Verkaufszahlen um über 22 Prozent einsackten. Damit erreichte der Hersteller den fünften Platz. Viertplatzierter ist Fujitsu mit 13,5 Prozent weniger verkauften Servern.

Nach Umsatz führt ebenfalls HP mit 9,8 Prozent Rückgang im Jahresvergleich. Es folgt der Anbieter IBM, der jedoch im Gegensatz zum steigenden Absatz beim Erlös zehn Prozent Verlust erlitt. Die Ränge drei bis fünf belegen Sun, Dell und Fujitsu mit einem Umsatzminus von rund 22, neun beziehungsweise zwei Prozent.

Prognose

Im ersten Quartal des Jahres 2010 erwarten die Gartner-Analysten eine kontinuierliche Verbesserung der Nachfrage, die vor allem durch das x86-Segment angetrieben werden soll. „Auf Grundlage dieser Verbesserungen ist es wahrscheinlich, dass der Server-Markt in EMEA im ersten Halbjahr 2010 wieder Absatzwachstum erreicht, wenngleich es bei den Umsätzen etwas länger dauern wird, bis diese sich erholen“, so Rasit.

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