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Storage und Datamanagement

Barracuda EMEA Tech Summit 2017

Security und Data Protection: Geteilte Verantwortung ist doppelte Chance

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Marisa-Solvejg Metzger

Alpbach im Zeichen des Barracuda EMEA Tech Summits 2017: Cuda Village
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Alpbach im Zeichen des Barracuda EMEA Tech Summits 2017: Cuda Village (Bild: IT-Business)

Barracuda Networks hat seiner Alpbach-Konferenz für Kunden und Partner ein neues Konzept verliehen. Neue Konzepte für das Business mit Firewalls und Backups gab es ebenfalls.

Gleich am Ortseingang von Alpbach, Tirol, war zu sehen, dass dort am 4. und 5. Mai der Barracuda EMEA Tech Summit stattfindet. So wehte doch das Banner „Cuda Village“ über der Straße. Neben Keynotes und Sessions kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

Das Motto der Party am ersten Abend des Summits hätte nicht passender sein können: Star Wars. Nicht nur, weil es der 4. Mai war („May the 4th be with you!“), sondern auch weil es zwar keine „Star Wars“ gibt, aber dafür „Cyber War“ mit immer intelligenteren Angriffsmethoden. Wer sich schützen will, braucht neue Ideen und Vorgehensweisen.

Entsprechend wurden während der Veranstaltung Best-Practice-Lösungen vorgestellt und prämiert. Für die Partner präsentierte der Anbieter für Sicherheitslösungen neue Ansätze zum Schutz der Kunden und zur Bearbeitung des Marktes. Wesentlich dabei ist die Verantwortung als Geschäftsgrundlage und das Selbstverständnis als Partner.

Tipp: Als Partner des Kunden auftreten

40 bis 60 Prozent aller Projekte werden von den Partnern aufgetan. Mit dieser Entwicklung zeigt sich das Unternehmen sehr zufrieden, möchte aber mit seinen Partnern noch mehr „Gas geben“.

Hatem Naguib (SVP & GM, Security Business), Chris Ross (SVP Sales, International) und Wieland Alge (Vice President und General Manager EMEA) waren sich im Gespräch mit IT-BUSINESS einig, was besonders erfolgreiche Partner ausmacht: Nicht Barracuda Networks solle als Partner gesehen werden, sondern der jeweilige Kunden. Jede Lösung solle nicht vom Produkt, sondern vom Kunde und seiner speziellen Situation aus gedacht werden. Dazu gehöre auch, an die Branchenbesonderheiten des Kunden zu denken. Ob es sich um einen Energieversorger oder aber um einen Retailer handelt, müsse klar unterschieden werden.

Zudem sei es hilfreich, eher von Data Protection als nur von Backups zu sprechen. Gerade bei der Abwehr von Ransomware wären umfassende Lösungen aus Network Security und Data Protection gefragt.

Bei Industrie 4.0 Projekten sollte man von sicherer Verbindung der Industrial-IT und der Office-IT sprechen und nicht nur mit Separation argumentieren. Die Kunden brauchen eine sichere Verbindung und keine getrennten Systeme.

Großes Potenzial sieht Barracuda in der Erweiterung der Sicherheits- und Backup-Funktionen bei Office-365-Anwendern. Umfragen unter Kunden hätten gezeigt, dass 56 Prozent der Kunden Sicherheitslösungen zusätzlich zur integrierten Sicherheit von Office 365 wünschen.

Technologie-Partnerschaften wie die mit Zscaler im Bereich Web Security bieten den Partnern weitere Chancen, so der Security-Anbieter. Dabei werden die Lösungen den Channel-Partnern aus einer Hand angeboten, auch der Support für den Channel-Partner erfolgt durch Barracuda. Dies vereinfacht die Projekte gerade im KMU-Bereich.

Ein weiterer Tipp für die Partner lautet, Moderator bei Projekten zu sein, die intern bei Kunden in den Fachbereichen unterschiedlich diskutiert werden und daher eine neutrale Sicht brauchen.

Entscheidend für das Geschäft der Partner ist es zudem, die Bedeutung der Managed Services zu sehen. Dabei spielen zunehmend Public Clouds eine wichtige Rolle, auch in Deutschland.

Wer ist die Firewall?

Wieland Alge stellte in seiner Keynote auf dem Tech Summit die Frage: Wer ist die Firewall? Eng damit verbunden war der Fokus der Keynote letztes Jahr, in welcher der Frage nachgegangen wurde, wo der Standort der Firewall ist.

Mit der Verbreitung von Managed Security Services muss die Verantwortung für die Firewalls geklärt werden. Die Antwort darauf ist weder alleine der Kunde noch der MSP. Die geteilte Verantwortung ist der richtige Weg, so der Vice President und General Manager EMEA.

Joint Responsibility ist zum einen eine Folge der Forderungen aus Compliance-Sicht wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR), der Provider ist mitverantwortlich für Datenschutz und Datensicherheit. Die geteilte Verantwortung ist aber auch eine große Chance für das Partner-Business.

Heute geht es nicht mehr um das Outsourcing der Aufgaben, sondern um das Insourcing der Kompetenzen. Das Mittragen von Verantwortung ist ein Mehrwert, für den Kunden bereit sind, Geld in die Hand zu nehmen.

Seeing is believing

Bekanntlich sagt kaum ein Kunde „Security First“. Das Security-Business ist erfolgversprechend, aber kein Selbstläufer. Partnern bietet Barracuda verschiedene Tools, mit denen die Partner Awareness bei ihren Kunden erzeugen können:

  • Cloud-Ready als Teststellung für MSP-Projekte
  • E-Mail-Threat-Scan als Awareness-Tool für den Bedarf an zusätzlicher Sicherheit für Office 365
  • Vulnerability Manager als Tool, um den Bedarf für Web Security aufzuzeigen

Partnersuche bei Barracuda

Ziel ist es, das Partnernetzwerk weiter auszubauen. Chris Ross, SVP Sales International, nannte dabei drei Richtungen:

  • Specialist VARs, auch Kleine mit hoher Kompetenz
  • Provider aus dem Public Cloud Bereich, die zusätzlich Sicherheit und Data Protection anbieten wollen
  • Office 365 Provider, die den Wunsch nach erweiterter Sicherheit bedienen wollen

Ganz gleich, welcher Typ von Partner man ist, die Zeit der Cyber Wars ist da und erfordert Kunden-fokussierte, umfassende Lösungen. Die immer heftiger werdenden Ransomware Attacken, von denen Barracuda auf dem EMEA Tech Summit in Alpbach berichtet hat, sind ein Beispiel dafür.

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