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Channel-Strategie bei Lenovo Server im Aufwind

| Autor: Klaus Länger

Überdurchschnittliches Wachstum im DACH-Server-Geschäft ­vermeldet Lenovos Server-Chef Dieter Stehle bei einem Partner-Treffen. Ein Grund dafür seien Investitionen in den Channel.

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Im Aufwind: Lenovo ist mit dem Server-Geschäft in Deutschland derzeit sehr zufrieden.
Im Aufwind: Lenovo ist mit dem Server-Geschäft in Deutschland derzeit sehr zufrieden.
(Bild: Lenovo)

Als Lenovo vor drei Jahren die x86-Server-Sparte von IBM übernahm, nannte Lenovos CEO Yang Yuanqing noch den dritten Rang unter den weltweiten Server-Herstellern als Ziel. Derzeit liegt die Firma laut IDC auf Platz fünf und damit ein gutes Stück hinter der Zielvorgabe. Dazu hat wohl auch der Versuch beigetragen, Server und PCs über eine Vertriebsmannschaft zu vermarkten. Hier hat die Firma inzwischen einen Kurswechsel vollzogen, der sich laut Dieter Stehle, General Manager Central ­Region für Lenovos Data Center Group, auszahlt. Ein eigenes Vertriebsteam aus 20 Leuten kümmert sich inzwischen um die Partner. Zum Jahresbeginn soll noch ein Leiter für die Channel-Mannschaft seine Arbeit aufnehmen.

Die neue Struktur habe dem Hersteller schon zwei sehr gute Quartale mit überdurchschnittlichem Wachstum im DACH-Geschäft beschert.

Dieter Stehle ist General Manager Datacenter Group Central Region bei Lenovo.
Dieter Stehle ist General Manager Datacenter Group Central Region bei Lenovo.
(Bild: Lenovo)

Eigenes Service-Team

Dafür, dass der Trend weiter nach oben zeigt, soll der Aufbau eines Service-Teams sorgen. Es kümmert sich in Kooperation mit den Partnern um Themen wie die zum Kunden passende Architektur und die Integration ins Rechenzentrum. Laut Stehle kann es zudem im Auftrag des Partners ­Betriebsunterstützung leisten. Viel Zustimmung bei den Partnern will Lenovo auch für die eigene Management-Lösung bekommen haben, die den komplexen IBM Director ablöst. Bei der Entwicklung sei ­direktes Kundenfeedback eingeflossen.

Zukunftsträchtige Marktsektoren für den Channel sieht der Lenovo-Manager bei Converged- und Edge-Servern, im High-Performance-Computing und vor allem bei Lenovo-Thinkagile-Servern für Microsoft Azure Stack. Hier sieht Stehle „besonders viel Dynamik”. Ein Beispiel für die HPC-Technik von Lenovo ist etwa der Supercomputer Mare Nostrum 4 des Barcelona Supercomputing Center (BSC) an der Polytechnischen Universität Kataloniens. Er ist in der ehemaligen Kirche Torre Girona untergebracht. In Stuttgart betriebt Lenovo ein „Global HPC Innovation Center“, das Kunden und Partnern offen steht.

Für das Edge-Computing sieht Stehle eine Stärke von Lenovo darin, dass die Server sowieso bereits für höhere Betriebstemperaturen ausgelegt seien. Generell ist der Server-Chef des Herstellers davon überzeugt, dass die Qualität der Hardware auch bei Standard-Servern für den Kunden keineswegs an Relevanz verloren hat. Hier sieht Stehle seine Firma sehr gut aufgestellt.

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